Mama-Meinung, Wie wuppst Du das?
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Sag mal, wie wuppst Du das, Sonja?

Kennt Ihr eigentlich Sonja alias Mama Notes? Sie schreibt auf ihrem Blog mit dem provozierenden Spruch „Helicopter Parenting ist mir zu anstrengend“. Genau so entspannt, wie der Satz wirkt, ist sie auch wirklich. Und nett! Und wunderbar zum Klönen! Ich durfte sie kennenlernen und das erfahren :-). Sie schreibt lustig, nachdenklich, und gerne auch einmal kritisch über Kinder, Familie und Erziehungsexperimente. Und das authentisch! Schaut unbedingt einmal bei ihr vorbei, ja?

Ich finde es toll, dass sie sich meinen Fragen zu ihrer Vereinbarkeit gestellt hat. Sie und ihr Mann sind beide selbständig tätig, was sie vor eine besondere Herausforderung stellt.

Sonja alias Mama Notes

Sonja alias Mama Notes

Zu Beginn eine Kurze Vorstellung

Vorname: Sonja

Alter: 42

Mutter von: K1 (5) und K2 (3)

Lebst Du mit dem Vater Deines/r Kindes/r zusammen?: Ja, seit 13 Jahren zusammen.

Wohnort:  Düsseldorf

Deine Seiten im Netz (Blog/Twitter/Instagram/etc.): www.mama-notes..de

Twitter: @Mama_notes

Facebook: https://www.facebook.com/MamaNotes.de

Instagram: mama_notes

Als Bloggerin unterwegs

Als Bloggerin unterwegs

 Fragen
1. Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Bist Du happy damit?

Ich bin die Halbtags-Home-Office-Frau. Die Stunden meines Arbeitstages habe ich nicht gezählt. Weil es eh nichts nutzt. Es wäre mir entweder zu viel oder zu wenig – ich arbeite von ungefähr 9-14.30 / 15 Uhr und abends noch ein bisschen. Bloggen gehört zu meiner Arbeit mittlerweile dazu, weil ich auch versuche, damit etwas Geld zu verdienen. Das Bloggen ist mir von allem die Herzensangelegenheit, aber leben kann ich davon natürlich nicht. Daher arbeite ich frei, selbst und ständig auch als Social Media- /PR- / Texterin. Einen griffigen Begriff für das, was ich tue, kenne ich leider nicht. J Blöderweise muß ich in der Zeit auch Haushalt, Behördenzeugs, Akquise, Abrechnungen, Kinderarztbesuche und so weiter erledigen und der Zeitdruck macht sich insgesamt schon sehr bemerkbar.

Wenn ich so recht darüber nachdenke, bin ich derzeit eigentlich ganz happy damit. Danke fürs Fragen! J Als passionierter Jammerlappen beklage ich sonst immer Zeitdruck und zu wenig Konzentration weil halbtags, zu viele Jobs auf zu wenig Zeit. Aber eigentlich geht es mir als Mutter von kleinen Kinder besser damit, halbtags da zu sein und das selbständig. Wenn etwas ist, kann ich flexibel umdisponieren und eben später weitermachen.

2. Wie werden Deine Kinder in der Zeit betreut? Funktioniert das gut?

Die Kinder gehen in die Kita, in dieselbe. Der Mann bringt sie morgens meistens hin, nachmittags hole ich sie ab. Die Kinder gehen grundsätzlich sehr gerne hin, momentan sind einige Umbrüche am Start, das tut meinem Kind1 nicht gut, aber das kriegen wir in den Griff. Ich bin sehr glücklich mit unserer Kita, es wird dort ein liebevoller und respektvoller Umgang mit den Kindern gepflegt. Das funktioniert alles super, seitdem die Kinder in dieselbe Einrichtung gehen, ist das Leben viel einfacher geworden.

3. Haben Du und Dein Mann eine Arbeitsteilung was das/die Kind/er betrifft und wie gestaltet sie sich? Läuft die Organisation gut?

Momentan ist bei uns einiges im Umbruch, aber klassischerweise lief es so: Der Mann macht morgens Frühstück und übernimmt das Anziehen von Kind1, ich assistiere Kind2 und überwache, dass die Kinder genügend warm/kalt/wasserdicht/luftig angezogen sind, ob jeder einen Schal und Mütze, Sonnenhut oder Sonnencreme bekommt. Wenn die Meute weg ist, darf ich dann endlich duschen. Vorher durfte ich mit meinem Kaffee im Bett sitzen und aufwachen. Der Mann frotzelt mittlerweile darüber, aber die Zeit gehört trotzdem mir. Abends macht der Mann den Kindern Abendbrot und macht sie bettfertig und liest meistens die Gute Nacht Geschichte. Für das Singen bin ich mit meiner wundervollen Stimme zuständig J Haushalt machen wir beide nicht. Ich wasche immer mal wieder etwas, der Mann holt immer mal wieder etwas aus Waschmaschine und Trockner raus, ich ebenso. Am Wochenende wird gesaugt und Bad und Küche in Ordnung gebracht.

Der Traum ist eine Haushaltshilfe für 1 x die Woche gründlich überall putzen…

Die Organisation lief gut, bis vor kurzem. Gerade hat der Mann extrem viel im Job zu tun, seit über 6 Monaten schon. Wir brauchen einen neuen Plan und haben uns für just nächstes Wochenende „verabredet“, mit Din A 3-Papier und Stiften neue Pläne und To Dos zu erarbeiten. Meistens haben wir so etwas wochenlang vor, bis es tatsächlich passiert, aber immerhin haben wir das Problem erkannt. 🙂

4. Bleibt in Deinem Alltag auch noch Zeit für Dich ganz persönlich übrig? Wie nutzt Du sie?

Nein, bleibt nicht, würden wir aber gerne ändern. Theoretisch habe ich die Zeit mit meinem Kaffee im Bett, aber da bin ich mit Wachwerden beschäftigt. Nachmittags auf dem Spielplatz mit den Kindern komme ich auch zum Durchatmen. Aber effektive Zeit für mich ist das natürlich nicht. Durch einen Krankheitsfall in der Familie sind wir etwas aufgeschreckt, was gesunde Lebensführung (Ernährung, Sport) angeht und wollen auf den Din A 3 Blättern ebenfalls zusammenschreiben, wann das möglich sein wird. Fühlt sich für mich nur leider wie ein weiterer Programmpunkt an…

5. Bist Du glücklich mit der Organisation Deines Arbeits- und Familienlebens? Was klappt besonders gut, wo könnte nachgebessert werden?

Ich bin weniger happy damit, dass wir die Veränderungen in unserem Tagesablauf noch nicht ideal auffangen können und hoffe auf unsere Din A 3-Session. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das gewuppt bekommen. Tatsächlich wird die Umstrukturierung den Mann und mich erstmal mehr Arbeit kosten, zumindest fühlt es sich gerade so an… Es ist momentan schwierig den Kopf aus dem Wust zu stecken und ihn mal frei zu bekommen für so etwas wie Überblick.

6. 3 Tipps, die Du Mamas geben würdest, die wieder ins Berufsleben starten?

1. Ich habe ein Jahr im Büro gearbeitet und kann dazu nur sagen: Versuch nicht die mit den Kindern zu sein, auch wenn Dir jeder, wirklich JEDER diese Rolle zuschreibt.
2. Wenn andere Stundenanzahl oder andere Zeiteinteilung: Versuche die aktiv mitzugestalten. Die Chefs wissen teilweise selber nicht wie das geht, Du auch zunächst nicht. Nutze das als Chance. (Ist mir leider nicht geglückt.)
3. Tipps für Home Office: Bitte putzen Sie jetzt nicht.

7. Du hast 3 Tage kinderfrei, was machst Du mit der freien Zeit?

3 Tage?! Wow!!! Hatten wir bisher noch nie, allerdings bekommen wir immer mal, leider kurzfristig geplant, einen Tag und 1 Nacht frei, weil Großeltern gerade Lust auf die Kinder haben (und die Kinder auf sie). Dann schlafen wir. Lesen. Gehen frühstücken und/oder essen. Vielleicht noch in eine Ausstellung, ein Museum oder so. Theater haben wir mal versucht, es war Ballett, und ich bin eingeschlafen. Wir waren mal im Kino, vor einiger Zeit. Und da viel uns auf, dass wir nach damals genau 5 Jahren das erste Mal wieder zusammen im Kino waren. Vorher immer nur getrennt, weil einer bei den Kinder blieb…

8. Wie schaffst Du es, neben Deiner Arbeit/Deinen Aufgaben als Mama zu bloggen, zu twittern, etc?

Ich klaue mir die Zeit, weil ich das möchte. Vermutlich ist das meine Zeit für mich.

9. Hast Du schon einmal schlechte Erfahrungen damit gemacht, dass du anderen einen Einblick in Euer Familienleben gibst?

Bisher sehr wenig. Aber ich bin ja auch die Bloggerin, die oft über ihr eigenes pädagogisches ersagen nachdenkt und gerade nicht versucht, perfekt zu wirken. Oder ich hatte bisher einfach Glück.

Vielen lieben Dank, dass Du mitgemacht hast, liebe Sonja!

Fall Ihr Fragen an sie habt, schreibt sie bitte einfach als Kommentar unter diesen Artikel. Ich werde sie dann an Sonja zur Beantwortung weiterleiten 😉

 

 

 

 

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