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Zur Hülf: Ich vermisse meine Kinder!

Ich bin bei einer Fortbildung. Die ganze Woche schon. Die Kinder sind bei meinen Eltern, da die Fortbildung in Vollzeit und nicht an meinem Arbeitsort ist. Also, anders: Ich bin die ganze Woche weg von Mann und Kindern. Paaaaarrrtttttyyyyyy, mag man denken. Mitnichten. 

Ich kann ohne Unterbrechung in der Nacht schlafen. Niemand weckt micht, weil da irgendwo ein Monster ist oder es „Klock, klock“ um 1.45, 2.30 und 3 Uhr gemacht hat.  
Aber ich wache morgens auf zu gewohnter Zeit und vermisse die Kinder.

Wenn ich morgens aufstehe, kann ich mich zuallererst einmal um mich selbst kümmern. Ich muss nicht direkt schwierige Fragen beantworten: „Mama, wenn ich so und so mache, warum ist das dann so?“ oder Ruhe bewahren, weil das Trotzkind sich nicht anziehen will. 
Aber ich vermisse die Fragen und die Diskussionen. Es ist ruhig. Komisch ruhig. 

Ich kann in Ruhe auf die Toilette gehen. Niemand will mitkommen oder streitet sich darum, wer mir das Toilettenpapier geben darf.

Aber ich lasse die Toilettentür auf, weil ich mich so alleine fühle. 

Ich kann einen Gedanken zu Ende denken und einen Satz zu Ende sprechen, ohne dass ich unterbrochen werde und „Mama, MAMA, MAMAMAAAAA!“ in mein Ohr gebrüllt wird. 
Aber ich vermisse diese kleinen Quälgeister unendlich. Es ist so entspannt, so komisch entspannt alles.  

Ich kann in Ruhe essen, mein Frühstück genießen, MEINA ESSEN ALLAINA ESSEN!
Aber irgendwie ist es so ruhig am Esstisch bzw. die anderen Fortbildungsteilnehmer essen so ordentlich. Ich muss gar nichts aufwischen, weil niemand sein Glas verschüttet, ich muss hinterher mein Kehrblech nicht zücken und fegen. Ich fühle mich nicht vorllständig. 

Ich kann mich mal nur um mich selbst kümmern. Ich kann Christian vom Blog Familienbetrieb übertrumpfen und joggen gehen, ein Buch lesen, Yoga machen, Meditieren, den Fernseher einschalten, wann ICH darauf Lust habe, und nicht, wann es passt und die Kinder aus dem Weg sind. 
Ja, das mache ich auch. Aber hinterher fehlen sie mir ganz gewaltig. Ich will sie am liebsten direkt anrufen und ihre Stimmen hören. 

Der Beweis: ich war joggen. Sogar 2 Mal!


Ich kann „Scheiße“ sagen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen oder belehrt und verpetzt zu werden: „Mama, ‚Scheiße‘ sagt man nicht!“, „Papa, die Mama hat ‚Scheiße‘ gesagt!“
Aber, wenn ich „SCHEIßE, SCHEIßE, SCHEIßE“ sage/brülle, macht es irgendwie überhaupt keinen Spaß… SO NE SCHEIßE!!!!

Ich kann in Ruhe bloggen, ohne darauf zu hoffen, dass die Kinder sich alleine beschäftigen oder schon im Bett liegen.
Aber ich sitze hier und blogge darüber, dass ich meine Kinder so vermisse. Denn ich kann an nichts anderes denken.


Meine süßen Schnecken

 
Sie fehlen mir so. Ich vermisse meine Kinder. Es ist eine harte Woche ohne sie. Wir telefonieren miteinander, ihnen geht es gut bei Oma und Opa, sie lachen, sie streiten sich um den Telefonhörer, sie erzählen mir, wie sie puzzlen und Zähne putzen. Es ist alles gut. Aber mein Mutterherz blutet. 

Trotzdem ist es gut für mich, auch einmal durchschnaufen zu können. Nicht verantwortlich sein zu müssen, wieder selbst entscheiden zu können, wann ich was tue. Und mir bewusst zu werden, wie sehr ich die beiden mistigen Mistkäfer vermisse. Wie sie Bestandteil meines Lebens, meines Ichs sind. Mich nicht nur einschränken, sondern mich bereichern. Wie sie mich brauchen, aber auch wie ich sie brauche. Um glücklich und beruhigt sein zu können. Und, – auch wenn es wenig Schlaf ist – um in Ruhe schlafen zu können, während ich, das Muttertier, über sie wache. 

Ja, ich werde die beiden Schnecken wieder für ein Paar Tage oder für eine Woche zu den Großeltern geben. Sei es wieder für eine Fortbildung oder Tagung, sei es, um mit Papa Schulze einen kleinen Urlaub zu genießen. Aber noch nicht so bald. Erst einmal möchte ich sie nun einfach wieder bei mir haben. Diese süßen lieben Kinder 🙂

Wie geht es Euch damit, wenn Ihr mal für ein paar Tage von den Kids getrennt seid? 

2 Kommentare

  1. Katrin sagt

    Super geschrieben. So fühle ich mich. Und ich bin erst am Anfang einer sicher sehr lange werdenden Woche. Meine Kinder sind im Urlaub mit Oma und Opa. Das erste Mal so lange ohne mich. Heute hab Ich sie abgegeben. Morgen (Dienstag) fahren sie los. Samstag kommen sie erst zurück. Und in mir drin ist es so leer. :'(
    Ich hoffe ich überstehe diese Woche. Danke für deinen Blog. Sie fehlen mir so. Man ist einfach so unvollständig ohne sie. Alles ist so ruhig.

    • Liebe Katrin, ja, genau so ist es. Und trotzdem ist es gut, dass wir dann doch einmal Pause haben. Aber sie fehlen- überall und zu jeder Zeit. Ich wünsche Dir trotzdem eine gute Woche. LG JuSu

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