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#Wochenbettwünsche – Teil 2

Wisst Ihr, wovor Papa Schulze und ich bei Baby No. 2 am meisten Bammel hatten? Na? Ideen? …., dass Baby No. 2 im Doppelpack kommt, also noch Baby No. 3 im Schlepptau hat. Nicht, weil wir keine 3 Kinder haben wollten, sondern weil Maxi mit 1,5 Jahren damals noch nicht alt war und wir einen riesigen Respekt vor der Pflege von Zwillingen haben- insbesondere, wenn es schon Geschwisterkinder gibt.

Als ich dann knapp 2 Jahre später bei Anna von Familie Motte las, dass genau dieser Fall- das zweite Kind waren Zwillinge- bei ihnen eingetreten war, musste ich natürlich sofort an unsere „Ängste“ zurückdenken. Anna, auch wenn Du das gar nicht weißt, aber ich musste damals wirklich oft an Dich/ Euch denken. Umso mehr freut es mich, dass Ihr das Leben zu 5t super wuppt und in der letzten Zeit so viel reist. Das macht wirklich Lust, es Euch gleich zu tun (…also das Reisen *lach*).

Als 3fach-Mama musste ich Anne unbedingt fragen, ob sie mich mit einem Artikel für mein Wochenbett unterstützt- und natürlich bin ich sehr froh, dass sie sofort „Ja!“ gesagt hat!

Falls Ihr mehr über Anne und ihre Familie Motte erfahren möchtet, findet Ihr sie auf folgenden Kanälen:

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Familie Motte

Anna und ihre Zwillinge im Wochenbett

Liebe JuSu,

nun ist es also da: Dein 3. kleines Wunder! Und alles geht von vorne los: das Stillen, das Wickeln, die schlaflosen Nächte, die Fremdbestimmtheit…aber auch das Glück, die vielen, vielen ersten Male, die unendliche, bedingungslose Liebe.

Ich gratuliere Dir von ganzem Herzen und wünsche Dir für die allererste Zeit mit plötzlich drei Kindern viel Kraft und Geduld. Du wirst sehen: Es hat sich alles schnell wieder eingegroovt und Deine zwei Mädels werden den neuen Mitbewohner vergöttern.

Als ich vor ca. 1,5 Jahren zum 2. und 3. Mal Mama wurde, war die erste Zeit oft hart. Du hast den Vorteil: Du weißt schon wie es ist, ein Kind zu haben und ein weiteres zu bekommen. Dennoch zieht mit jedem neuen Kind auch eine Veränderung ein. Denn da kommt ja wieder ein kleiner Mensch mit einem ganz eigenen Charakter, den Ihr und der Euch erstmal kennenlernen muss.

Meine allergrößte Sorge damals war: meiner Großen nicht mehr gerecht werden zu können. Und meinen Mann zwischen Dauergeschrei und Schlafmangel nicht zu verlieren. Denn trotz all des Glücks ist und bleibt das erste Jahr mit Baby eine große Herausforderung. Oft habe ich mich gefragt: War das die richtige Entscheidung? Schaffe ich das?

Ganz ehrlich? Nein! Ich schaffe es nicht immer. Zumindest nicht perfekt. Bei uns sieht es seit 18 Monaten sehr, sehr chaotisch aus. In jeder Ecke liegt Zeugs rum. Das Aufräumen gleicht einer Sysiphos-Aufgabe. Und darüber bin ich manchmal sehr frustriert. Es gab – und gibt immer noch – Nächte, da habe ich stundenlang geheult und konnte nicht aufhören. Weil es mich frustriert hat, dass ich nicht alles schaffe, was ich mir vorgenommen habe.

Und dann hat mal eine ganz tolle Mama-Bloggerin geschrieben: „Ich bin nicht perfekt. Aber eine Gut genug-Mama“.

Und genau das trifft es doch sehr gut. Wir müssen doch gar nicht perfekt sein. Wir lieben unsere Kinder aus tiefstem Herzen und würden alles für sie tun. Und genau das machen wir genau so wie wir es tun gut genug. Denn wir geben ja bereits alles.

Wir sind liebevoll, zugewandt, geduldig und verständnisvoll. Wir kuscheln und trösten, hören zu und beantworten geduldig jede Frage.

Wir toben, machen Quatsch, sind albern, malen, basteln und spielen, lesen vor, singen 100 Mal das selbe Kinderlied in Endlosschleife, klettern und schaukeln und lassen uns auf jedes Weltentdeckungsabenteuer ein.

Wir haben keine Angst vor Dreck an Hosen, Pullis, Händen, Gesicht oder in der Wohnung. Wir ermöglichen eine schöne Kindheit mit Ritualen zu Weihnachten, Ostern und im Herbst. Wir haben keine Angst vor Kindergeburtstagen und warten – wenn es nötig ist – auch ewig, bis Ihr Euch selbst angezogen habt.

Wir füttern, wiegen in den Schlaf, helfen bei Hausaufgaben, backen kunstvolle Geburtstagskuchen, basteln schiefe Laternen, schlichten Streit, wissen immer wo Ihr Eure Sachen liegen gelassen habt, warum gerade Conny und nicht mehr Lauras Stern angesagt ist, welche Monster unter welchem Bett warten und warum die beste Freundin plötzlich doof ist.

Und wir lieben – aus tiefstem Herzen. Wir sind immer für sie da: unsere kleinen und großen Mäuse!

Und genau deshalb habe ich mich entschieden, hier nicht über all´ die Sorgen zu schreiben, die mit einem dritten Kind nicht kleiner werden. Über all´ die neuen Herausforderungen die auf Dich warten.

Ich will Dir einfach nur sagen: Auch das dritte Kind wird Dein Herz im Sturm erobern. Schon nach kurzer Zeit wirst Du Dir ein Leben ohne diesen Mini-Zwerg gar nicht mehr vorstellen können. Und an Tagen, an denen Du zweifelst sollst Du diesen Text hier lesen. Und Du wirst wissen: Du schaffst das schon.

Weil Du eine tolle Mama bist! Die beste, die sich Deine Kinder wünschen können.

Alles Liebe aus dem Dreifach-Kind-Chaos-Leben,

deine Anna

Hach, liebste Anna, und jetzt habe ich da Tränchen in den Augen. Ich danke Dir von ganzem Herzen für Deine Zeilen und wünsche Dir und Deiner Familie  Motte alles, alles Liebe für die Zukunft <3

Zu Teil 1 der Wochenbettwünsche geht es hier entlang.

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