#wmdedgt
Schreibe einen Kommentar

#wmdedgt 08/17

Es ist mal wieder Zeit, Euch von meinem Tag zu erzählen. Schließlich ist der 5. des Monats und da fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Kurz: #wmdedgt

Vergangenen Zusammenfassungen meines 5. des Monats findet Ihr übrigens hier:

Juni

April

Februar

Fotocredits Katrin Schander

Alsoooo:

Heute Morgen habe ich 3 Kinder zu Hause. Aber nur 2 davon sind meine. Die MiniSChnecke und Papa Schulze haben eine Nacht im Hotel verbracht. Exklusive Papa-Tochter-Zeit. Und Maxi hat eine Freundin zur Übernachtung da. Gestern Abend waren sie lange wach. Sie haben Ostwind, Teil 2, geschaut und mussten noch giggeln und kichern.

Trotzdem schlafen die beiden Großen nicht besonders lang. Um 7.30 Uhr sind sie wach. Ist aber auch egal, denn der Schneckerich hat mich um 7 Uhr geweckt. Bzw. ich lag schon ne Stunde wach. Nach einer für mich total verqueren Nacht (Ihr kennt das: Kissen liegt nicht richtig, die Füße kratzen, es ist zu warm, es ist zu kalt, der Mann fehlt neben mir, usw.) hat mich das Babypone um 5.55 Uhr geweckt, weil es Strom wollte. Grmpf.

Dann wollen die Mädchen direkt mit mir zum Bäcker laufen. Ich hatte frische Brötchen versprochen. Aber der Schneckerich muss noch gefüttert werden. Das finden sie blöde. Sie haben Hunger und wollen los. Als ich den kleinen Mann versorgt habe, sind sie am Spielen und reagieren nicht auf mich. „Kommt Mädels, wir können los. Wir gehen jetzt zum Bäcker.“ „Nee, wir wollen erst zu Ende spielen.“ Pffft. Weiber! Ihr seht mich mit den Augen rollen.

Irgendwann kommen wir los. Rund um den Bäcker ist Markt und ich nutze die Gelegenheit, gleich noch ein paar Gemüseeinkäufe zu machen. Hmmmh, die Brombeeren sind dick, saftig und lecker.

Zu Hause gibt es endlich Brötchen mit Honig oder Marmelade. Die Nachbarn beginnen, im Garten zu werkeln und die Mädels tummeln sich bald draußen, um die Lage zu inspizieren und ich lege den Schneckerich zu seinem Morgenschlaf noch einmal hin. Dann komme ich endlich dazu, etwas zu frühstücken.

Ich nehme mein Medikament, wie jeden Morgen, und lege es irgendwo ab. Es wurde im Laufe des Tages nicht wieder gesehen. Die Mucklas waren am Werk. Daher beginne ich am Abend eine neue Packung.

Die Mädels haben eine Menge Spaß, verkleiden sich, basteln, irgendwann kommen sie als Indianer zu mir- und schwupps ist die Zeit schon vorbei und die Freundin wird von ihrer Mama abgeholt.

Fast gleichzeitig kommt eine glückliche MiniSchnecke mit Papa Schulze wieder heim. Sie hatten es schön zusammen, waren Essen, hatten einen Drink an der Bar, waren schwimmen, uvm. Die Schwestern tauschen emsig aus, was sie erlebt haben und – janz wischdisch – welche Süßigkeiten sie essen durften.

Und – zack – sind beide Mädels schon wieder draußen. Der Schneckerich wird wieder wach und muss vor Hunger weinen. Papa Schulze und ich wechseln uns beim Füttern ab. Dann gerhen auch wir in den Garten und bemerken, dass unsere Buchsbäume irgendwie komisch aussehen. Sind die verbrannt?

Ich unterhalte mich mit der Nachbarin und sie erwähnt im Nebensatz, dass sie gerade ihre Buchsbäume entsorgen musste, weil da eine Raupe alles abgefressen hat. Anscheinend sind in diesem Jahr ganz viele Buchsbäume davon betroffen. Ich bitte sie, mal bei uns zu schauen, ob das auch bei unseren Buchsbäumen der Fall ist. Und, tatatata, auch bei uns ist der Buchsbaumzünsler am Werk. Jahahaha, den kannte ich auch nicht vorher. Leider sind unsere Bäumchen schon komplett zerstört und wir müssen sie entsorgen.

Nach dem Mittagessen legt sich die komplette Familie Schulze zum Mittagsschlaf hin. Der Kleine sowieso, die Mädchen weil sie beide in der vergangenen Nacht wenig geschlafen haben. Ich schlafe nach wenigen Zeilen des Lesens ein. Nur Papa Schulze kommt nicht richtig zur Ruhe. Die Mädels sind beide total knatschig nach dem Mittagsschlaf und brauchen etwas, um wieder im Tag zu landen.

Ich werfe mich etwas in Schale, also im Rahmen meiner Möglichkeiten, denn ein Fotograf der BILD-Zeitung kommt vorbei, um Fotos für ein Interview für mein Buch zu machen. Zum Glück fluppt das alles und er hat die Fotos nach 30 Minuten im Kasten. Die Schnecken entschwirren erneut auf die Straße und ich spiele ein wenig mit dem Schneckerich, bis dieser wieder müde wird. Dann geselle ich mich mit dem Babyphone bewaffnet zu den Kindern auf die Straße. Papa Schulze düst noch mal schnell zum Baumarkt.

Als er wieder da ist, beginnt er mit dem Kochen des Abendessens. Es gibt Lachs mit Gemüse, unseren „Samstagsfisch“. Normalerweise essen wir diesen mittags, aber Papa Schulze und die MiniSchnecke waren da noch pappsatt vom Frühstücksbuffet. Also haben wir den Fisch auf den Abend verlegt. Der Schneckerich wird wach und hat wieder mächtig Hunger. Er schreit und schreit, isst aber die ganze Zeit weiter. Komisch, er beruhigt sich gar nicht und schreit sich richtig in Rage.

Irgendwann nimmt Papa Schulze ihn auf den Schoß. Der Kleine macht einmal „Blöp“ und spuckt den ganzen Abendbrei in einem großen Schwall wieder raus. Komplett auf sich, Papa Schulze und den Boden. Ich schaue zu und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, zu helfen. Die Mädels bekommen derweil Panik, dass der Kleine krank ist. „Mama, müssen wir jetzt mit dem Schneckerich ins Krankenhas?“, fragt Maxi besorgt. „Warum ist das passiert?“, fragt Mini.

Tjanun. Ich schätze, dass der kleine Mann sich gleich zu Beginn beim Schreien wegen des Hungers am Brei verschluckt hat. Das wurde mit dem Mehr an Brei dann insgesamt nicht besser, weswegen er immer mehr geschrien hat. Ein Teufelskreis. Behelfsmäßig legen wir Papa Schulze von der gespuckten Soße frei und ich steige mit dem Schneckerich, der schon wieder lachen und glucksen kann, in die Badewanne. Papa Schulze wischt alles auf. Währenddessen dürfen sich die Schnecken ein Brötchen mit Marmelade zum Abendessen schmieren und sind beschäftigt.

Der Kleine genießt die Badewanne und die Aufmerksamkeit beider Eltern. Wir sind beruhigt, dass es ihm gut geht. Kurzfristig hatte ich Angst, dass er sich einen Magen-Darm-Infekt eingefangen hat. Mit einem strahlenden Schneckerich gehen wir zurück an den Esstisch, wo die Mädels großen Spaß, aber noch nicht ihre Brötchen gegegessen haben. Ich schaue in die Marmeladengläser, deren Inhalt um die Hälfte geschrumpft ist. Da ist es wieder, dieses Ding mit den Mäusen, wenn die Katze aus dem Haus ist…

Nach dem Abendessen spielen wir noch eine Runde Solo oder wie Maxi zu pflegen sagt: Wir zocken. Mini will mitspielen. Vorher nehme ich ihr noch das Versprechen ab, dass sie nicht ausrastet, wenn das Spiel nicht so läuft, wie sie es will und, dass sie die Karten zieht, wenn sie eben Karten ziehen muss. Ein Spiel läuft super. Das zweite Spiel auch- bis Mini merkt, dass sie verliert. Sie zetert herum und schreibt die Regeln kurzerhand um. Dabei sieht sie so schnuckelig aus, dass ich einfach nur lachen muss. Irgendwann müssen wir alle lachen- Mini natürlich nur unter Protest.

Dann geht es ins Bett für alle Kinder. Papa Schulze übernimmt den Sohnemann, ich stelle mich den allabendlichen Diskussionen rund um Zähneputzen, Schlafanzug Anziehen, und die unwichtigen Dinge des Lebens. Irgendwann haben wir alles durch und die Mädels liegen in ihren Betten.

Zum Schluss legen Papa Schulze und ich schon einmal die Bodenplane unseres neuen Outwell-Zeltes im Garten aus. Wir sind schon ganz gespannt, denn morgen wollen wir es zur Probe im Garten aufbauen. Wir haben es uns nach unserem Sommerurlaub am Gardasee gekauft, denn ab nun wollen wir campen gehen. Und wir sind schon ganz aufgeregt.

Gleich dann: Heia!

Upps, das war aber ganz schon ausführlich heute, oder? Wie war Euer Tag denn so?

Kommentar verfassen