Mama-Blog, Schneckerich
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Wir sind Krippenplatz!

Ihr Lieben, ich habe quasi Schnappatmung. Gestern bekam ich eine langersehnte Nachricht: Ich habe für den Schneckerich einen Krippenplatz zum Ende des Jahres bekommen. Wann die Eingewöhnung genau starten wird, bespreche ich mit der Leiterin der Krippe in der kommenden Woche.

Ich bin sehr glücklich und erleichtert, denn ganz so einfach war es auch diesmal beim 3. Kind nicht. Ja, ich hatte den kleinen Mann direkt nach seiner Geburt bei den städtischen Krippen angemeldet. Ja, ich hatte von Zeit zu Zeit nachgehorcht, wie es denn aussieht.

Aber immer bekam ich die gleiche Antwort: „Wir sind händeringend auf der Suche nach neuen Erziehern. Bevor wir das Personal nicht aufgestockt haben, können wir keine neuen Kinder aufnehmen.“

So langsam, aber sicher wurde es frustrierend. Ich bekam in den letzten Wochen immer nur Absagen oder wurde vertröstet. Leider kommt die Krippe der Kita, in die die MiniSchnecke geht, und die neben Schule und Hort der MaxiSchnecke liegt, nocht nicht in Frage. Denn diese nimmt Kinder erst ab 18 Monaten auf. Ich möchte jedoch ab Ende diesen Jahres wieder in den Job zurückkehren. Dann wird der Schneckerich ein Jahr alt sein.

Krippenplatz

Fotocredits Katrin Schander

Warum eine so komplizierte Vergabe?

Daher brauchte ich eine Alternative. Aber nix tat sich und ich telefonierte und tippte Mails. Ich verstehe in diesem Zusammenhang übrigens nicht, warum es bisher keine zentrale Krippen- bzw. Kitaplatzvergabe gibt. Schon vor einigen Jahren hat mich das in Frankfurt aufgeregt und auch hier, in unserem Städtchen, verläuft die Vergabe höchst beschwerlich. Ich musste zwar online angeben, für welche Krippe ich den Schneckerich vormerken will. Anmerkungen, wie der Start der Arbeit, etwaige Behinderungen oder andere Punkte, konnte ich dabei nicht angeben. Auf meine Frage, warum das so ist, bekam ich die Antwort, dass so viele Eltern „halbe Romane niedergeschrieben haben“, sodass diese Möglichkeit wieder abgestellt wurde. Meiner Meinung nach läuft dieses System jedoch ad absurdum, wenn man insbesondere den Arbeitsbeginn nicht mit angeben kann, sondern wieder telefonisch mitteilen muss. Denn das führt ja wieder zu einer Mehrarbeit in Form von Telefonaten für die Krippen- und Kitamitarbeiter. Genau so, wie die Suche nach einem Krippen- oder Kitaplatz insgesamt. Denn diese wird nicht zentral erfasst und herausgefiltert, welche Krippe/ Kita demnächst einen Platz frei haben wird, sondern einzeln an jede Krippe weitergeleitet. Das zwingt im Grunde genommen dazu, sich bei allen Krippen/ Kitas in der Nähe vormerken zu lassen. Und bei den Krippen/ Kitas quillen die Postfächer über, jede einzelne Vormerkung wird bearbeitet und verzweifelte Eltern rufen ständig bei allen infragekommenden Einrichtungen an.

Bilde ich mir das nur ein, oder könnte dieses System vereinfacht werden? Ein System mit allen Kitas der Stadt, in das man einmalig den Bedarf eines Platzes eingibt und das dann einen Platz in der Nähe ausspuckt.

Natürlich wird es nicht ganz so einfach sein. Es wird Sonderwünsche und Sonderfälle geben. Aber ich bin dennoch der festen Überzeugung, dass es einfacher gehen könnte.

Krippenplatz

Fotocredits Katrin Schander

Kostenstruktur bei drei Kindern

Über einen guten Tipp lernte ich eine sehr nette Tagesmutter kennen, die einen Platz für den Schneckerich hatte. Sehr gerne hätte ich den kleinen Mann dort untergebracht. Allerdings kommt hier die Kostenfrage hinzu. Denn sind alle drei Kinder in der städtischen Betreuung zahlen wir für das erste Kind den vollen Preis der Betreuungskosten, für das zweite die Hälfte und das dritte (günstigste) Kind ist umsonst. Bei Tagesmüttern, die vom Kreis und nicht von der Stadt subventioniert werden, ist das jedoch nicht der Fall. Ich rechne das mit der Option Tagesmutter einmal kurz für Euch aus: über 800 € Betreuungskosten. Bei allen drei Kindern in der städtischen Betreuung könnt Ihr dann 300 € abziehen. Das sind knapp 600€ brutto. Dafür muss ich lange arbeiten.

Daher bin ich nun umso glücklicher, einen Krippenplatz für meinen Süßen ergattert zu haben- in einer Einrichtung, mit der ich mich auch wohl fühle. Es ist eine tolle Krippe, die zwar nicht ganz um die Ecke von uns ist, und die uns etwas Fahrerei mit den drei Kindern bescheren wird, aber in der unser kleiner Mann sehr gut betreut werden wird.

Wie war das bei Euch mit der Krippen-/ Kitaplatzsuche? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

3 Kommentare

    • Ist das die Software, über die in den letzen Wochen auch mal berichtet wurde? Diese müssten sich dann aber die Kommunen anschaffen, oder?

  1. GRETA sagt

    Hallo, also ich habe Einnahmeeinbußen in Kauf genommen und mir volle 3 Jahre Eltern Zeit genommen, da ich mich bewusst für meinen Nachwuchs entschieden habe.

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