Erfahrung, Wie wuppst Du das?
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Sag mal, wie wuppst Du das, Jule?

Heute geht meine Dezemberausgabe der Interviews zur Vereinbarkeit online 😉 Diesmal steht mir die liebe Jule vom Blog Chaos & Queen Rede und Antwort.

Jule ist ebenfalls gerade schwanger, und zwar mit Bauchzwergin No. 2, die Anfang 2017 zur Welt kommen wird. Gerade bereitet sie sich auf das Ankommen der neuen Erdenbürgerin im Mutterschutz vor. Auf ihrem Blog berichtet sie über ihren Alltag als Mama, dabei ist ihr Authentizität sehr wichtig. Sorgen und Ängste teilt sie genau so mit ihrer Leserschaft wie Reiseberichte oder Kreatives. Sie kann zum Beispiel wunderbar nähen, wofür ich sie ja schon etwas beneide.

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Vereinbarkeit

Jule von Chaos & Queen mit ihrer Tochter

Sag mal, wie wuppst Du das, Jule?

1. Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Bist Du happy damit?

Seit über einem Jahr sieht mein Arbeitsalltag so aus, dass ich gegen 5:40 Uhr aufstehe, mich dusche und fertig mache und gegen 06:15 Uhr das Haus verlasse. Mann und Kind schlafen dann (meistens) noch. Ich düse mit dem Auto zur Bahnhaltestelle, steige dort in die Bahn. Mit dieser fahre ich Richtung Köln, steige dort einmal um und gehe ins Büro, wo ich momentan im Beschwerdemanagement arbeite. Pünktlich um 13.30 Uhr mache ich Feierabend und trete den gleichen Weg nach Hause an. Diesmal steige ich von der Bahn ins Auto und düse von dort zur Kita, um mein Chaosmädchen abzuholen.

Ob ich damit Happy bin? Nein! Aber von nichts kommt nichts und man kann sich das auch nicht immer aussuchen. Ich war 1 Jahr arbeitslos und bin glücklich darüber, wieder einen Job gefunden zu haben. Ich bin froh, dass mein Arbeitgeber mir diese Teilzeitbeschäftigung ermöglicht hat. Das gestaltete sich bei der Suche echt problematisch. So schaffe ich es, zu arbeiten und meinen Beitrag zur Familienkasse zu leisten, dennoch mein Kind zeitig abzuholen und auch mit Ihr noch wichtige Zeit des Tages zu genießen.

2. Haben Du und Dein Mann eine Arbeitsteilung was das/die Kind/er betrifft und wie gestaltet sie sich? Läuft die Organisation gut?

Naja, während ich kurz nach 7/7.30 Uhr im Büro beginne, damit ich zeitig Feierabend machen kann, hat mein Mann das morgendliche Programm. Anziehen, Waschen, Zähneputzen und in die Kita fahren. Danach tritt er seinen Weg zur Arbeit an.

Ich finde die Aufteilung super, denn er ist selbstständig und muss abends länger arbeiten. Wenn ich die Kleine morgends bringen würde, würde sich der Weg zur Arbeit für mich kaum lohnen.

Vereinbarkeit

Jule’s Tochter am Weihnachtsmarkt

3. Bleibt in Deinem Alltag auch noch Zeit für Dich ganz persönlich übrig? Wie nutzt Du sie?

Für mich bleibt Gott sei Dank immer Zeit.

Ich habe einmal im Monat einen „Muddi- Stammtisch“. Anfangs haben wir uns mit den Kindern getroffen, um irgendwann festzustellen, dass es ja auch toll wäre, sich nur unter den Mamas zu treffen. Die Abende tun unendlich gut.

Ich treibe Sport. Spiele Volleyball in einer Mannschaft und gehe joggen. Aktuell durch die Schwangerschaft nicht so viel, aber vorher regelmäßig. Außerdem gehe ich mit Freundinnen ins Kino oder was essen. Ich bin gerne auf Achse und genieße das auch, dass mein Mann mir das so einräumt.

Vereinbarkeit

4. Bist Du glücklich mit der Organisation Deines Arbeits- und Familienlebens? Was klappt besonders gut, wo könnte nachgebessert werden?

Ich denke, wir holen das Beste raus und meistern das ganz gut. Anders regeln können wir es aufgrund der Tätigkeit meines Mannes sowieso nicht. Ich finde es toll, dass ich mich nachmittags mit meiner Tochter beschäftigen kann und sie nicht bis abends in der Kita sein muss. Ich denke, das genießt sie auch.

5. Drei Tipps, die Du Mamas geben würdest, die wieder ins Berufsleben starten?

Setzt Euch nicht zu sehr unter Druck. Habt einen Blick auf das Wesentliche und auch auf Euch. Alles perfekt zu machen ist fast unmöglich. Legt Euch die Arbeit so, dass ihr Euch und auch Eurem Kind/Kindern noch gerecht werden könnt.

6.Du hast drei Tage kinderfrei, was machst Du mit der freien Zeit?

Schwierige Frage. Ich wäre sicherlich trotz Mann an meiner Seite ziemlich einsam. Vielleicht würde ich mit dem Chaosmann ein Wochenende in einer schönen Unterkunft in den Bergen verbringen und endlich noch einmal ein wenig Mountainbike fahren. Abends würden wir vor einem Kamin sitzen und/oder ich könnte ganz in Ruhe ein Buch lesen…

Aber 3 Tage kann ich mir gar nicht vorstellen….

7. Wie schaffst Du es, neben Deiner Arbeit/Deinen Aufgaben als Mama zu bloggen?

Momentan blogge ich wirklich wenig und schaffe es ehrlich gesagt gar nicht. Ich bin abends oft ziemlich müde. Manchmal habe ich viele viele Ideen, aber einfach keine Energie mehr sie zu verbloggen und in anderen Phasen fehlen mir diese Ideen. Das echte Leben gibt es eben auch noch. Ich frage mich auch oft, wie andere das machen. Denn Bloggen erfordert viel mehr Zeit als alle denken. Es muss mir Freude machen und kein Zwang bedeuten. Ich hoffe, dass ich im Mutterschutz/Elternzeit wieder etwas mehr Zeit finde.

8. Hast Du schon einmal schlechte Erfahrungen damit gemacht, dass du anderen einen Einblick in Euer Familienleben gibst?

Nein, daran kann ich mich gar nicht erinnern.

Vielen Dank für Deine Offenheit, liebe Jule! Ich wünsche Dir und Deiner Familie für die Zukunft alles Gute 🙂

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Bist Du ebenfalls Blogger(in) und möchtest bei meinem Interview zur Vereinbarkeit mitmachen? Dann schreib mir bitte einfach an mama(punkt)schulze(ät)gmx(punkt)de. Ich freue mich!

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