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Wenn Papa auf Dienstreise ist…

Wenn Papa auf Dienstreise ist, oder mal ausgeht, sich traut, ins Kino zu gehen oder einen Kumpel zu treffen, dann, tja dann passiert meistens was bei uns zu Hause. Nicht jedes Mal. Aber, wenn die Kinder krank werden, dann dann. Und zwar mit einer solchen Garantie, dass dieser Zustand schon zu einem Running Gag in unserem Freundeskreis geworden ist.

Wirklich, es ist nicht zu fassen. Wir sprechen mittlerweile vor den Schnecken gar nicht mehr davon, dass Papa Schulze für ein paar Tage wegen einer Dienstreise nicht zu Hause sein wird. Oder, dass er sich mal traut, auszugehen. Wir verheimlichen das.

Im Moment ist er zum Beispiel nicht da. Er ist auf Dienstreise. Aber für die Kinder arbeitet er abends lange und musste morgens schon wieder ganz früh weg. Aber trotzdem, es bringt nichts. Sie riechen das gegen den Wind, dass ich alleine mit ihnen bin. Dass der Papa fehlt. Und schon nimmt die Scheiße ihren Lauf. Über solch ein Chaos habe ich auch schon im Oktober geschrieben. Eigentlich sollte ich dazu eine eigene Kategorie hier bei Mama Schulze einrichten.

Jedenfalls war in der vergangenen Nacht und am heutigen Tage die Kacke hier wieder gewaltig am Dampfen. Also, dafür, dass ich auch im 9. Monat schwanger bin. Sagen wir es mal so: Das hätte jetzt nicht unbedingt so kommen müssen, hätte ich es mir wünschen können.

DIenstreise

Mein verzweifelter Tweet auf Twitter heute Nacht

Es begann damit, dass die MiniSchnecke gestern Abend ständig husten musste. Das ist eh so eine Schwachstelle bei ihr: Sobald sie etwas verschupft ist, bekommt sie so einen elendigen Reizhusten, der sie nicht gut schlafen lässt. So ein Husten, den man selbst irgendwann nicht mehr hören kann. Und die arme, kleine Maus wird dann ständig davon wach. Nun ja, wie gesagt, sie hustete und hustete.

Und dann, zwischen 23 und 24 Uhr rief sie mich, weil der Husten nicht weg ging. Als ich neben ihrem Bettchen stand, entdeckte ich dann, dass sie mitten in ihrem Erbrochenen lag. Zunächst dachte ich noch, dass sie sich vielleicht beim Husten so verschluckt hatte, dass sie spucken musste. Na ja, aber dann, nach dem dritten, vierten Mal Spucken, Schlafanzug und Bettwäsche wechseln, musste ich erkennen, dass es wohl doch eher ein Magen-Darm-Infekt ist. Grmpf.

Natürlich wurde Maxi davon wach. Sie machte sich sogleich Sorgen um ihre kleine Schwester, brachte ihr Kuscheltiere und bat mich, mir helfen zu dürfen. So schlappte die kleine Große nach 24 Uhr durchs Haus, machte das Körnerkissen für ihre kleine Schwester warm oder holte mir einen frischen Schlafanzug für Mini.

Zwischendurch informierte ich Papa Schulze von dieser erquickenden Situation.

DIenstreise

WAAAAAARUUM? (Grau = Papa Schulze, Grün = ich)

So dauerte es lange, bis wir Mädels endlich wieder einschlafen konnten. Irgendwann spuckte Mini nur noch Schaum, aber zum Glück fand sie mit einem Zäpfchen zur Ruhe und konnte schlafen.

Und, wie ist das nach so einer Nacht? Schlafen die Kinder da länger als sonst, weil sie stundenlang wach waren? Genau: nein! So schlurfte ich irgendwie hinter den Mädels durchs Haus und versorgte sie so gut es ging. Mann, war ich fertig. Und der ganze Körper schmerzte.

Gleichzeitig war Maxi nun total heiser und musste auch ständig husten. Leider schafft sie es dann ja gar nicht, mal weniger zu sprechen und ihre Stimme zu schonen. Und natürlich schmeckt ihr an solchen Tagen der wohltuende Tee ebenfalls nicht. Mini mit ihrem übrereizten Magen übrigens auch nicht. Diese Diskussionen mit ohne Schlaf- ich hasse sie! Und ja, ich gebe es an dieser Stelle zu: Ich habe die beiden Schnecken dann heute zwei Folgen Emily Erdbeer gucken lassen, um mal kurz Ruhe zu haben und durchzuschnaufen. Aber, es ging einfach nicht anders.

Natürlich ist an solchen Tagen ja auch immer gähnende Leere im Kühlschrank, aber für Suppe mit Pfannkuchenstreifen zu Mittag reichte es noch und danach retteten wir uns in den Mittagsschlaf.

Allerdings begann Maxi dann pünktlich zum Schlafen wieder mit ihrem bellenden Husten, auch Krupp-Huten genannt, und konnte schwer aufhören. Aaargggh! So wurde ich mit ihr heute Nachmnittag noch bei der Kinderärztin vorstellig. Sie hatte diesen Husten zum ersten Mal im vergangenen Monat. Damals musste ich mit ihr ins Krankenhaus (Papa Schulze war zwar zu Hause, aber es war am Wochenende) und dort sagte man mir, dass ich mit einem solchen Husten immer direkt vorstellig werden müsste.

Die Kinderärztin wiegelte das heute wieder ab- so hätte ich mir diesen zusätzlichen Stress sparen können, aber mei, hinterher ist man ja immer schlauer, ne?! So haben wir das auch noch hinter uns gebracht.

Da fällt mir übrigens noch eine andere lustige Geschichte ein:

Im letzten Jahr war Papa Schulze seit langer, langer Zeit mal wieder mit einem Kumpel im Kino. Das hatte er damals wirklich Ewigkeiten nicht getan. Und er fragte mich vorab mehrmals, ob es wirklich OK wäre, wenn er am Abend ausgehen würde. Denn ich hatte zu dieser Zeit auch das Handgelenk gebrochen. Aber, ich versicherte ihm, dass das kein Problem sei. Ich würde die Kinder schon wuppen. Und schließlich ginge er ja erst weg, wenn sie schon im Bett lägen. Ich wäre also beim Zubettbringen nicht alleine. Alles knorke also.

Und dann, Papa Schulze war genau eine Stunde weg, hörte ich komnische Geräusche aus dem Kinderzimmer. Ich ging nach den Schnecken gucken und fand Mini, wie sie sich in ihrem Bett wand wie ein Regenwurm und streckte meinen Gipsarm aus, um ihre Stirn zu fühlen. Schwupps, spuckte sie mir komplett über den Gips. Lecker! Damals schlief sie noch in einem Gitterbett und ich bekam sie mit meinem Gipsarm nicht da raus. Denn ich konnte sie nicht anheben- das Handgelenk war noch gebrochen, ich sollte in der nächsten Woche operiert werden und den Arm nicht belasten. Mini lag in Trance in ihrem Bett und konnte nicht mithelfen. Unglaublich!

So, und jetzt muss ich mal Schluss machen und nach den Schnecken gucken: Sie husten schon wieder die ganze Zeit. o.O. Papa Schulze ist eine weitere Nacht nicht da 🙁

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