Sport, Wochenende
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Von Unfall & Handgelenksbruch – Unser Wochenende

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Bevor es mit meinem Wochenende und allen Aua-Details losgeht, möchte ich Euch noch auf mein aktuelles Gewinnspiel aufmerksam machen: Zu gewinnen gibt es 3 Mal das Spiel „Tier auf Tier“ von HABA. Wie Ihr mitmachen könnt, erfahrt Ihr hier.
Wie heißt es doch so schön? Sport ist Mord. Quasi, also tot bin ich ja nicht. Aber die Schmerzen sind Hölle. Wie bei ner Geburt. Mindestens. Aber von Vorne!

Freitag, 15. Mai

Papa Schulze ist verhältnismäßig früh zu Hause von der Arbeit und ich entschließe mich, noch eine „Feierabendrunde“ mit dem neuen Rad zu drehen. Papa Schulze verabschiedet mich mit : „Pass auf Dich auf!“ Ich rolle mit den Augen („Was soll schon passieren?) und radle los.

Als ich an meinem Ziel angekommen bin und nur noch den Rückweg vor mir habe, entschließe ich mich eine klitzekleine Abkürzung über den Bürgersteig zu nehmen. Zu schnell und im falschen Winkel will ich den Bordstein hoch und fliege sofort durch die Luft… mit Karacho gegen die einzige Laterne weit und breit. Zum Glück habe ich einen Helm auf- zum zweiten Mal fahre ich kopfgeschützt, als hätte ich es geahnt.

Ich schreie, die Mitarbeiterinnen einer Reinigung kommen direkt geeilt. Zum Glück bin ich auf dem Bürgersteig und werde nicht vom Auto erfasst. Sie helfen mir und rufen einen Krankenwagen. Ich schaue an mir herunter: Die Knie bluten, mein Handgelenk ist schief und krumm. Ich ahne bereits, was das bedeutet…

Ich habe kein Handy dabei- es sollte ja nur eine kurze Runde werden. Ich bekomme das Telefon der Reinigung und erreiche Papa Schulze nicht. Ich stammele ihm eine verwirrte Botschaft aufs Band. Ich zittere wie Espenlaub, mein Gesicht und Nacken tun weh vom Zusammenstoß mit der Laterne, mir ist schlecht vor Schmerzen & ich habe Angst.

Als die Sanitäter kommen, bekomme ich eine Halskrause und eine Manschette ums Handgelenk. Im Krankenhaus sollen Wirbelsäule & Handgelenk geröngt werden. Das Fahrrad lasse ich bei den freundlichen Frauen der Reinigung. Papa Schulze erreiche ich immer noch nicht. Ich weine und zittere und habe Angst, dass ich etwas an der Wirbelsäule habe.

Im Krankenhaus erreiche ich Papa Schulze endlich. Er ist fix und fertig und macht sich große Sorgen. Da es gleichzeitig Zeit fürs Abendessen bei den Schnecken ist, vereinbaren wir, dass er bei Ihnen bleibt, ich ihn auf dem Laufenden halte und, wenn ich nach Hause darf, mir ein Taxi nehme. Ich vermisse ihn unendlich.

Beim Röntgen kommt raus: An der Wirbelsäule ist nix (Glück gehabt!), das Handgelenk ist gebrochen (ich ahnte es ja bereits). Der Bruch wird mittels Seilzug und Gewichten gerichtet (AUAAAAAAA!), dann wird noch mal alles geröngt, um zu schauen, ob es so gut ist (ist es) und der Arzt eröffnet mir, dass es besser sei, den Bruch zu operieren, damit er gerade verheile und ich die Hand wieder uneingeschränkt benutzen könne. Erst müsse jedoch die Schwellung zurückgehen und dann sei der nächste freie Termin am kommnden Donnerstag. Ich sage zu (was soll ich auch anderes machen?), dann lasse ich mir ein Taxi rufen. Ich bekomme noch ein Rezept für Schmerzmittel und Empfehlungen zum Hochlagern des Gipses mit.

Es ist schon spät, die Apotheke am Ort hat bereits geschlossen. Ich mache mir keine Gedanken, WARUM ich das Rezept bekommen habe oder schicke Papa Schulze zum Notdienst. Ich bin so froh, dass ich endlich bei ihm bin, ich zittere immer noch und bin hundemüde.

Das erste Foto nach dem Unfall

Die Nacht wird der totale Horror: Ich habe solche Schmerzen, dass ich nicht schlafen kann. Ich bekomme den Gipsarm in keine angehme Position und auch der Rest des verunfallten Körpers meldet sich. Ich bin ein großes Aua und das Ibuprofen, das wir noch zu Hause hben hilft null. Ich rette mich mit „Orange is the new Black“ auf NETFLIX durch die Nacht. Papa Schulze möchte ich nicht wecken. Denn ich weiß, dass er hier die nächsten Tage alles wuppen muss und dafür muss er halbwegs fit sein.

Samtag, 16. Juni

Um 6 Uhr wecke ich Papa Schulze, sodass er mir die Schmerzmittel vom Notdienst holt, bevor die Schnecken wach werden.

Ich bin etwas verunsichert, wie MaxiSchnecke & MiniSchnecke auf meine Verletzungen reagieren werden. Denn MaxiSchnecke hat eigentlich panische Angst vor Gipsbeinen, Krücken und Rollstühlen. Sie wird als erstes wach, ist aber sehr tapfer, fasst den Gips an und löchert mich mit Fragen.

MiniSchnecke hat zunächst etwas Angst umd nähert sich mir langsam. Den ganzen Samstag fasst sie mich nicht an. Nur abends bekomme ich dann einen Gute-Nacht-Kuss.

Um 10 Uhr muss ich ins Krankenhaus zur Gipskontrolle und Mann und Kinder kommen mit. Zum Glück müssen wir nicht allzu lange warten. Ich bin wie in Trance, weil ich so unglaublich müde bin. Nach dem Mittagessen lege ich mich ins Bett und schlafe mit Unterbrechungen (ich muss den Gipsarm regelmäßig umlagern, hierfür reaktiviert der Mann das Stillkissen) bis abends. Papa Schulze und die Mädchen sind derweil bei einem Geburtstag.

Die Medikamente auf meinem Nachtschrank

Das 3. Leben des Stillkissens plus Sofakissen

Ein lädiertes Knie von oben

Zwei lädierte Knie von der Seite

Die Wange hat auch was abbekommen

Beim Abendessen muss ich wie die Kinder darauf warten bis ich mein Tellerchen mit den kleingeschnittenen Sachen bekomme.

Fleisch, kleingeschnitten

Sonntag, 17. Mai

Die Nacht war dank Schmerzmitteln einigermaßen erträglich. Den Vormittag verbringe ich liegend und sitzend. MaxiSchnecke hilft mir aufgeregt und sehr geschäftig: Sie holt mir Sachen, hilft mir beim Toilettengang indem sie mir die Hose runterzieht, etc. Sie macht  das toll! Wann ist sie eigentlich so groß geworden? Am Nachmittag fahre ich auf Anraten einer Bekannten in ein anderes Krankenhaus, um mir eine zweite Meinung einzuholen. Aber dadurch, dass der Arm erstversorgt ist, werde ich nicht als Notfall eingestuft. Mir wird gesagt, dass ich morgen wiederkommen kann, mit sehr langer Wartezeit. Ich habe in dem zweiten Krankenhaus von Anfang an kein gutes Gefühl und beschließe, dass ich es dort sein lasse und das Handgelenk operieren lassen werde, wie es mir im ersten geraten wurde. Schließlich ist es kein super komplizierter Bruch.

Insgesamt wird es wohl vier Wochen dauern bis ich anfangen kann, wieder mit links zu tippen. Und zehn, bis ich sie wieder vollständig belasten und einsetzen kann. Yippiiiiieeehhh! Nicht!

Die Schnecken haben meinen Unfall sehr gut verkraftet. Das einzig Auffällige: Ihnen hat ständig irgendetwas weh getan. Das war es aber auch schon! Ich bin sehr stolz auf sie 🙂

Das waren die Details in aller Kürze. Wobei, gefühlt habe ich einen Roman mit meiner rechten Hand getippt…

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche!

Weitere Wochenenden anderer Blogger findet Ihr übrigens bei Susanne Mierau von 

geborgen wachsen

28 Kommentare

  1. Oh du ärmste, da kommen Erinnerungen hoch, man fühlt sich so hilflos oder? Die 1. Nacht ist immer die Schlimmste da alles wehtut. Das Stillkissen hab ich auch, selber Bezug. Ich drücke alle Daumen dass es Dir bald besser geht.
    Liebe Grüße
    Dani

    • Oh ja, Du sagst es: Die erste Nacht ist besonders schlimm. Und hilflos ist das richtige Wort! Danke fürs Daumen Drücken :-*

  2. Ach Süße, was machst Du denn bitte für Sachen?? Oh nononono – da wünsche ich schnelle Schmerzfreiheit und das die Heilung schnell und ohne Komplikationen verlaufen wird….
    Ich denke an Dich!!!
    JesSi Ca

  3. Wünsche Dir aus der Schweiz gute Besserung und eine gute OP. Kopf hoch, immer daran denken es wird wieder ok. Lg Marianne

  4. Oh je, schnelel gute Besserung und eine gute OP!!!

    Das kann man echt nicht gebrauchen 🙁

    Liebe Grüße
    Stephi

  5. Ach je, gute Besserung wünsch ich Dir! Das sind Sachen, die leider ab und an passieren. Alles wird gut! Immer!

  6. Nadine sagt

    Liebe JuSu,

    auch von mir gute & schnelle Besserung!!! Die OP wird sicher noch einmal eine Herausforderung, aber das Gute ist, dass du in spätestens 4 Wochen kopfschüttelnd zurück blicken wirst und dich fragst, wie denn trotzdem alles „wie am Schnürchen“ gelaufen ist. Ich denk an dich und schicke liebe Grüße!

    Herzliche Grüße auch an deinen Mann, der das mit euren Mädels so souverän wuppt!

  7. Gute Besserung meine Liebe und vor allem ganz viel Ruhe. Deine Schnecken scheinen das toll zu meistern, du kannst so stolz sein! Ich denk an dich! Und wenn du einen Gastpost brauchst, sag Bescheid. 🙂

  8. Oh je, du Arme! Ich wünsche dir alles gute für die OP und ganz schnell gute Besserung. Liebe Grüße, Susanne

  9. Melanie sagt

    Oh weh! Da hat es dich ganz schön erwischt!Ich drück dir ganz feste die Daumen, dass die OP gut verläuft und du danach eine schnelle Genesung genießen kannst!
    Liebe Grüße auch an Papa Schulze und die Schnecken…Ihr wuppt das!!!
    Alles Liebe und viele Grüße, Melanie

  10. Au weia, Julia, das sieht ja echt heftig aus!!! Und wir schicken noch fröhlich E-Mails hin und her… oO
    Zum Glück hattest Du den Helm auf und zwanzig Schutzengel dabei. ich drücke Dich ganz fest und wünsche Dir eine gute, erfolgreiche Operation und eine rasche Genesung.
    Das Bild mit dem kleingeschnittenen Fleisch ist übrigens im Kontext des Blogposts sehr witzig gewählt. 😉
    SchdrückDich!

  11. Ich hoffe, die Schmerzen haben mittlerweile etwas nachgelassen! Ich wünsche dir gute Besserung und alles Gute für die OP!
    Liebe Grüße,
    Viola

  12. Pingback: Wochenende 11./12. Juli & 12 von 12 - Mama Schulze

  13. Pingback: Ein ausgeklügeltes Bremsmanöver - Mama Schulze

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