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Über den Schlaf. Gedanken einer Mutter.

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Nach 4,5 Jahren des Mamaseins kann ich berichten: Schlaf ist wichtig! So wichtig für Körper, Geist und Seele, dass ich mittlerweile verstehen kann, warum verschiedenste Geheimdienste dieser Welt Schlafentzug auch als Folterinstrument einsetzen. Habe ich mehrere Tage zu wenig geschlafen, werde ich aggressiv, leidlich und habe körperliche Beschwerden. Ob es nun ausschließlich daran liegt, dass ich zusätzlich noch MS habe, oder ausschließlich am Schlafentzug: Meine Gliedmaßen sind dann schwer, ich kann nicht klar denken und infektanfälliger bin ich dann ebenfalls.

Jeder Mensch hat ja so sein Wohlfühl-Schlafens-Kontingent. Meines liegt bei 8 Stunden. Schlafe ich weniger, fühle ich mich nicht gut. Schlafe ich einige Tage lang weniger als 8 Stunden fühle ich mich scheiße! Heute könnte ich aber zum Beispiel auch locker 9, 10 oder mehr Stunden schlafen.

Es gibt die verschiedensten Gründe, warum Mama oder Papa bei 2- und 4 jährigem Kindern nicht schlafen können:

Was alle kennen, ist der Schlafentzug, wenn das Kind oder die Kinder krank ist. Das ist jedoch bei allen Kindern unterschiedlich ausgeprägt. Unsere MaxiSchnecke schläft dann vielleicht eine Nacht schlecht. Zum Beispiel, wenn sie Husten hat. Oder Fieber. Allerdings ist dieses „schlecht“ relativ. Sie ist dann müde und will schlafen. Sie will ihre Ruhe haben, findet aber nicht in den Schlaf oder wird zum Beispiel durch ihren Husten immer geweckt. Nach einer, maximal zwei Nächten, die schlecht geschlafen hat, schläft sie sich dann quasi gesund. Dann schläft sie richtig lange und tief. Bei der MiniSchnecke ist das ganz anders: Sie ist total unruhig und schläft schlecht, sobald sie den kleinsten Infekt hat. Dann schläft sie maximal 30 bis 45 Minuten am Stück, braucht viel Körperkontakt und Nähe. Dabei sperrt sie sich richtig gegen den heilsamen Schlaf. Das ist oftmals zermürbend. Vor allem, wenn es schon 2 oder 3 Nächte so geht und das eigene Schlafdefizit immer größer wird. Dann irgendwann nach einigen Nächten, findet sie endlich zur Ruhe und schläft sich wieder aus.

Dann schlafen die Kinder gerne auch einmal schlecht, wenn sie aufgeregt sind. Zum Beispiel, weil sie selbst, die beste Freundin, die Mama, der Papa, Opa und Oma (diese Liste lässt sich beliebig weiterführen…) bald Geburtstag haben, oder der Weihnachtsmann kommt. Oder der Osterhase. Das ist ja so aufregend! So dolle aufregend, dass das Kind auch schon mal um 4.30 Uhr aufstehen möchte. Darüber lässt sich hinterher schmunzeln. Fällt so ein Ereignis jedoch in eine Phase, in der das Kind eh schon oft träumt, ist das jedoch weniger lustig. Wobei ich schon bei dem nächsten Grund wäre:

Sie schlafen schlecht, weil sie träumen. Gerne schlafen sie in dieser Zeit auch schlecht ein, weil neben, hinter oder unter dem Bett gefährliche Tiere oder Monster usw. lauern, die es zunächst zu verjagen gilt. In so einer schlechte-Träume-Phase wird Mama/Papa gerne durch einen lauten Schrei mitten in der Nacht geweckt. So ein Schrei, der einen selbst gerne erst einmal auf die Toilette treiben würde. Geht aber nicht, da der Nachwuchs angsterfüllt schreit und/oder weint. Das kann sein, weil zum Beispiel „ein Regenwurm im Bett ist“ (MiniSchnecke) oder, „weil da jemand in der Ecke steht, der mich totmachen will“ (MaxiSchnecke). Das ist im Regenwurm-Fall
wieder süß, im Totmachen-Fall für die Eltern ebenfalls gruselig. Und sorgt in jedem Fall dafür, dass Mama/Papa nicht sofort wieder einschlafen können, sobald sie endlich selber wieder im Bett liegen. Weil sie entweder lachen müssen, da die Situation so absurd war, oder sich Gedanken um das Kind, weil die Situation irgendwie spooky war.

Und dann gibt es noch banale Gründe. Sehr beliebt bei uns: MiniSchnecke findet ihren Schnuller nicht. Wobei die Anzahl „Eins“ dabei leicht untertrieben ist. Die MiniSchnecke badet nämlich des Nachts in einem Meer von Schnullern, unbegreiflich, dass sie dann keinen findet, wenn sie wach wird. Sei es drum. Mama oder Papa tappsen im Halbschlaf an ihr Bett, haben mit einem Griff in ihr Bettchen einen Schnuller parat und tappsen wieder zurück in ihr eigenes Bett, um wieder zu schlafen. Auch wenn dieser Fall eigentlich völlig unnötig ist, fällt es hier eigentlich am einfachsten, wieder sofort einzuschlafen. Denn dafür muss sich das Hirn nicht großartig einschalten. Genau so auch, wenn ein bestimmtes Kuscheltier in der Nacht vermisst wird. Das gilt es dann zu suchen, aber auch da muss der Kopf meist nicht großartig wach werden für.

Der für mich bescheuertste Grund für unsere Schnecken des Nachts zu rufen, ist jedoch folgender: Mini- oder MaxiSchnecke wollen wieder zugedeckt werden. Ein Bein, der Po oder der ganze Körper liegen aufgedeckt da und sie sind im Schlaf nicht in der Lage, sich wieder zuzudecken. Echt jetzt. Während ich ja noch irgendwie nachvollziehen kann, dass das Kind im Schlaf und im Dunkeln den Schnuller oder das geliebte Kuscheltier nicht mehr wiederfindet, kann ich das bei der Decke jedoch nicht. Und ich meine nicht den Fall, dass die Decke über Board gegangen ist. Nein, sie liegt noch im Bett. Grmpf!

Und, weil Ihr diesen Text über das Schlafen ja nicht völlig umsonst gelesen haben sollt, sondern auch Ihr natürlich schlafen sollt, kommen hier noch meine (mehr schlechten als rechten Tipps) zur Behebung der oben genannten Fälle:

Bei Krankheit: Augen zu, durchatmen und durch! Ich weiß, ein scheiß Tipp, hat sich aber erfahrungsgemäß bewährt. Denn am Schlafverhalten des Kindes im Krankheitsfall lässt sich schwerlich etwas ändern. Daher ist es am besten, einfach alle Termine und Verpflichtungen zur Seite zu schieben und nix zu tun. Also, keinen Haushalt ode nur das nötigste zu machen, den Schlafanzug anbehalten, auf dem Sofa liegen und vorlesen oder Biene Maja gucken. Das nimmt unheimlich Stress. Beim Kind und der Mutter.

Bei Aufregung: Tja, das ist vom Kind abhängig, oder? Und vom Anlass. Handelt es sich um den eigenen Geburtstag des Kindes, kann man – glaube ich – wieder nichts machen. Das ist zu aufregend. Handelt es sich um den Geburtstag des/der Freundes/in funktioniert es bei uns, dass wir darauf hinweisen, dass für die Fitness geschlafen werden muss. Auf gut deutsch: Wenn Du nicht schläfst, kannst Du nicht zum Geburstag von xyz gehen, weil Du dann zu müde bist. Funktioniert bei uns noch, dürfte allerdings mit zunehmenden Alter schwieriger werden.

Bei Beschwerden beim Einschlafen: Da es bei der MaxiSchnecke die Monster sind, bei der MiniSchnecke die Regenwürmer, haben wir nun ein Monster-Spray für die Große und ein Regenwurm-Spray für die Kleine. Das sind normale Sprühflaschen, die wir mit Wasser und etwas Parfum (miniminimini) gefüllt haben und abends vor dem Schlafengehen um die Betten herum versprühen. Das bildet quasi einen Schutzschild um das Bett herum und Monster, Regenwürmer und andere Tiere haben keine Chance. So ein Monster-Spray gibt es auch zu
kaufen, falls das beim Kind mehr Glaubwürdigkeit hervorruft….

Bei schlechten Träumen: Da gibt es bei uns kein anderes Mittel als körperliche Nähe. Das weinende Kind wird gekuschelt und gestreichelt und wir reden ruhig und behutsam mit ihm. Das hilft bei uns am besten. Und wir reden am nächsten Tag darüber, um den Anlass hoffentlich aus der Welt zu räumen.

Bei Schnullerverlust: Möglichst viele Schnuller im Bett platzieren, sodass das Kind hoffentlich immer einen erwischt, wenn es wild mit den Händen nach einem fuchtelt.

Bei Kuscheltierverlust: Das ist schon wieder etwas schwierig, da Kinder mit ihren Kuscheltieren ja auch eigen sein können. Nicht jedes Kind, nimmtjedes Kuscheltier. Daher bleibt in diesem Zusammenhang wieder nur die Erkenntnis: Da kann Mama/Papa nicht viel machen. Außer vielleicht ein zweites, drittes Kuscheltier zu etablieren. Aber wie gesagt, da können Kinder ja schon sehr eigen sein.

Bei Verlust der Decke: Von der Kinderdecke auf eine Erwachsenendecke umsteigen. Das hat bei uns wirklich geholfen. Durch die größere Größe wird weniger oft die Decke im Bett „verloren“. Bei uns klappt das wirklich gut und der Fall tritt nur noch sehr selten auf.

Übrigens erzählte mir letztens ein anderer (ehemals schlafverzweifelter) Vater, dass das Kind durchschlafe, seitdem es eine neue und bessere Matratze habe. Also, falls Eure Kinder nicht gut schlafen, wäre das auch einmal eine Möglichkeit, zu schauen, ob es besser mit einer anderen
Matratze oder vielleicht auch mit einem neuen Kissen schläft. Geht uns Erwachsenen ja oft nicht anders.

…und falls Ihr auf der Suche nach einer neuen Bettdecke, einem neuen Kopfkissen oder einer Matratze für Eure lieben Kleinen seid, kann ich Euch das Portal der Schlafexperten von Dormando nur wärmstens empfehlen. Dort findet Ihr eine riesige Auswahl an allem, was man zum Schlafen braucht: Kopfkissen, Decken, Bettwäsche, Lattenroste und Matratzen.

Wie ist das bei Euch mit dem Schlafen? Braucht Ihr 7, 8 oder gar 9 Stunden, damit Ihr klar denken könnt? Und was sind Eure Weck-Aufreger Eurer Kinder? Ich bin gespannt… und freue mich auf die Extraportion Schlaf am Wochenende 😉

Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit den Schlafexperten von Dormando.

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