Mama-Blog, Schneckerich
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Update: Löffelchenweise

In der vergangenen Woche habe ich Euch um Rat gefragt, weil unser kleiner Mann nur vom Löffelchen Wasser getrunken und keine Trinkflasche für Babys genommen hat. Daraufhin haben mich zahlreiche Kommentare mit Tipps erreicht. Das war ganz schön toll und dafür möchte ich mich noch einmal bei Euch bedanken.

Viele haben mir wärmstens den Magic Cup Trinkbecher von nuk empfohlen. Diesen habe ich daraufhin gekauft- am Ende sogar zwei Mal, denn den ersten habe ich doch tatsächlich geschrottet, weil ich das System nicht verstanden habe. Da ist ja so ein kleines verschlossenes Löchlein im „Deckel“, um den Unterdruck beim Saugen zu bekommen… Tja, Mama Schulze dachte, dass dort die Flüssigkeit herauskommen soll, die sich dann 360 Grad verteilt. Das hat dann natürlich nicht geklappt, also habe ich kurzerhand das Loch mit einem scharfen Messer vergrößert. Himmel, manchmal frage ich mich ja, wie ich das Abitur UND ein Studium hinbekommen habe. Das Ergebnis war, dass ich den Becher natürlich geschrottet habe, denn jetzt kommt die Flüssigkeit wirklich aus der Mitte des Loches und überschwemmt das Baby…

Also habe ich noch so einen Becher gekauft mit dem Ergebnis, dass mein Sohn ihn nicht benutzt. Tjanun. Mal schauen, vielleicht wird das ja aber auch noch.

Auch den Tipp mit de Strohhalm habe ich ausprobiert. Sowohl ich, als auch die Mädchen und der kleine Mann haben einen Strohhalm zum Trinken bekommen. Aber auch hierbei schaute mich mein Sohn nur stirnrunzelnd an und nahm dann nach kurzer Zeit den Strohhalm, um darauf rumzukauen. Jedes Mal landetete er am Ende irgendwann unter dem Tisch und keine Flüssigkeit im Baby.

Schlussendlich hat der nächste Tipp Früchte getragen: Der Herr trinkt aus einem stinknormalen Becher, in den ich immer nur ein kleines Bisschen Wasser oder ungesüßten Tee fülle. So, dass ihn die Flüssigkeit nicht überschwemmt. Dann reiche ich ihm den Becher an und er trinkt. Und ist glücklich.

Trinkbecher

Das funktioniert so gut, dass der Becher von ihm auch nicht vom Tisch geworfen wird- wie sonst eigentlich ALLES, das um ihn rumsteht beim Essen. Das finde ich schon interessant.

Insgesamt kann ich beobachten, dass, was das Essen und Trinken angeht, zurzeit eine Menge passiert. Er will viel ausprobieren und dasselbe essen wie der Rest am Tisch. Er testet im Moment vieles und es schwankt sehr stark zwischen „Brei? Was willst Du mit dem Brei von mir?“ über „Ich will ein Brot! Und zwar mit Leberwurst!“ bis hin zu „Ich wollte noch nie etwas anderes als Brei. Und zwar den ganz fein pürierten.“

Aber, das kenne ich ja bereits von den älteren Geschwistern: zwei Schritte voran, einer zurück. So lange, bis wir genau einen Schritt vorwärts geschafft haben. Dazu gehört viel Geduld, Durchatmen und die Gelassenheit, die Kinder aussprobieren zu lassen. Und jeden Abend ein volles Kehrblech und das Bedürfnis, den Bereich rund um den Esstisch renovieren zu lassen. Ohm shanti.

2 Kommentare

  1. Ein schöner Beitrag :-), danke dafür. Unsere Maus (10 Monate alt) isst und trinkt eigentlich alles mit und nimmt eben besagten Becher, den Magic Cup seit sie 6 Monate alt ist. Ein Glas würde nur für Überschwemmung sorgen, weil der Becher regelmäßig einem Schwerkrafttest unterzogen werden muss. 😉
    Brot usw. isst sie mittlerweile fast selbstständig. Aber ich kenn das…Augen zu und nicht hingucken, wie der Essplatz danach aussieht. OHm shanti…. 😉

  2. Ha ha! Bin über Facebook hier gelandet. Bei Meiner Mistmatz war das auch so. Sie hat schon sehr früh aus einem ganz normalen Becher getrunken. Einfach weil sie es beim großen Bruder immer so gesehen hatte. Ich hatte es ihr nur immer nicht zugetraut.
    Prima jedenfalls, dass das jetzt klappt bei euch!
    LG, Tina

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