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#tired – müde – ach, lassen wir das…

Wisst Ihr was? Nicht schlafen zu können, wenn ich will, chronisch müde zu sein, quasi im Stehen einschlafen zu können, stundenlang nachts neben dem wachen Baby zu vegetieren, aufgrund des Schlafmangels latent aggressiv zu werden, mit dem Mann um jedes Bisschen Schlaf zu kämpfen, die großen Kinder anzuflehen, ruhig zu sein, damit Mama auch mal tagsüber zwischendurch schlafen kann, Gesprächen nicht mehr folgen zu können- all das ist nicht DAS SCHLIMME am Schlafentzug mit Baby.

All das nehme ich als Mama hin, ich kämpfe mich durch den Alltag, berechne still die Jahre, die es noch dauern wird, bis ich endlich wieder mehr Schlaf bekomme (wobei die 50-jährige Bäckereifachverkäuferin mir sagte, dass sie NIE, NIE, NIE wieder so tief und fest geschlafen hat wie VOR den Kindern *grrr*) und lecke meine Wunden. Es ist OK, das gehört dazu, da kommt man bzw. Frau halt nicht drumherum. Ja, es mag Ausnahmen geben- aber von denen will ich hier und jetzt nichts wissen. Aber es ist OK für mich. Damit lebe ich. Ihr kennt das: Wenn sie dich dann einmal anlächeln… und so weiter und so fort. Doch, das trägt mich durch den Alltag. Wirklich. Das geht schon irgendwie. Manchmal muss ich hysterisch lachen- aber das hilft.

ABER WISST IHR, WAS MICH WIRKLICH NERVT UND MICH AN DEN RAND DER VERZWEIFLUNG TREIBT?

Dass mir in dieser chronischen Übermüdung, in diesem Zustand zwischen Schlaf und Wachheit, in dieser Dämmerung, diesem Gefühl, das sich irgendwie auch anfühlt wie Besoffen Sein, diese Schwebe, in der ich auch schon mal Ewigkeiten vor mich herstarren kann, mir lauter höchst besch*issene und vor allem verf**ckt unnötige Dinge passieren. So Sachen, weswegen die großen Kinder mittlerweile allerhand Schimpfwörter kennen. Ich verschütte den gerade fertigen Latte Macchiato, was eigentlich schon ein Witz in sich ist: Kaffee, der gegen die Müdigkeit helfen soll, wird wegen Müdigkeit verschüttet. Aber für diesen habe ich ja auch noch die Mandelmilch selber hergestellt. Und deswegen kann ich mich gleich noch mal extra aufregen. Und über die Latte-Macchiato-Suppe, die sich dann schön in der Küche verteilt, auf allerhand Schranktüren und HINTER die Schränke läuft, gerne auch gerade NACHDEM die gesamte Küche geputzt wurde. Oder ich stoße mich zum X-ten Mal an der offen stehenden Spülmaschinentür. Wirklich: Genau auf dieser Höhe habe ich einen blauen Fleck, der quasi permanent an meinem Schienbein prangt. Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich dort keinen blauen Flecken hatte. Und ich würde hier an dieser Stelle ja ein Foto von eben diesem blauen Flecken veröffentlichen, aber ich bin seit Wochen zu müde, um mir die Beine zu rasieren und, ja, das sieht einfach nicht schön aus und daher will ich da gar nicht zu genau hinschauen. 

Oder ich verschütte das Glas Wasser beim Abendessen, nachdem ich die Kinder zum 1.675. Mal ermahnt habe, sie sollen aufpassen, nicht ihre Gläser zu verschütten. Oder, ganz prominent: Ich versenke den Kamm im Klo. Oder das Necessaire mit der Nagelschere. Oder sonst irgendeinen Mist. Und ich kann mich noch nicht einmal daran erinnern, wie das passieren konnte. Vor allem, wie das passieren konnte, NACHDEM ich eben auf diesem Klo war. Und jetzt könnt Ihr gerne Euer Kopfkino starten und Euch vorstellen, wie ich diese Teile wieder aus dem Klo fische. Ja, genau so. Mit ganz viel Desinfektionslösung hinterher. Bitte fügt hier SEHR lautes Fluchen ein.

8 Wochen dieses Zustands liegen bereits zum dritten Mal hinter mir, und es sind nur noch ungefähr, Moment, ich rechne… ach, lassen wir das…

 

2 Kommentare

  1. Oh, glaub mir, das kenne ich! Mit zwei süßen, kleinen und sehr wachen Küstenkindern bin ich mittlerweile im Stadium 9b der Müdigkeit angekommen und stolper nur noch durch den Tag. Doch nach 9 kommt 10, dann wird es besser – oder?!

    Liebe müde Grüße
    Deine Küstenmami

  2. Pingback: 8. Lebenswoche | 3. Kind - Mama Schulze

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