Mama-Blog
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Schwangerschafts-Tagebuchbloggen 30. November

Guckuck, hier bin ich mal wieder! Die letzten beiden Tagen waren mal wieder anstrengend- insbesondere mit Baby an Board. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich echt schlecht, schlechter am schlechtesten schlafe, da mich der kleine Mann gehörig auf Trab hält? Jetzt schon!

Zum einen spüre ich ihn des Nachts gerne besonders viel. Zum anderen brauche ich oft sehr lange, um eine gemütliche Position für mich zu finden. Ich bin eigentlich Bauch-Seiten-Schläferin, das bedeutet, dass ich zwar auf der Seite schlafe, aber mehr so schon fast auf dem Bauch. Das geht mit meiner derzeitigen Bauchfüllung natürlich nicht mehr so ohne weiteres. Und das macht mir der Schneckerich durch Boxen und Tritte auch sehr gerne deutlich. Auch, wenn er einfach mal gerade nicht auf der Seite liegen möchte, auf der ich nun gerade liegen möchte.

Ach ja, und dann jucken gerne mal die Beine. Oder die Füße. Oder beides. MIMIMI. Da finde ich dann gar nicht zur Ruhe. Und liege gerne mal nachts zwei Stunden wache. Dann lese ich Spiegel Online, gerne die Rubrik einestages. Aber so schnell können die die Beiträge dort gar nicht füllen. Ich habe sie meistens schon alle gelesen.

Seit gestern ist nun Mini krank zu Hause. Diesmal hat sie eine echt starke Erkältung. Sie hustet und hat die Nase dicht. Es ist so ein elendiger Reizhusten, der sie nicht schlafen lässt. Irgendwie ist dieser Reizhusten bei uns öfter mal Thema. Eine Schwachstelle im Hause Schulze. Und apropos, wo ich schon mal dabei bin, hier meine ultimativen Tipps gegen Reizhusten:

  • Thymiantee trinken (das lindert bei den Schnecken den Husten)
  • 1 Löffel Honig zum Einschlafen geben
  • gutes Lüften
  • Vernebler wie Pari Boy & Co: Nein, wir haben nicht das original. Aber seit wir einen Vernebler als Inhalationsgerät haben, ist es wirklich schon viel, viel besser geworden.

Mini zeigt sich in den vergangenen Tagen von einer komplett neuen Seite. Bisher war sie von den beiden Schnecken immer die Ruhigere. Diejenige, die sich eher zurückgenommen hat. Die verträumt aus dem Fenster geschaut hat, in ihrer eigenene Welt hing und, die ich eher zum Erzählen ermuntern musste. Und nun? Fordert sie vehement meine Aufmerksamkeit und wird ungehalten, wenn ich sie ihr nicht SOFORT gebe.

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Mini in ganz neu

Auch beim Frühstück oder Abendessen nimmt sie sich plötzlich ihren Platz und scheut sich auch nicht, ihrer großen Schwester oder mir reinzureden, um ihre Gedanken loszuwerden. Nun ist sie knapp 4 Jahre alt, damit das passieren musste. Ich bin es schlichtweg nicht gewohnt zu Hause. Hier war sie, wie schon beschrieben, eher die Ruhigere. Aber eigentlich hat es sich schon beim letzten Elterngespräch in der Kita abgezeichnet. Denn hier beschrieb ihre Erzieherin sie nämlich bereits so fordernd und einnehmend, wie ich sie hier in den letzten beiden Tagen erlebe. Es hat einfach nur ein wenig gedaeuert, bis sie auch diese Seite hier zu Hause zeigt.

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Meine Große

Und Maxi? Maxi hat zurzeit mehrere Baustellen. Sie hängt als Vorschulkind in einer – wie ich richtig fühlen kann – sehr wichtigen Phase für sich. Einerseits gehört sie nun zu den Großen. Sie weiß mehr und sie kann mehr. Andererseites ist sie aber auch erst 5 Jahre alt und sucht die Nähe und Geborgenheit. Und weiß eben einfach noch nicht alles und braucht unsere Hilfe.

In der Kita, die Kita, die sie nun schon besucht, seit sie 1,5 Jahre alt ist, gibt es ebenfalls Veränderungen und Umbrüche. Durch Umstrukturierungen aufgrund des hessischen Kifög fallen Erzieherinnen weg und Kitagruppen werden zusammengelegt. Das trifft uns zurzeit alle hart, aber natürlich die Kinder besonders. Und meine Große ganz besonders, denn Mini hat im Gegensatz zu ihr zumindest ihre Kitagruppe mit ihren zwei Erzieherinnen behalten. Aber bei Maxi ist die Gruppe gesplittet worden (ins genaue Detail gehe ich an dieser Stelle nicht), um das Vorschulprogramm mit den unterschiedlichen Erzieherinnen (ja, leider wirklich alles nur Frauen) der anderen Gruppen zu stemmen. Ich habe schon viel darüber nachgedacht, aber eine bessere Lösung fällt mir auch nicht ein. Fakt ist, dass das Kifög die Anzahl der Erzieher für die Kinder von 3 bis 6 Jahre zurückgefahren hat.

Und das läuft eher scheiße. Die Kinder haben nicht wirklich feste Ansprechpartner und wissen oft nicht, an wen sie sich wenden können. Gerade in Zeiten des persönlichen Umbruchs, ist das für ein fünfjähriges Kind schwer, zu verstehen. Mir scheint es, als „hänge“ Maxi oft in der Luft und wüsste nicht so recht, wie sie sich nun verhalten und, an wen sie sich wenden soll.

Die dritte Baustelle ist ihre Hood, sind ihre „Freundinnen“, die sie schon seit der U3-Gruppe begleiten. Ich habe sie bewusst in Anführungszeichen gesetzt, weil sie eben nicht mehr alle Freundinnen sind, bzw. hier einiges im Wandel ist. Es gibt mehr Streitereien, neue Konstellationen, neue Charaktere zeigen sich. Daran knabbert sie, denn sie ist ein Gewohnheitstier. Auch, wenn sie durchaus auch neue Freundinnen gefunden hat und sie so viele gar nicht in ihrem Terminkalender unterbringen kann, fühlt sie sich oft von ihren alten Freundinnen verlassen und ausgegrenzt. Es ist halt eine Situation, die sie vorher noch nicht kannte und, mit der sie lernen muss, umzugehen. Das ist kein Drama, aber natürlich schwierig für so eine kleine Person, die eben auch noch ein Gewohnheitstier ist.

Und diesem Gewohnheitstier fehlen nun ihre festen Anker… und Mama ist auch noch schwanger und hat ein Baby im Bauch. Hier macht sie sich viele Sorgen, wie das wohl wird, wenn der kleine Mann dann bei uns angekommen ist.

So spiegelt sie auch meine Gedanken- denn ich mache mir ebenfalls Sorgen, wie ich das wohl und, wie wir, das wuppen werden. Alles wird neu werden, jede einzelne Person von uns wird seine Rolle neu finden müssen. Wie wird das werden? Welche Herausforderungen warten auf uns? Wie werden wir das als Familie wuppen? Manchmal bin ich der festen Überzeugung, dass es irgendwie klappen wird. Dass wir das schon irgendwie schaffen werden- schließlich haben wir den Weg bis hierhin auch geschafft. Aber manchmal mache ich mir auch große Sorgen. Was für eine Familie werden wir am Ende sein? Wer wird welche Rolle einnehmen?

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