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Sag mal, wie wuppst Du das, Susanne?

Heute darf ich Euch bei meiner Reihe „Sag mal, wie wuppst Du das?“ eine liebe Bloggerkollegin vorstellen: Susanne vom Blog nullpunktzwo.de. Hier schreibt sie über ihr Leben mit Patchworkfamilie. Mit Susanne habe ich im letzten Jahr gemeinsam das Wuppertaler Blogger & Twitter Treffen #Wubttika organisiert und sie dadurch unheimlich lieb gewonnen, weil sie einfach herrlich unkompliziert ist und genau so wie ich, anpackt. Zurzeit ist Susanne – ACHTUNG – mit ihrem 4. Kind schwanger. Im August wird es soweit sein und ihre Familie wird auf sechs Köpfe wachsen. Wow, sage ich da nur! Chapeau! Neben ihren drei Kindern, ihrer Schwangerschaft und dem Bloggen arbeitet Susanne 30 Stunden pro Woche, also 80 Prozent. Mehr als Grund genug für mich, sie einmal zu fragen:

Sag mal, wie wuppst Du das, Susanne?

Alter: Jahrgang 1980

Mutter von: Tochter (*09/2009), Sohn (*11/2012), Tochter (*06/2014)

Lebst Du mit dem Vater Deiner Kinder zusammen?

Nicht mit allen ^^ Aber mit dem Vater der meisten und jüngsten Kinder. Die Beziehung zum Vater der Ältesten ging klassisch im ersten Babyjahr in die Brüche. Inzwischen weiß ich, dass unsere Vorstellungen von Familie wohl doch sehr unterschiedlich waren.

Wohnort: 

Bei Wuppertal im bergischen Land

Deine Seiten im Netz (Blog/Twitter/Instagram/etc.): 

Blog:           http://nullpunktzwo.de/

Twitter:         http://twitter.com/Frl_NullZwo

Facebook:   http://www.facebook.com/nullpunktzwo/

Instagram:   http://www.instagram.com/nullpunktzwo/

Susanne von Nullpunktzwo

Susanne von Nullpunktzwo

Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Bist Du happy damit?

Ich arbeite in der Regel 30 Stunden pro Woche verteilt auf 5 Tage. Einmal die Woche kommt noch eine Fortbildung dazu, das ist dann mein langer Tag, an dem ich die Kinder nur morgens und abends kurz sehe. Aber ich bin froh um diesen zusätzlichen Input, auch um für Unvorhergesehenes etwas Zeitreserve zu haben.

Ich fühle mich sehr wohl an meinem Arbeitsplatz und mit meinen Aufgaben, auch wenn ich nicht immer pünktlich aus dem Büro rauskomme. Mehr Stunden würde ich aktuell aber nicht lohnarbeiten wollen – zuhause wartet ja auch noch Arbeit auf mich bzw. uns (Haushalt, Wäsche, Kochen).

Wie werden Deine Kinder in der Zeit betreut? Funktioniert das gut?

Die beiden jüngeren Kinder sind in der KiTa und die Älteste wird nach dem Unterricht in ihrer Grundschule betreut. Alle fühlen sich sehr wohl in ihren Einrichtungen, gehen sehr gerne dort hin und auch wir Eltern haben das Gefühl, dass sie dort sehr gut aufgehoben sind.

Haben Du und Dein Mann eine Arbeitsteilung was die Kinder betrifft und wie gestaltet sie sich? Läuft die Organisation gut?

Es war von vorne herein klar, dass ich meinen jetzigen Job nur annehmen kann, weil der Mann die Kleinen morgens bringen und nachmittags abholen kann. Die Große bringe ich morgens zur Schule und inzwischen kommt sie nachmittags alleine heim, wenn die anderen auch schon da sind. Ich stoße dann später dazu.

Meist klappt das alles auch ganz gut, nur wenn irgendwelche Termine am Nachmittag anstehen, dann müssen wir uns gut organisieren – ggf auch mit Oma/ Opa.

Bleibt in Deinem Alltag auch noch Zeit für Dich ganz persönlich übrig? Wie nutzt Du sie?

Momentan bleibt nur wenig Zeit: abends mal ein Stündchen oder zwei, die ich dann meistens nur auf dem Sofa verbringe. Dafür genieße ich die täglichen Fahrtzeiten mit dem Zug sehr: in aller Ruhe lesen und auch den ein- oder anderen Beitrag tippen. Die meiste Freizeit stecke ich nämlich weiterhin in den Blog, denn vor einem festen wöchentlichen Termin z.B. für Sport scheue ich mich noch etwas (irgendwas kommt ja doch wieder dazwischen).

Bist Du glücklich mit der Organisation Deines Arbeits- und Familienlebens? Was klappt besonders gut, wo könnte nachgebessert werden?

Der Mann hat zwar die Möglichkeit, nachmittags früh genug an der KiTa zu sein (was wirklich viel wert ist!), muss aber dafür einige Stunden am Abend und/ oder am Wochenende zuhause arbeiten. Die fehlen mir dann oft als gemeinsame Familien- oder Paarzeit. Manchmal reden wir ein paar Tage lang hintereinander nur über Alltagsorga und Kinderversorgung, ohne ein „richtiges“ Wort miteinander zu sprechen.

Umgekehrt sorgt sein Homeoffice dafür, dass ich überhaupt soviel arbeiten gehen und damit auch etwas für meine Rente tun kann, ohne dass wir weitere Betreuung in Anspruch nehmen und bezahlen müssen. Bei drei Kindern ist sowas ziemlich selten.

Aber eine Putzhilfe, die wünsche ich mir dann schon öfter 😉

Susannes Kinder beim Spielen

Susannes Kinder beim Spielen

3 Tipps, die Du Mamas geben würdest, die wieder ins Berufsleben starten?

  1. Unterschätze bei Deiner geplanten Stundenanzahl und bei den Betreuungsstunden nie den Aufwand fürs Bringen/ Abholen zur KiTa und ausreichend Puffer für nicht-anziehen-wollen / wo-ist-mein-lieblingspulli / ich-will-mamelaaadebrot! usw und so fort.
  2. Nur wenn alle, also Eltern UND Kind, mit der Betreuung ein gutes Gefühl haben, könnt Ihr in aller Ruhe Euren Aufgaben im Job nachgehen.
  3. Es ist alles nur ein Phase – auch die Deiner beruflichen Einschränkung wegen Kind(er)! Sie werden wachsen und irgendwann eigene Wege gehen, dann kannst Du im Job wieder so richtig Gas geben. Allerdings solltest Du aufpassen, vorher nicht den Anschluss zu verlieren!

Du hast 3 Tage kinderfrei, was machst Du mit der freien Zeit?

Schlafen, in Ruhe essen, schlafen, tanzen gehen, schlafen.

Wie schaffst Du es, neben Deiner Arbeit/Deinen Aufgaben als Mama zu bloggen, zu twittern, etc?

Wie ich schon erwähnte, auf dem Weg zur/ von der Arbeit im Zug. Abends bei der Einschlafbegleitung der Jüngsten lese ich gerne (Feedreader) und danach als „Abendprogramm“ (Blog) oder nebenher beim TV schauen (Twitter etc)

Hast Du schon einmal schlechte Erfahrungen damit gemacht, dass du anderen einen Einblick in Euer Familienleben gibst?

Bislang zum Glück noch nicht du ich hoffe sehr, dass das auch so bleibt!

Nullpunktzwo

Liebe Susanne, ich danke Dir ganz herzlich, dass Du Dir Zeit für meine Fragen genommen hast. Ich wünsche Dir und Deiner Familie für die sechsköpfige Zukunft von Herzen alles Gute! Und ich freue mich schon tierisch auf unser 2. #Wubttika am 24. September 2016 😉

Habt Ihr Lust auf meine Interviews zum Thema Vereinbarkeit bekommen? Dann clickt Euch doch einfach durch die weiteren Beiträge, die Ihr hier findet.

Bist Du ebenfalls Blogger(in) und möchtest bei meinem Interview zur Vereinbarkeit mitmachen? Dann schreib mir bitte einfach an mama(punkt)schulze(ät)gmx(punkt)de. Ich freue mich!

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