Wie wuppst Du das?
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Sag mal, wie wuppst Du das, Sarah?

Heute geht es endlich mit meiner Serie „Sag mal, wie wuppst Du das?“ weiter, in der ich andere Eltern befrage, wie sie die Vereinbarkeit von Familie & Beruf meistern.

Ich freue mich, dass mir diesmal Sarah von mamaskind.de Rede und Antwort gestanden hat. Auf ihrem Blog hat unter anderem das Thema SEO einen großen Platz, denn SEO ist nicht nur Sarahs Hobby, sondern auch ihr Beruf. Bei ihr habe ich mir schon den einen oder anderen wertvollen Tipp abgeschaut. Und dafür bin ich ihr natürlich sehr dankbar.

Sarah hat – wie übrigens ich auch – in der Elternzeit den Job gewechselt. Ich finde es bei den ganzen negativen Meldungen über Arbeitgeber, die Mütter nicht wertschätzen und nur unter druck setzen toll, dass es trotzdem auch solche Beispiele gibt. Darüber hinaus ist es wirklich toll, wie sie und ihr Mann sich die Betreuung, auch unter der Woche, die Betreuung teilen. Aber, lest selbst!

Und los geht’s mit dem Interview:

Zu Beginn eine Kurze Vorstellung

Vorname: Sarah

 Alter: 28

 Mutter von: zwei Söhnen (3/2010 & 6/2014)

 Lebst Du mit dem Vater Deinesr Kinder zusammen?: Schon seit 11 Jahren. 🙂

 Wohnort: Berlin

 Deine Seiten im Netz (Blog/Twitter/Instagram/etc.): Blog: http://mamaskind.de, Twitter: @mamaskind_de, Instagram: mamaskind_de

Sarah von www.mamaskind.de

Sarah von www.mamaskind.de

1. Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Bist Du happy damit?

Vor der zweiten Elternzeit arbeitete ich 35 h / Woche. Ich eilte zur Kita und um pünktlich zur Schließzeit um 17 Uhr wieder dort zu sein, machte ich nur eine halbe Stunde Mittagspause, in der mir mein Mann, damals auch in der Firma beschäftigt, Essen mitbrachte. Er arbeitete 32 h / Woche an vier Tagen, fing früher an und machte mit mir Feierabend. Rückwirkend der reinste Stress: knappe Pause, immer nur im Büro essen und nicht mit Kollegen essen gehen. Langfristig nicht unbedingt empfehlenswert. Richtig doof fand ich, dass Home Office verboten war, nur Präsenz zählte und wurde akzeptiert. War mein Sohn krank, musste ich immer die Krankentage in Anspruch nehmen.

Nach der Elternzeit arbeite ich in Teilzeit in einer neuen Firma (ein Babygeschäft mit Onlineshop!). Ich darf auch von zuhause aus arbeiten und Kinderkrankentage durch Überstunden ausgleichen. Das bedeutet für mich weitaus weniger Stress. Nun kann ich die Kinder auch ohne Zeitdruck abholen. Dennoch kann mein Mann jederzeit einspringen, da er nur bis 16 Uhr arbeitet. Das beruhigt mich ungemein, denn die Großeltern wohnen alle 1 h entfernt.

 2. Wie werden Deine Kinder in der Zeit betreut? Funktioniert das gut?

Mein großer Sohn geht noch ein Jahr zur Kita, bevor die Schule für ihn beginnt. Mein Babysohn wird mit 11 Monaten bei der Tagesmutter eingewöhnt. Die Kita ist großartig und auch bei der Tagesmutter wird alles klappen. Wir haben immerhin vier Wochen Zeit für die Eingewöhnung.

3. Haben Du und Dein Mann eine Arbeitsteilung was die Kinder betrifft und wie gestaltet sie sich? Läuft die Organisation gut?

Ich bin die Planerin und verantwortlich für die Termine. Mein Mann bringt den Sohn jeden Tag zur Kita und ich hole ihn zusammen mit dem Bruder ab. Das wird auch künftig so bleiben. Arzttermine der Kinder teilen wir auf, je nach Verfügbarkeit.

4. Bleibt in Deinem Alltag auch noch Zeit für Dich ganz persönlich übrig? Wie nutzt Du sie?

Im Moment habe ich kaum Zeit für mich, da mein Babysohn ständig in meiner Nähe ist. Am Wochenende nimmt mein Mann die Kinder mal zu einem Ausflug mit, um mir Freizeit zu ermöglichen. Das müsste ich ihm auch mal gewähren. Er macht das wirklich toll und umsorgt mich gut! Dann bastele ich am Blog rum, lese oder spiele Computerspiele. Hauptsache digital!

5. Bist Du glücklich mit der Organisation Deines Arbeits- und Familienlebens? Was klappt besonders gut, wo könnte nachgebessert werden?

Mit der neuen Arbeit werde ich endlich den Ausgleich haben, der mir bisher zwischen Job und Familie gefehlt hat: angemessen viel Zeit für beides. Wenn der kleine Sohn älter ist, werde ich auch wieder die Arbeitsstunden aufstocken. Bis dahin möchte ich meine Kinder viel um mich haben und genießen. Nachbessern kann man da im Moment nichts, zumal mein Mann extra für unsere Familienzeit um 7 Uhr mit der Arbeit beginnt – für uns perfekt.

6. 3 Tipps, die Du Mamas geben würdest, die wieder ins Berufsleben starten?

Gehe ohne schlechtes Gewissen zur Arbeit! Genieß den Job und freue dich im Anschluss darauf, mit der Familie Zeit zu verbringen. Die Trennung von Job und Familie erfolgt bei mir zeitlich und das sehr effektiv – ohne Bilderrahmen auf dem Schreibtisch.

7. Du hast 3 Tage kinderfrei, was machst Du mit der freien Zeit?

Viel Essen bestellen, auf der Couch bei mehreren Filmen und Serien speisen und viel mehr am Rechner sitzen. Zwischendurch mit dem Mann Konsolenspiele zocken und ungestört reden. Aufgeräumt wird erst, bevor die Kinder nach Hause kommen. Traumhaft, oder?

8. Wie schaffst Du es, neben Deiner Arbeit/Deinen Aufgaben als Mama zu bloggen, zu twittern, etc?

Dank Smartphone läuft Social Media viel nebenbei bzw. zwischen den Tätigkeiten Wickeln / Spielen / Füttern. Blogposts kann ich nur schreiben, wenn mein Baby schläft, manchmal mittags, meist jedoch in den Abendstunden, wenn er (endlich) schläft. Die Abendroutine übernimmt meist mein Mann (erwähnte ich, wie toll er ist?).

9. Hast Du schon einmal schlechte Erfahrungen damit gemacht, dass du anderen einen Einblick in Euer Familienleben gibst?

Nein. Ich zeige meine Kinder nicht von vorne, schreibe nicht über jedes Detail meines Privatlebens und blogge so, dass ich mich der Familie und Freunden gegenüber noch sehen lassen kann. Mein Beitrag über’s Impfen mit 9 Monaten ging hingegen ab wie Schmitzs Katze. Impfgegner und Befürworter versammelten sich auf meinem Blog und schmissen sich Studien an den Kopf. Muss man mögen.

Liebe Sarah, vielen Dank für Deine Antworten! Ich wünsche Dir an dieser Stelle alles Gute im neuen Job! Ich hoffe sehr für Dich, dass er hält, was er verspricht 😉

Möchtet Ihr Euch ebenfalls meinen Fragen zum Thema „Sag mal, wie wuppst Du das?“ stellen? Dann schreibt mir einfach eine Mail an mama.schulze(at)gmx.de

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