Blogparade, Wie wuppst Du das?
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Sag mal, wie wuppst Du das, Marsha?

Ich freue mich sehr darüber, dass Marsha von Mutter&Söhnchen mir meine Fragen zur Vereinbarkeit beantwortet hat. Denn ich kenne Marsha, den Iroman, HerrSjardinski und MisterWin auch im wirklichen Leben. Die ganze Familie wohnt nicht weit von uns entfernt, was wir schon das eine und andere Mal für ein Treffen genutzt haben. Die Marsha ist nämlich eine Nette 😉 Und der Rest ihrer Familie auch!

So kam es auch, dass wir uns ein gemeinsames Projekt ausgedacht haben: iGude – der Muddicheck. Den gab es bisher erst ein Mal, aber das wird sich noch ändern!

Marsha hat sich nebenberuflich selbständig gemacht. Da ihr jüngerer Sohn noch nicht in eine Betreuung geht, ist das ein ganz schön happiges Tagesprogramm. Das stellt sie natürlich vor komplizierte Fragen der Vereinbarkeit. Aber, lest selbst, wie sie das wuppt. Viel Spaß!

Vorname: Marsha

Alter: 34, aber pssst, offiziell bin ich 29+

Mutter von: HerrnSjardinski (2010) und MisterWin (2014)

Lebst Du mit dem Vater Deinesr Kinder zusammen?: Ja, wir sind seit 12 Jahren zusammen und seit 6 Jahren verheiratet.

Wohnort:  Karben, das ist in der Nähe von Frankfurt am Main

Deine Seiten im Netz (Blog/Twitter/Instagram/etc.): Blog: www.mutterundsoehnchen.com Twitter: @Marsha_ Insta: herrsjardinski https://instagram.com/herrsjardinski/

Facebook: Mutter&Söhnchen https://www.facebook.com/mutterundsoehnchen?ref=hl

Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Bist Du happy damit?

Da ich mich vor kurzem als Online-PRlerin selbständig gemacht habe, arbeite ich von zu Hause aus. Nebenberuflich, da ich ja noch in Elternzeit bin, aber gerade nicht halbtags in meiner Agentur arbeiten kann. Für meine Freelancer-Arbeiten hat mein Mann seinen Vollzeit 40-Stunden-Job um einen halben Tag reduziert. Wir haben nämlich aktuell noch keinen U3-Platz für MisterWin. Den wird er – so habe ich es jedenfalls mündlich mitgeteilt bekommen – Anfang nächsten Jahres bekommen. Daher muss ich mich arbeitsmäßig schon straff organisieren – den halben Tag laste ich voll aus. Und während des Mittagsschlafs oder auch mal abends wird der Rest meiner PR-Arbeiten und meine Bloggerei gewuppt.

Irgendwie kommt dadurch gerade alles zu kurz. Sei es Familienleben, die Zeit mit den Kindern, der Blog, die Auftragsarbeiten, die Partnerschaft und auch meine „me-time“ – überall muss ich Abstriche machen. Ich hetze gerade so durch den Alltag und bin super froh, wenn ich nächstes Jahr mit den kinderfreien Vormittagen etwas mehr Teilung zwischen Arbeits- und Freizeitleben bekomme.

Wie werden Deine Kinder in der Zeit betreut? Funktioniert das gut?

HerrSjardinski ist von 9 bis 14 Uhr im Kindergarten. Eigentlich ist er um 8 angemeldet, aber wir schaffen es nicht, früher ihn abzuliefern. Meistens mag der nämlich bei seinem Bruder bleiben. Da kostet es uns ungefähr 30 Minuten Überzeugungskraft, um ihn zu motivieren. Ultra anstrengend. Das wird sich dann hoffentlich ändern, sobald MisterWin in die U3-Betreuung kommt.

Einmal die Woche wird der feine Herr noch von meiner Schwiegermutter abgeholt. Einen Vormittag bei der Oma ist jetzt auch für den Mister eingeplant, damit ich Termine wahrnehmen und mir meine Arbeit besser einteilen kann.

Haben Du und Dein Mann eine Arbeitsteilung was das/die Kind/er betrifft und wie gestaltet sie sich? Läuft die Organisation gut?

Klar haben wir eine Arbeitsteilung, auch wenn ich den Großteil der Betreuungszeit übernehme. Außerhalb des Arbeitsalltags des Mannes haben wir ne 50:50 Teilung.

Morgens mache ich den kleinen Sohn und er den großen fertig – er übernimmt auch den Bringdienst in den Kindergarten. An meinem Arbeitsnachmittag geht mein Mann mit zum Karatetraining und gestaltet auch sonst den Nachmittag. Und auch abends teilen wir uns Bettgehen usw. auf.

Ich finde das auch wirklich wichtig, dass meine Kinder von der Bindung her keinen großen Unterschied zwischen Mama und Papa machen. Jeder macht alles, auch die unangenehmen Seiten des Elternseins – vom Wegwischen diverser Körperausscheidungen bis hin zur schlaflosen Nacht. Als HerrSjardinski beispielsweise im Sommer zwei Nächte im Krankenhaus bleiben musste, war der Papa an seiner Seite, während ich beim Mini geblieben bin. Das klappte super. So kann jeder von uns auch mal sich ausklinken, wenn es nötig ist z.B. wenn man ausgehen will oder selbst krank ist.

Bleibt in Deinem Alltag auch noch Zeit für Dich ganz persönlich übrig? Wie nutzt Du sie?

Im Moment ist die ziemlich knapp – so ca. eins, zwei Stunden abends vor Schlafen. Die nutze ich selten zum Schreiben, meistens schaue ich einfach nur fern oder lese ein Fantasy-Buch. Abendliche Verabredungen sind rar geworden, da der Mister so schlecht schläft (er wird 2 bis 8 Mal wach). Da bin ich für alles andere einfach zu müde, platt und unmotiviert.

Bist Du glücklich mit der Organisation Deines Arbeits- und Familienlebens? Was klappt besonders gut, wo könnte nachgebessert werden?

Im Moment bin ich mit der ganzen Situation ziemlich unglücklich. Mir fehlt einfach die Zeit, meine Arbeit und den Haushalt zu schaffen, ohne dass ständig ein Kind dabei ist. Das hört sich vielleicht blöd an, aber ich trenne lieber die Arbeit von meiner Mutterrolle. Vormittags muss ich oft Mails schreiben, Telefonieren oder einen Text fertig machen und nebenbei noch den Wäscheberg bewältigen. Das in die Mittagsschlfszeit zu packen ist schon echt knackig. Alleine was mit dem Mini unternehmen oder intensiv spielen kommt für meinen Geschmack viel zu kurz. Das möchte ich eigentlich nicht so. Wenn ich mit meinen Kindern zusammen bin, möchte ich auch mich voll auf sie konzentrieren können. Und dann ist ja noch der Mann, der auch Zeit mit mir verbringen will. Ich werde allem gerade einfach nicht gerecht. Das frustet. Aber gut – es wird sich ja bald ändern. Und dann ist die Situation wirklich perfekt, da ich ja von zu Hause Arbeiten und mich frei organisieren kann.

Marsha von Mutter&Söhnchen

Marsha von Mutter&Söhnchen

3 Tipps, die Du Mamas geben würdest, die wieder ins Berufsleben starten?

Oh je – ich weiß nicht ob ich da Tipps geben kann. Ich merke gerade selbst, wie viel anstrengender es mit zwei Kindern ist. Vielleicht einfach: Vergesst, euren Einstieg im Vorhinein detailliert zu planen. Lasst es auf euch zukommen. Denn bei den Komponenten eigene Psyche/Motivation, Temperament des Kindes, Betreuungsmöglichkeiten und Arbeitssituation kann schnell etwas eben nicht so passen, wie man es sich vorgestellt hat. Dann lieber schauen, wie es kommt und das Beste draus machen. Und vielleicht mit Plan B glücklich werden.

Du hast 3 Tage kinderfrei, was machst Du mit der freien Zeit?

Ich würde einen Tag nur rumgammeln: Schlafen, Fernsehen und mit dem Mann kuscheln. Am zweiten Tag würde es mich wohl in den Fingern jucken und irgendwas total beknacktes wie Ablage oder Steuererklärung machen. Ich muss gestehen, dass ich sowas total entspannend finde. Ich Freak. Tag drei würde ich die Kids wohl sehr vermissen.

Wie schaffst Du es, neben Deiner Arbeit/Deinen Aufgaben als Mama zu bloggen, zu twittern, etc?

Meistens mache ich das „nebenbei“, während des Mittagsschlafs oder Abends. Im Moment habe ich das „Nebenbei“ allerdings sehr reduziert, da ich nicht permanent mit dem Handy neben den Kindern hocken mag. Und das Wochenende ist Familienzeit – da ist bloggen oder twittern eher eine Ausnahme. Mein Zeitfenster ist also sehr sehr klein.

Hast Du schon einmal schlechte Erfahrungen damit gemacht, dass du anderen einen Einblickin Euer Familienleben gibst?

Ja, im engsten Freundeskreis. Ich hatte – ohne Details oder Namen zu nennen – eine Situation unter Freundinnen beschrieben, die ihre Babys und deren Entwicklung permanent vergleichen müssen, und wie mich das belastet hat. Und schwups, hatte ich eine Nachricht der betroffenen zwei Freundinnen, dass man lieber eine „Freundschaftpause“ einlegen will, weil ich das nie erwähnt hätte und es das letzte wäre, öffentlich darüber zu schreiben. Kurz darauf folgte noch ein sehr böser Brief voller Vorwürfe. Ich war mal wieder – wie so oft – die Schuldige mit der mangelnden Empathie. Seit einem Jahr ist Funkstille. Ein bisschen traurig, aber mittlerweile bin ich froh. Im Nachhinein fallen mir so viele Dinge auf, die in der Freundschaft nicht gestimmt haben. Andererseits hat mich die Situation vorsichtig gemacht, Sachen über Personen aus dem Umfeld zu schreiben, und seien es noch so „kleine Statisten“ meines Familienlebens.

Vielen lieben Dank, Marsha, dass Du mitgemacht und mir meine Fragen zur Vereinbarkeit beeantwortet hast! Ich wünsche Dir von Herzen, dass Dein Alltag mit Beginn des nächsten Jahres & dem Beginn von MisterWins Kitazeit stressfreier wird!

1 Kommentare

  1. Hallo,

    Berufsalltag und Familie. Obwohl meine Kinder mit 9 und 7 schon deutlich größer sind, finde ich es auch unheimlich anstrengend alles unter einen Hute zu bekommen.
    Beide sind morgens bis mittags in der Schule, während der Zeit bin ich auf Arbeit, ich komme nach Hause und beide sind oft schon da. Mittagessen, Hausaufgaben machen, Haushalt, Nachmittagsprogramm, oft habe ich das Gefühl dass jeder einzelne Bereich in meinem Leben nur der Bekämpfung des sonst ausbrechenden Chaos gerecht wird.
    Mamazeit habe ich montags – hier gehe ich um 18 Uhr zu Yoga. Wehe die Yogastunde fällt aus, dann bin ich die ganze Woche unaustehlich weil mir der Ausgleich fehlt.
    Mein Man unterstützt wo er kann, aber mit Fulltimejob nicht mal eben nebenher machbar.
    Ich gebe Marsha recht, planen kann man so etwas von vornherein vielleicht, laufen wird es ganz anders! Dafür sorgen die Kinder und das Leben.
    Tauschen möchte ich trotzdem nicht, so viel Freude und Lachen wie meine Familie jeden Tag in mein Leben bringt, die Liebe welche ich erfahre und die Hoffnung, das alles immer gut wird, die beide ausstrahlen gibt auch mir Kraft.
    Tolles Interview!

    Grüße
    Julia

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