berufstätig, Erfahrung, Wie wuppst Du das?
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Sag mal, wie wuppst Du das, Helena?

Heute geht es weiter mit meinen Mamainterviews im August aus der Reihe Mama’s Projekte 2014 (mehr zu meinen Projekten 2014 findet Ihr hier).

Diesmal hat mir die „Schlimme Helena“ Rede und Antwort gestanden, eine erfolgreiche Bloggerin und Twitterlady, der ich schon seit geraumer Zeit folge. Ich kann Sie Euch nur wärmstens empfehlen, denn Sie macht mit viel Charme und noch mehr schwarzem Humor ihrem Namen alle Ehre.

Vorname: “Helena“

Alter: 35

Mutter von: einem Sohn (2011) und einer Tochter (2007)

Stadt: bei München

Deine Seiten im Netz (Blog/Twitter/Instagram/etc.): http://dieschlimmehelena.wordpress.com/  https://twitter.com/SchlimmeHelena

 
 
„Helena“
Fragen:
1. Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Bist Du happy damit?
Ganz profan mit morgens früh aufstehen, Kinder und mich für den Tag startklar machen, evtl. Kinder in die Betreuung/Schule bringen und dann ca. je 1 Stunde pendeln, 8 Stunden Büro und abends Kinder aus Kita und Hort einsammeln und das gemeinsame Abendprogramm.
Ich bin insgesamt recht zufrieden damit. Je nachdem was am Tag geschehen ist mal mehr, mal weniger.
2. Wie werden Deine Kinder in der Zeit betreut? Funktioniert das gut?
Mein Sohn geht in eine konfessionelle Kindertagesstätte, in der er nach dem Sommer in die Kindergartengruppe wechselt. Die Tochter hat Schule und anschließend eine Minihortgruppe mit einem Betreuungsschlüssel 1:5.
Die Betreuung hat sich inzwischen bei beiden gut eingespielt. Und ich vertraue den Betreuern der Kinder so, dass ich ohne mir tagsüber Gedanken zu machen arbeiten kann. Wenn ich mir dann anschaue, wie sich die zwei entwickeln, dann kann ich sagen, dass es prima funktioniert.

3. Haben Du und Dein Mann eine Arbeitsteilung was das/die Kind/er betrifft und wie gestaltet sie sich? Läuft die Organisation gut?

Mein Mann ist im Außendienst tätig, mit relativ viel Reiseanteil. Wenn er daheim ist, bringt er die Kinder morgens und ich kann gleich durchfahren ins Büro. Wenn nicht, dann mache ich das. Stehen Termine in Schule oder Kita an, mache ich Homeoffice und kann so auch mal 2 Stunden weg vom Rechner. Meine Kollegen unterstützen mich dabei sehr. Insgesamt ist es ein Glück, dass mein Arbeitsplatz sehr flexibel ist. Wie das mit starreren Vorgaben gehen sollte, will ich nicht wissen. Das wäre vermutlich ein Stressfaktor für mich. Ansonsten gibt es bei uns keine starre Arbeitsteilung. Es hängt immer davon ab wer wie viel Kapazitäten frei hat gerade.

4.Bleibt in Deinem Alltag auch noch Zeit für Dich ganz persönlich übrig? Wie nutzt Du sie?

Zeit bleibt nie übrig. Zeit muss man sich nehmen für die Dinge, die einem wichtig sind. Ob das die Kinder sind oder man selber (oder sogar der Haushalt…). Für mich backe ich gerne, weil mich das einfach am besten abschalten lässt. Da meine Familie nicht viel Kuchen isst, freuen sich die Kollegen im Büro da dann drüber, was wiederum das Arbeiten netter macht.

Ansonsten lese, schreibe und denke ich gerne so vor mich hin. Einen Teil davon lasse ich über die verschiedenen Kanäle im Netz raus. Das entspannt mich auch. Sehr sogar!

5. Bist Du glücklich mit der Organisation Deines Arbeits- und Familienlebens? Was klappt besonders gut, wo könnte nachgebessert werden?

Glücklich, was für ein schweres Wort. Das ist in der Tat unterschiedlich. Es gibt sowohl die Phasen, in denen ich glücklich bin und auch solche, in denen ich zweifle, ob mein Lebensmodell so das richtige ist für uns und auch für mich.

Was mittelfristig sicher auf dem Plan steht ist eine Haushaltshilfe. Denn eigentlich widerstrebt es mir, die wenige Zeit, die wir haben, mit putzen beschäftigt zu sein.
Insgesamt läuft es jedoch sowohl bei den Kindern als auch im Job gerade gut. Ich glaube meine Achillesferse ist tatsächlich der Haushalt.

6. 3 Tipps, die Du Mamas geben würdest, die wieder ins Berufsleben starten?

Vielleicht keine der Tipps. Aber ich kann empfehlen sich Gedanken zu machen inwieweit man bereit ist sich für einen Arbeitgeber einzubringen. Sowohl zeitlich als auch was die Flexibilität betrifft. Man sollte wissen warum man arbeiten möchte. Was man einem Arbeitgeber bieten kann und was man im Gegenzug erwartet. Dann kann man auch im Bewerbungsgespräch ganz anders auftreten.

Dazu würde ich den Fokus im Gespräch immer auf das Fachliche legen, nicht auf den Mutterstatus. Kinder sind etwas völlig normales. Aber mit beruflicher Qualifikation haben sie nur selten was zu tun.

7. Du hast 3 Tage kinderfrei, was machst Du mit der freien Zeit?

Ich habe bald sogar mehr als 3 Tage kinderfrei, durch die langen Sommerferien. Meine Pläne sind ein paar Treffen mit Freunden, die derzeit zu kurz kommen, das Sofa von seiner Kleinkindpatina zu befreien und abends im Garten sitzen und ein Buch lesen, telefonieren, exzessives Baden und vielleicht kaufe ich sogar mal alleine Anziehsachen nur für mich.

8. Wie schaffst Du es, neben Deiner Arbeit/Deinen Aufgaben als Mama zu bloggen, zu twittern, etc?
Das Bloggen ist derzeit recht eingeschlafen, weil ich gerade versuche an etwas anderem zu schreiben. Twittern geht jedoch immer wieder zwischendurch. Ich bin da sehr dankbar drum. Denn die ganzen wirren und teilweise auch bösen Gedanken, kann ich so ausspucken und muss sie nicht in unpassenden Situationen runterschlucken. Für mich ist das ein Glück mich über diese Kanäle ausdrücken zu können, wenn mir danach ist.

9. Hast Du schon einmal schlechte Erfahrungen damit gemacht, dass du anderen einen Einblick in Euer Familienleben gibst?

Dadurch, dass ich teilweise ironische und evtl. auch mal zynische Tweets schreibe –auch über die Kinder- scheine ich bei manchen den Eindruck zu erwecken eine ganz furchtbare, verbitterte und kalte Mutter zu sein. Der Hobbypsychologe in mir denkt sich dann seinen Teil. Allerdings gab es da auch schon Reaktionen, die wirklich jenseits jeglicher Meinungsfreiheit waren. Also ja, leider habe ich auch schlechte Erfahrungen damit gemacht.
Helena plus Kind
Vielen Dank, liebe Helena 😉

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2 Kommentare

  1. @Mama on the rocks: Vielen Dank! Heute geht es weiter mit Christine von „Mama arbeitet“ … und bei Dir lese ich auch immer mal wieder vorbei 😉

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