Erfahrung, Wie wuppst Du das?
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Sag mal, wie wuppst Du das, Andrea?

Die liebe Andrea alias MeWorkingMom durfte ich Anfang des Jahres bei einem Blogger-Event kennenlernen. Auf Anhieb haben wir uns gut verstanden- so gut, dass wir uns auf der Republica im Mai wiedergetroffen haben. Da wurde die Sympathie noch größer- und seitdem sind wir öfter in Kontakt.

Ich bewundere Andrea, weil sie nahezu Vollzeit arbeitet und das inklusive 3 Kindern. Ja, das ist stressig, aber es macht ihr großen Spaß! Und, wenn Mama glücklich ist, ist es der Rest der Mannschaft auch! Sie bewahrt dabei immer einen kühlen Kopf UND akzeptiert andere Lebensmodelle. „Jeder so, wie er mag und wie es für ihn am besten passt“, ist ihr Motto. Das hat sie sehr treffend im Artikel „Ihr lieben Mütter da draussen“ zusammengefasst, in dem sie zu mehr Toleranz unter Müttern aufruft. Denn es ist manchmal echt schlimm, wie manche Mütter sich gegenseitig für ihre Lebenskonzeptefertig machen…

Andrea alias Me Working Mom im Training

Andrea alias Me Working Mom im Training

Neben Job & Kindern macht Andrea auch noch Triathlon! Und nein, das bedeutet kein Stress für sie, das ist ihr Ausgleich. Und auf Grundlage ihres Sports hat sie eine ganz wundervolle Aktion ausgelobt: Mit Meine Muskeln für MS will sie durch die Teilnahme an verschiedenen Wettkämpfen/Volksläufen Geld sammeln für die Online-Plattform Lifestyle & MS, die Patienten- und Therapeuten informiert und schult. Und Ihr könnt Sie mit Eurer Spende tatkräftig unterstüzten:

1. Geht auf ihre Spendenaktion bei betterplace.org
2. Spendet einen Betrag Eurer Wahl. Ob 3€ oder 30€ ist dabei vollkommen egal.
3. Veranlasst per Paypal, Kreditkarte, Überweisung oder Giro-Pay Eure Spende.
4. Ihr erhaltet Eure Spendenquittung per Post (Somit könnt ihre Eure Spende steuerlich geltend machen).

Andrea

Andrea

Vorname: Andrea

Alter: 37

Mutter von: 3 Kindern (8, 5 und 3)

Stadt: München

Deine Seiten im Netz (Blog/Twitter/Instagram/etc.):

Blog: http://meworkingmom.com

Twitter: www.twitter.com/meworkingmom

Facebook: https://www.facebook.com/MunichsWorkingMom

 

Andera mit Tochter auf bayrisch

Andera mit Tochter auf bayrisch

1.Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Bist Du happy damit?

Wir stehen um 6.15 Uhr auf – um kurz nach 7 muss der Große aus dem Haus sein. Ich kümmere mich in der Zeit um ihn, während mein Mann sich fertig macht. Ab ca. 7.15 Uhr tauschen wir die Rollen und ich verschwinde ins Bad und mein Mann kümmert sich um die Kinder. Um 8.30h sind die Kleinen in der Kita und ich um 9.00 Uhr in der Arbeit. Hier arbeite ich bis 15.30 Uhr – danach hole ich die Kinder ab.
Dann gibt es noch die Tage, an denen ich auf Geschäftsreise bin – hier kommt Nachmittags ein Babysitter –und bei längeren Reisen sind auch mal meine Schwiegereltern für ein paar Tage bei uns.

Wie werden Deine Kinder in der Zeit betreut? Funktioniert das gut?

Die Kleinen gehen zusammen in eine Kita. Meine Tochter ( seit März 3 Jahre ) noch in die Krippe – der Mittlere in den Kindergarten.
Der Große geht nach der Schule in den Hort und kommt von dort um 16.00 Uhr zu Fuß nach Hause.
Beide Einrichtungen sind wirklich toll und die Kinder gehen sehr gerne dort hin. Die Betreuungssituation vor Ort ist recht gut.

Haben Du und Dein Mann eine Arbeitsteilung was das/die Kind/er betrifft und wie gestaltet sie sich? Läuft die Organisation gut?

Wir entscheiden das von Tag zu Tag. Je nachdem, wer mehr Zeitressourcen hat. Mein Mann bringt sich bei Allem rund um Kinder und Haushalt absolut gleichwertig ein – anders wäre das auch gar nicht zu machen.
In 2014 hat mein Mann ein Sabbatical genommen und war ein Jahr lang Hausmann. Wir waren davor schon immer gleichberechtigt bei Job und Kindern – dennoch hat diese Zeit uns beim „Sehen und Wertschätzen“ der Herausforderung Vereinbarkeit noch mal sehr geholfen.

Bleibt in Deinem Alltag auch noch Zeit für Dich ganz persönlich übrig? Wie nutzt Du sie?

Ich denke, daß Geheimnis ist, daß man sich die Zeit nimmt und zugesteht.

Ich versuche, 3mal die Woche Sport zu machen – denn das tut mir gut und hilft mir zu entspannen und fit zu bleiben. Dies mach ich entweder abends, morgens oder am Wochenende. Oft versuche ich, das auch mit den Kindern zu verbinden und lasse sie z.B. mit dem Rad mitfahren, während ich laufen gehe.

Bist Du glücklich mit der Organisation Deines Arbeits- und Familienlebens? Was klappt besonders gut, wo könnte nachgebessert werden?

Grundsätzlich bin ich zufrieden damit. Klar gibt es Tage, an denen die Dinge besser klappen und Tage an denen läuft nichts so wie ich will.

Ich habe einen wirklich tollen, flexiblen Arbeitgeber – das macht sehr vieles einfacher. Geschäftsreisen versuchen wir immer ein paar Wochen im Voraus zu planen und ich kann nach Bedarf auch Homeoffice machen. Das ist in Sachen Vereinbarkeit ideal.
Was mir am meisten fehlt ist Paarzeit und auch das Gefühl, diese wirklich genießen zu können. Mein Kopf ist oft noch voll mit Dingen, die zu erledigen sind – da fällt es mir dann schwer abzuschalten!

Letztes Jahr war ich mit meinem Mann für ein langes Wochenende in Amsterdam. Von diesem Trip zehren wir noch heute. Auch wenn es echt Zeit wird für eine neuen Pärchentripp.

3 Tipps, die Du Mamas geben würdest, die wieder ins Berufsleben starten?
  1. Haltet auch in Eurer Elternzeit Kontakt zu Eurem Arbeitgeber. Geht zu Firmenfeiern oder auch mal mit den Kollegen in die Mittagspause. Das hilft, um auf dem Laufenden zu bleiben.
  2. Macht Euch frühzeitig Gedanken darüber, wann und wie ihr wieder zurück in den Job wollt. Besprecht es auch mit Eurem Partner und gleicht Eure Erwartungen und Einsatzbereitschaft ab. Ideal ist es, wenn ihr schon vor der Geburt eine grobe Vorstellung davon habt, wann und wie ihr später wieder in den Job zurückkehrt. Sprecht mit Eurem Arbeitgeber über die verschiedenen Möglichkeiten. So gebt auch ihr ihm eine Möglichkeit, zu planen.
  3. Versucht, wenn es bei Eurem Job Möglich ist, Euch ein Homeoffice-Recht im Notfall mit in den Arbeitsvertrag schreiben zu lassen. So könnt ihr Fehltage wegen kranker Kinder oder Kita-Schliesstage besser ausgleichen. Euer Partner sollte dies ebenso tun.
Du hast 3 Tage kinderfrei, was machst Du mit der freien Zeit?

Ich würde wieder wegfahren mit meinem Mann. Diesmal nach Stockholm, Oslo oder auch wieder Amsterdam. Einfach gemeinsam durch die Stadt flanieren – Zeit zu zweit mit guten Gesprächen, Essen und leckerem Wein.

Wie schaffst Du es, neben Deiner Arbeit/Deinen Aufgaben als Mama zu bloggen, zu twittern, etc?

Ich habe keinen Plan. Das hilft. Manchmal blogge ich 3 mal die Woche – manchmal 3 Wochen gar nicht.
Meistens am Abend. Wenn die Kinder da bzw. wach sind, komme ich eigentlich nie dazu.
Für mich ist Bloggen so was wie mein Tor nach draussen. Mit vollzeitnahem Job und Kindern fehlt oft die Zeit für persönlichen Austausch. Mein Blog, Twitter und Co. sind für mich hier ein toller Kanal dies zu tun.

Hast Du schon einmal schlechte Erfahrungen damit gemacht, dass du anderen einen Einblick in Euer Familienleben gibst?

Nein, bis jetzt noch nicht. Aber ich gehe auch vorsichtig damit um, wem ich erzähle, dass ich blogge.
Viele Menschen im meinem persönlichen Umfeld wissen gar nichts davon.

Vielen lieben Dank, Andrea, für Deine offenen Antworten 😉

Wollt Ihr auch bei meiner Reihe „Sag mal, wie wuppst Du das?“ mitmachen? Dann schreibt mir eine Mail an Mama.Schulze@gmx.de. Ich freue mich!

 

4 Kommentare

  1. Schön, dass es eben doch geht mit der Vereinbarkeit- sogar mit 3 Kindern. Für mich immer der wichtigste Punkt: Wenn der Mann (wirklich) zu 50% mitmacht, ist es möglich und das scheint bei Andrea der Fall zu sein. Toll auch, dass Sie ihren Sport weitermacht, denn man muss ja auch noch etwas für sich selber tun. Respekt!

  2. Im Team ist ja eigentlich alles schöner. Auch das mit der Vereinbarkeit. Ich habe da wirklich einen tollen Partner neben mir, über den ich sehr dankbar bin Anja.

    Ich glaube übrigens nach heutigem Standard wäre ich als Kind wahrscheinlich mit ADHS diagnostiziert worden. Heute als erwachsene Frau bündel ich meine ganze Energie einfach und dabei kommt dann eben Job, Kids und Sport raus.

    Danke für Eure lieben Worte!

  3. Pingback: Sag mal, wie wuppst Du das, Stephi? - Mama Schulze

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