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Parkinson: Stürme im Gehirn (Werbung)

Dies ist ein Blog, der sich um mein Leben mit Multipler Sklerose dreht. Multiple Sklerose ist eine neurologische Erkrankung, das bedeutet, dass die Nerven von ihr betroffen sind. Und sie ist bisher noch unheilbar. Das Tückische an einer unheilbaren Krankheit ist nicht nur, dass es keine Heilung für sie gibt, sondern auch, dass man sich als Erkrankter seinen Weg zwischen den vielen verschiedenen Therapieansätzen und Meinungen von Ärzten, Gelehrten und Heilern suchen muss. Das ist ein langwieriger Prozess und verlangt viel Zeit. Schließlich muss man sich eingehend mit der Erkrankung beschäftigen, sich einlesen und immer wieder neu informieren. Und dafür braucht man viel Selbstbewusstsein, um seine Meinung und auch seine eigene Erfahrung – auch gegenüber Ärzten – zu vertreten. Das ist nicht nur bei der Multiplen Sklerose so, sondern bei allen unheilbaren, chronischen Erkrankungen.

Stürme im Gehinr

Warum habe ich das Buch zu Parkinson gelesen?

Der preisgekrönte Medizinjournalist Jon Palfreman beschreibt seinen Weg, mit der Erkrankung Parkinson umzugehen in dem Buch „Stürme im Gehirn„. Auch Parkinson ist eine bisher unheilbare neurologische Krankheit. Und wahrscheinlich kennt Ihr – genauso wie ich – mindestens ein bis zwei Personen, die an ihr erkrankt sind. Aufgrund dieser Parallelen habe ich direkt zugesagt, als ich gefragt wurde, ob ich das Buch lesen und darüber berichten möchte. Zum einen weiß ich noch nicht viel über diese Krankheit, außer dass sie oft einen sogenannten Tremor (das Schlackern der Gliedmaßen) verursacht und meistens ältere Menschen damit betroffen sind. Zum anderen interessierte mich, wie eine andere Person mit der Diagnose einer unheilbaren Krankheit umgeht und ihren Weg und eine optimale Therapie für sich sucht.

Stürme im Gehirn

Worum geht’s?

In „Stürme im Gehirn“ berichtet Palfreman unter anderem von seiner Diagnose, erklärt den langen Weg der Parkinson-Diagnose und stellt alte und neue Therapieansätze sowie neue Heilmittel vor. Die Informationen sind sehr dicht und für Betroffene und Angehörige eine große Hilfe. Dabei würde ich die Lektüre nicht als lockeren Samstagabend-Roman verstehen, sondern eher als Nachschlagewerk, um sich mit den Zusammenhängen der Erkrankung, den neuesten Therapieansätzen und der eigenen Erfahrung eines Erkrankten vertraut zu machen. Trotzdem ist es so geschrieben, dass man es einfach und ohne medizinische Vorkenntnisse lesen kann. Hier kann man den Journalisten Jon Palfreman deutlich herauslesen, der es gewohnt ist, schwierige Zusammenhänge möglichst einfach zu erklären.

Warum empfehlenswert?

Wie gesagt, wahrscheinlich kennt Ihr ebenfalls Menschen, die an Parkinson erkrankt sind?! Ich habe direkt zwei in meinem näheren Umfeld. Und ich weiß durch die Multiple Sklerose, dass vieles einfacher wird, wenn Familie und Freunde mehr über die Erkrankung wissen, mit der man lebt. Um sich einen Überblick über die Parkinson-Krankheit zu verschaffen, eignet sich „Stürme im Gehirn“ bestens. Darüber hinaus sind sich viele Erkrankungen sehr ähnlich. Kennt man eine, weiß man zeitgleich viel über eine andere. Bei Parkinson ist es so, dass sich eine große Ähnlichkeit zur Alzheimer-Erkrankung abzeichnet. Es ist davon auszugehen, dass bei einer Heilung der ersten auch die Heilung der zweiten möglich wird.

Falls Ihr im WWW oder auf den Social-Media-Kanälen nach weiteren Berichten zu diesem Buch sucht, empfehle ich Euch die Hashtags #parkinson und #medizingeschichte. Weitere Informationen zum Buch findet Ihr auf der Seite von Stürme im Gehirn. Dieser Artikel wurde vom Beltz Verlag gesponsert.

Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr auch Menschen mit Parkinson in Eurem Umfeld? Könnt Ihr Euch vorstellen, „Stürme im Gehirn“ zu lesen?

 

2 Kommentare

  1. Kerstin sagt

    Hallo JuSu!;
    Ich überlege mir gerade dieses Buch zu kaufen. Ich vermute, dass mein Vater Parkinson haben könnte. Er hat seit längerem einen Tremor in einem Arm, der schlimmer wird. Er ist gerade in Rente gegangen und weigert sich leider zum Arzt zu gehen. Er ist sehr verkopft und ich vermute,dass er Angst hat, dass es Parkinson sein könnte. Ich bin da ziemlich hilflos.
    Vielleicht gibt mir das Buch einen Ansatz wie ich ihn zum Arztbesuch überreden könnte.
    LG Kerstin

    • Liebe Kerstin, o, dann drücke ich die Daumen, dass er gehen wird. Das ist eine blöde Situation, die ich leider nur zu gut kenne. Aber es hilft nix. Die Einschränkung/Veränderung geht ja nicht weg, nur weil man sie ignoriert. Und man kann die Krankheit zwar nicht heilen, aber mit Medis verzögern. Alles Gute Euch!

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