Erfahrung, Papa Schulze
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Papa von Mädchen bis Du, wenn…

Ich habe neulich Papa Schulze beobachtet, wie er mit unseren beiden Töchtern umgeht. Wie er sie anzieht, wie er ihnen die gewünschte Frisur macht, wie er ihnen die Brote schmiert, mit ihnen lacht, mit ihnen schimpft und mit ihnen kuschelt. Wie er heute eine richtiger Mädchenpapa ist und die Bedürfnisse unserer Schnecken genauestens kennt und sich auf sie einlässt.

Papa Schulze mit seinen Mädchen

Papa Schulze mit seinen Mädchen

Nun kenne ich Papa Schulze schon seit 12 Jahren. Als wir uns in unserer Studienzeit kennengelernt haben, war er ein cooler Typ. Ist er heute noch. Er achtet auf sein Aussehen und kleidet sich sowohl im Job als auch privat ‚modern‘. Er hat stets ne coole Sonnenbrille auf, hört viel Musik, geht auf Konzerte und hat immer nen lockeren Spruch auf der Zunge. Auch damals sind wir viel ausgegangen, haben gefeiert und haben die süßen Seiten des Lebens genossen. Die Zeit bis heute ist vergangen wie im Flug. Damals konnte ich mir natürlich noch nicht vorstellen, dass dieser coole Typ irgendwann einmal ein Papa ist. Und dann auch noch ein Mädchenpapa! Denn als Papa von Mädchen lernt ein Mann ganz neue Dinge kennen. Dinge, an die er vielleicht vorher NIE im Traum gedacht hätte. (Wahrscheinlich ist es bei Mamas von Jungs ähnlich?!)

Und daher habe ich sie – in Rücksprache mit Papa Schulze – einmal zusammengetragen, die Dinge, die nur Papas von Mädchen kennen. TATATATA:

Papa von Mädchen bist Du, wenn Du…

1. Zöpfe flechten kannst und den Unterschied zwischen Mozartzopf und Pipi-Langstrumpf-Zöpfen kennst.

Denn damit hast Du sicherlich nicht in deiner Jugend gerechnet: Dass Du irgendwann einmal einen Zopf flechtest und erst dann fertig bist, wenn er der Tochter gefällt. Papa Schulze hat gelernt, den Mädels Frisuren zu zaubern. Dabei ist er teilweise besser als ich. Er kann die perfekten Pipi-Langstrumpf-Zöpfe, er versucht sich im Flechten und hört sich jeden Morgen aufs Neue mit einer Seelenruhe den Frisurenwunsch unserer Töchter an. Und dann kämpft er sich durch bis die beiden mit ihrer Haarpracht zufrieden sind.

2. das ganze Kinderzimmer nach der Schmetterlingshaarspange (und nicht nach der Blumenhaarspange!) auf den Kopf stellst. Und zwar JETZT! SOFORT!

Denn nur Du verstehst die Brisanz dahinter, wenn die EINE Spange fehlt. Jede Mutter weiß, dass es auch noch eine andere Spange gibt. Und wenn es keine Spange gibt, dann eine Schleife.  Es gibt immer eine Alternative. Aber als Papa von Mädchen bist Du hilflos. Und damit kommen wir schon zum nächsten Punkt. Denn Papa von Mädchen bist Du, wenn Du…

4. Dich mit einem einzigen Augenaufschlag um den Finger wickeln lässt und völlig willenlos einen neuen Pack Glitzeraufkleber kaufst.

Bei Mädchen ist diese Bewegung, glaube ich, bereits genetisch vorgegeben: Sie legen den Kopf etwas schief zur Seite, schauen den Papa von unten an und klimpern mit den Augen. Und schon ist jeglicher Erziehungsgrundsatz dahin. Papa Schulze behauptet zumindest, dass auch er dann nicht anders kann, als nachzugeben. Er sagt, er habe dann keinerlei Wahl…

3. weißt, dass es nur auf Eines ankommt, und zwar P-I-N-K!

Es gibt sie, die anderen Farben: Lila, Gelb oder Orange. Das Mädchen kann die Farben auch unterscheiden. Es sagt auch, dass ihr diese anderen Farben gefallen. Aber trotzdem IST und BLEIBT die Lieblingsfarbe der meisten, ich wage zu behaupten, aller Mädchen zwischen 2 und 5 Jahren PINK. Und damit Eines mal klar ist, Pink ist das Dunklere, Rosa das Hellere!

5. Dir auch mal das Krönchen aufsetzt.

Papa von Mädchen dürfen nicht zimperlich sein. Sie feiern eine Teeparty mit den Puppen Lilly, Franzi und Sanna, sie lassen sich sonntags morgens von der Dreijährigen frisieren und, wenn es sein muss, dann setzen sie sich auch mal das Krönchen auf.

mario

Papa Schulze mit Geburtstagskrönchen

6. den Unterschied zwischen Hello Kitty, Prinzessin Lillifee und Filly kennst.

Die drei Figuren kennst Du nicht? Dann wird es höchste Zeit! Und erlaube es Dir nicht, sie zu verwechseln. Denn jede für sich ist einzigartig und lässt das Herzchen eines kleinen Mädchens höher schlagen. Und, wenn Du dann vielleicht auch noch weißt, dass die Zwillingsschwester von Hello Kitty Mimmy heißt, wirst Du der Star im Kinderzimmer sein.

7. alle Namen der 24 Puppen im Kinderzimmer plus Verwandtschaftsverhältnisse auswendig kennst.

Denn das ist überaus wichtig. Vor allem, wenn Du die unter Punkt 5 angsprochene Tee-Party mitfeiern möchtest. Dann musst Du wissen, dass Lilly die Puppe mit dem weißen Kleid ist. Und Franzi noch zu klein, um Tee zu trinken. Und, dass Sanna, die große Schwester von Lilly, manchmal ganz schön bockig sein kann.

8. weißt, dass pinke und rote Kleidungsstücke nur sehr selten miteinander kombinierbar sind.

Und das ist insbesondere morgens wichtig, wenn die Tochter angezogen wird und Mann noch vor der Mittagspause in der Arbeit ankommen möchte. Dann solltest Du wissen, welche Bekleidungs- und Farbkombinationen zueinander passen. Zur Not kannst Du dich aber auch einfach noch einmal in die Grundlagen der Farbenlehre einlesen…

9. Dich noch daran erinnerst, wie Du früher als pubertierender Junge warst und jetzt schon Angst davor hast, dass Deine Tochter einmal einen wie Dich mit nach Hause bringt.

Der Tag wird kommen. Und, wenn Du Deine süße kleine Tochter anschaust, dreht sich bei dem Gedanken bereits heute Dein Magen um. Denn Du weißt, worauf es Dir in der Pubertät ankam: aufs Knutschen, aufs  Fummeln und an das Andere willst Du noch gar nicht denken. Natürlich hattest Du auch Herzklopfen und hast Deine Freundin vergöttert. Wenigstens vielleicht 3 Wochen lang. Aber Du warst auch ein hormongesteuerter pubertierender Kerl, der nur scharf auf DAS EINE war!

10. plötzlich neben Deiner Mutter und Deiner Frau auch noch ein anderes weibliches Geschöpf abgöttisch lieben kannst.

Zuerst war da nur Deine Mama. Und an dieser obersten Stelle blieb sie für lange lange Zeit. Dann trat Deine Partnerin in Dein Leben und hat Dir gezeigt, dass es auch noch eine andere Frau in Deinem Leben geben kann, neben Deiner Mutter. Du hast Dich mit diesem Gedanken angefreundet und arrangiert. Und nun hast Du eine oder mehrere Töchter. Und Du liebst sie abgöttisch. Und das ist ganz selbstverständlich für Dich.

Fallen Euch noch weitere ein? Oder seid Ihr Mamas von Jungs und könnt aus Euren Erfahrungen erzählen? Dann immer her damit 😉

11 Kommentare

  1. sehr süß, die Punkte kenne ich ausnahmslos alle auch von „unserem“ Papa. Sie sind schon etwas ganz Besonderes, diese Mädchen-Papas 🙂 Liebe Grüße

  2. Sven Engelhardt sagt

    Das glaub ich doch nicht, dass kann mein Hubi alles? Du willst doch auch nur eine neue Haarspange und das auch noch ohne Augenaufschlag :-), sonst würdest Du den Papa doch nicht wirklich so sehr „loben“ oder etwa doch :-)?

    Sehr cool geschrieben übrigens!!!

  3. Wundervoll so einen tollen Papa für seine Mädels zu haben!! Schau ihn an und sei genau so stolz wie ich es auf meinen bin!!
    Auch wenn sie manchmal eigen sind – wir haben tolle – wir haben grandiose Männer!!!!!!!
    Ich drück Dich!
    JesSi Ca

    • Oh, Du hast ja so Recht! Ich liebe ihn auch wirklich von ganzem Herzen :-* Toll, dass Dein Mann auch so ein wundervoller Mädchenpapa ist!

  4. florian Gatz sagt

    Sehr SEHR schön bei /geschrieben ich muss zugeben ich erkenne mich in jedem Punkt wieder naja außer beim flechten der Haare meiner älteren Tochter da stell ich mich noch etwas schusselig an
    Liebe grüße

  5. Frau R aus M sagt

    Sehr schön geschrieben.
    Ich bin eine Jungen-Mama und ich finde einige Parallelen.

    z.B. Die Lieblings-Haarspange ist bei uns der Lieblings-Bus. Der musste bis zum 3. Lebensjahr überall hin. Und wehe, ich hab ihn zwischen den gefühlt 100 anderen Autos nicht gefunden. DIESER Bus musste es sein.

    Ein weiterer Punkt die Farben. Es gab eine Phase (so zwischen 2 und 3,5) da musste MINDESTENS ein Kleidungsstück Grün sein. Am Besten alle (Frosch-look)

    Lego muss möglichst hoch und spektakulär gebaut werden.

    Hier nur einige Punkte

    LG

    Frau R aus M

  6. Ach ja,
    gewisse Ähnlichkeiten kann ich doch erkennen, hihi.
    Wobei ich gestehen muss, dass Väter im Alter etwas unflexibler werden und bequemer und zum frisieren die Haare fehlen 😉
    Ich wäre als Jungsmama absolut ungeeignet, denn da ich als Kind die pink-Phase in diese giftgrünen und orangenen 70ern nicht ausleben konnte ist sie bis heute erhalten geblieben.
    LG
    Martina

  7. Pingback: Mama von Jungs bist Du, wenn... - Mama Schulze

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