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Nach 2 Mädchen ein Junge: Kommt jetzt der Krawall?

Wir bekommen in spätestens einer Woche nach zwei Mädchen mit dem dritten Kind nun einen Jungen. Bei Sarah von mamaskind.de ist es genau andersrum: Sie erwartet nach zwei Jungs bei No. 3 ein Mädchen. Und sie freut sich auf Puppen, rosa Spielzeug und einen Ruhepol zwischen ihren beiden Söhnen- also, zumindest hofft sie in ihrem aktuellen Artikel, dass sich ihr Mädchen dafür begeistern wird.

Sehnsucht nach Blau und Laserschwertern?

Sarah hat mich gefragt, wie ich das sehe, ob ich mich – um nun einmal dem Klischee zu entsprechen – nach 5 Jahren voll Rosa und Glitzer nun auf Blau und Laserschwerter freue?!

Hmmh, ganz ehrlich? Ich weiß es nicht!

Bei mir bzw. bei uns war es eher so, dass wir überhaupt nicht damit gerechnet haben, dass No. 3 ein Junge wird. Nennt uns bescheuert, naiv, oder sonst irgendwas. Nachdem ich mich in der ersten Schwangerschaft noch als die geborene Jungsmama gesehen habe und mich erst mal einen Tag daran gewöhnen musste, dass die MaxiSchnecke eben eine Schnecke und kein Schneckerich ist, bin ich im „Team Mädchen“ total und vollends aufgegangen.

Diesmal ist es eher so, dass ich etwas Respekt vor der für mich neuen Jungswelt habe. Ich bilde mir ein, das Team Mädchen handeln zu können. Da weiß ich, was mich erwartet, auch zum Beispiel, wenn No. 3 ein Mädchen wäre. Und daher hatte ich schon das eine oder andere Mal etwas Muffensausen vor der „neuen Aufgabe“.

Mädchen

Blaues Accessoire aus dem Zimmer vom Schneckerich

Alle Mädchen gleich?

Wobei das eigentlich – mit Abstand betrachtet – ja kein verlässlicher Gedanke ist. Schließlich sind nicht alle Mädchen gleich. OK, Maxi und Mini haben größtenteils die gleichen Interessen. Aber ich glaube, das liegt eher daran, dass Mini sich (noch) an ihrer großen Schwester orientiert und sie als Vorbild nimmt. Sie steht auf die gleichen Spielsachen wie die Große, allerdings hat sie dann doch schon mehr Auto- und Eisenbahnspielzeug als ihre Schwester. Und mehr Jungsfreunde.

Maxi hat eigentlich nur Freundinnen. War sie vor 2 oder 3 Jahren mal noch auf den ein- oder anderen Jungsgeburtstag eingeladen oder hat sich mit einem Jungen zum Spielen verabredet, kam das in den vergangenen 1,5 Jahren eigentlich nicht mehr vor. Mini hat da ihre verlässliche Jungs-Combo.

Aber, worauf ich eigentlich hinaus will: Das nächste Mädchen in unserer Familie hätte ja auch ganz anders sein können als seine großen Schwestern. Vielleicht auch gerade, um sich abzugrenzen. Wer weiß! Natürlich wird der Charakter von der Familie und den Rahmenbedingungen geprägt, aber eben nicht vollständig. Ein Teil ist von Anfang an gegeben- wer weiß, wie ein drittes Mädchen geworden wäre? Vielleicht wäre sie DER Rabauke bei uns geworden- denn das sind die Schnecken definitiv nicht. Auch, wenn ich sie mit den Jungs in unserer Nachbarschaft vergleiche, sind sie definitiv ruhiger und friedliebender. Da weht mir manchmal schon der Testosteronspiegel der wilden 5-Jährigen entgegen…

Mädchen

Der Traum aller Mädchen: Filly-Pferd

Alle Jungs gleich?

Ich kenne laute, krawallige, energiegeladene Jungs, genau so, wie die ruhigeren Vertreter ihres Geschlechts. In meinen bisherhigen Jahren als Mama habe ich schon beide Varianten gehört: dass Jungs einfacher sind als Mädchen, genau so aber auch, dass Mädchen schwieriger, weil zickiger, sind. Bei uns waren schon Jungs zu Besuch, die sich nur so auf den rosa Puppenkram der Schnecken gestürzt und sich mit Begeisterung als Prinzessin mit Krone verkleidet haben. Genau so wurden von ihnen schon Verabredungen kurzfristig mit der Aussage „Mädchen sind doof!“ storniert.

In unserer Straße wohnen laute Räuber, Ritter und Indianer, aber auch eher stillere Vertreter, denen der ganze Trubel zu viel ist.

Trotzdem, ich gebe es zu: Auch ich kann mich nicht ganz den gängigen Rollenbildern entziehen und die „Gender-Scheiße“ außer Acht lassen. Nein, ich beobachte mich, wie ich wiederum die Jungs beobachte und mich frage, ob ich das kann? Kann ich Räuber und Ritter sein? Und wie wird das sein für mich? Bin ich eine Jungsmama?

Auf der anderen Seite hat Papa Schulze nie Probleme als Mädchenpapa gehabt. Er zieht sich gerne mal die Krone an und spielt feine Dame. Das ist gar kein Problem für ihn. Daher wird es für mich auch keine große Besonderheit sein, oder? Schließlich mache ich das dann für meinen kleinen Schneckerich!

Liebe Sarah, ich wünsche Dir und Euch von Herzen den Ruhepol in Form Eures Mädchen, mit dem Du nun schwanger bist! Ich bin wirklich gespannt, wie sich das bei Euch entwickeln wird. Das werde ich bei mamaskind.de auf jeden Fall verfolgen.
Wie ist das bei Euch? Habt Ihr typische Mädchen oder typische Jungs zu Hause? Oder findet Ihr, dass das alles gemachter Quatsch ist? Ich freue mich auf Eure Kommentare 😉

 

 

 

6 Kommentare

  1. Meine Tochter ist 6,5 und hätte ein Bub werden sollen. Nichts ist ihr zu hoch, nichts ist ihr zu schnell, sie ist selbstbewusst und wird gern als bestimmende anerkannt. Mein Sohn ist 5,5 und hätte ein Mädchen werden sollen. Sein Hüftschwung beim Stiegen steigen sucht seines gleichen, er liebt Strumpfhosen und ist eher zurück haltend. Ist wirklich interessant zu beobachten!

  2. Kathrin sagt

    Hallo, unser Sohn ist mit seinen 6 Jahren durch und durch ein Auto. Er liebt Autos, seit er sie greifen kann ist wild und alle Spiele drehen sich um höher, schneller, weiter. Unsere 3 jährige Tochter wiederum würde ich als typisch Mädchen bezeichnen, sie ist eine fürsorgliche Puppenmutti, spielt lieber gemeinsam als gegeneinander und deckt auch schon mal die Autos vom Bruder zu. Echt interessant, haben doch beide die gleichen Eltern und auch beide ständig Zugang zum Spielzeug des anderen Geschlechts…. Mal sehen, wie es sich noch so entwickelt! Ich habe aber definitiv die Erfahrung gemacht, dass es einen Unterschied zwischen Jungs und Mädels gibt! Mir machen als Mama übrigens beide Welten Spaß- ich spiele gerne Massenkarambolage sowie auch Teekränzchen. Mein Mann genau so!

  3. Sonja sagt

    Ich musste ganz arg schmunzeln beim Lesen, wir haben auch zuerst zwei Mädels und dann einen Jungen. Sie entsprechen dem Puppen-/Autoklischee vielleicht auf den ersten Blick, doch auf den zweiten Blick… Der Junge lässt sich von der Schwester die Lego Technik Sachen zusammenbauen, er hat immer mal gerne mitgespielt mit Puppen und Barbies (erklärt der grossen Schwester: immer schöne Schuhe und dann die passende Handtasche!). Auch sind bei uns die Mädels selbstständiger und mutiger, der Junge macht zwar auf Macker, ist aber viel aensibler. Ich denke, der Charakter ist bei unseren dreien bei jedem anders, und keines der drei Kinder wirklich typisch Mädchen oder typisch Junge! Alles Liebe und Gute! Sonja

  4. Sonja sagt

    …etwas habe ich noch vergessen: die grossen Schwestern neigen bei uns sehr zum Bemuttern. Damit habe ich nicht gerechnet. Manchmal habe ich ein wenig Bedauern mit ihm, doch mittlerweile weiss er diese Situation durchaus auch für sich zu nutzen 😉

  5. Pingback: Drei Kinder: Nach zwei Jungs ein Mädchen - wie wird das?

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