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Mein Chaos in der Küche

Wenn man sich so auf Facebook, Instagram oder Pinterest umschaut, sieht man meist nur heile Welten des trauten Heims. Alles ist schön sauber, adrett und es glänzt und blitzt, wo man nur hinschaut. Schon oft habe ich mich gefragt, wie die Fotografen das machen? Wie schaffen sie es, trotz Kinder (die meisten, denen ich auf den Social-Media-Kanälen folge, sind Eltern) Ordnung zu halten. Gerne noch mit Job und Bloggerei on top?! Und, warum sehen sie dabei auch noch immer so blendend aus? Fragen über Fragen…

„Sauber, aber kein Bock“-Spezies

Das ist nicht einfach- ich teste das tagtäglich für Euch. Schließlich hüpfe ich jeden Tag aufs Neue zwischen allen Welten hin und her. Und komme – trotz Putzfee, die einmal die Woche kommt und das ganze Haus säubert- permanent an meine Grenzen. Ich gehöre nämlich zu der „Sauber, aber kein Bock“-Spezies. Wissta, was ich meine, oda? Ich meine damit, dass ich es gerne sauber (& ordentlich) mag, aber neben Kindern, Job & Blog einfach wirklich nullkomma null Bock auf Putzen habe. Ach ja, und keine Kraft. Die ist ja auch noch wichtig dafür und nicht zu verleugnen. Und ganz ehrlich. Ich habe dafür keine Kraft mehr. Allerdings bekomme ich regelmäßig schlechte Laune, wenn es dann nicht ordentlich & sauber bei uns ist. Und dann motze ich zum Leidwesen meiner Familie auch rum.

Mein Glücksfall in diesem Zusammenhang: Papa Schulze. Denn Papa Schulze verursacht zum Glück wenig extra Dreck. Denn er hilft mit, wo es nur geht: Wäsche Waschen, Putzen, Müll Rausbringen, Staub Saugen. Ehrlich, ich habe in meinem Leben noch nie Fenster geputzt. Das hat er zum Beispiel immer getan. Oder Bügeln. Ich hasse Bügeln. Wenn hier einer bei uns bügelt, ist es Papa Schulze.

#MYREALKITCHEN

Frieda Mercury von 2KindChaos hat dazu aufgerufen, die wahren Bilder hinter den perfekten Wohn-Fotos, insbesondere hinter den perfekten Küchen-Fotos, zu zeigen. Und sie fragt, wie wir das alle so handhaben mit der Sauberkeit:

„wie seht Ihr das mit dem Haushalt und den Kindern? Lieber mehr spielen und weniger putzen, oder seid Ihr der Meinung, so viel Zeit muss sein? Ist es für euch schon Unordnung, wenn die Küche nicht schon während des Kochens aufgeräumt wird? Oder habt Ihr auch Probleme, den Megawahnsinn im Griff zu behalten?“

Mein Chaos in der Küche

Liebe Frieda Mercury, also, ich versuche bei uns irgendwie eine Grundordnung beizubehalten. So eine Ordnung, die es auch der Putzfrau ermöglicht, zu Putzen und an die dreckigen Stellen heranzukommen. Das bedeutet nicht, dass es bei uns immer „wie geleckt“ aussieht. Gerne habe wir auch die Krümmel unterm Tisch. Insbesondere bei den Kindern. Aber, ganz ehrlich: Ich habe es aufgegeben, hinter den beidem Krümelmonstern sauber zu machen. Denn sie haben innerhalb von zwei Millisekunden den ursprünglichen Zustand wieder hergestellt- meist sogar noch schmieriger, dreckiger und schmutziger als es vorher mal war.

Da ich täglich in der Küche frisch koche, so mit viel Schnippeln und vielen Zutaten, sieht es dort auch immer entsprechend aus. Sie ist nicht groß, unsere Küche, daher ist da auch nicht viel Platz. Und so stapelt es sich schnell dort. Darüber hinaus ist es auch noch eine offene Küche. Zwar räumlich abgetrennt vom Wohnzimmer, aber eben ohne Tür. Das hat den Vorteil, dass unser Erdgeschoss vom Raumgefühl her größer scheint, aber den Nachteil, dass man eben auch oft auf das Chaos schaut.

Trotzdem versuche ich, versuchen wir, jeden Abend halbwegs Ordnung in der Küche zu schaffen. So werden das ganze dreckige Geschirr in die Spülmaschine verfrachtet, Essensreste im Kühlschrank verstaut und der Herd abgewischt. Allerdings sieht es schon nach dem Frühstück wieder chaotisch aus, da sich dann unser dreckiges Frühstücksgeschirr in der Küche stapelt. Schließlich läuft die Spülmaschine über Nacht und wir räumen das saubere Geschirr in den seltensten Fällen morgens als aller erstes wieder aus. Das mache ich dann eher nachmittags, nach der Arbeit, während die Kinder spielen/basteln/malen, und bevor ich beginne, zu kochen.

Aber, ganz ehrlich, mehr auch nicht. Oft habe ich keinen Nerv, die Wäsche vom Stämder abzunehmen, das Arbeitszimmer aufzuräumen, oder noch mal Staub zu saugen. Allerdings muss ich an dieser Stelle auch zugeben, dass ich oft aus meiner „kleinbürgerlichen Haut“ nicht rauskomme. Diese Haut, die besagt, dass es nur schön & gut & gesittet in der Familie zugeht, wenn es auch im Haus schön & gut & gesittet aussieht. Dabei könnte ich mich doch (durchaus stolz auf mich) hinstellen (mit beiden Beinen fest in der Erde verankert) und sagen:

„Nein, hier ist es nicht super aufgeräumt & sauber. Das liegt daran, dass ich mehr als achtzig Prozent arbeite, mich um meine Kinder kümmere und noch eine chronische Erkrankung habe, bei der ich mich nicht stressen sollte. So what? Falls es Dir hier zu schmutzig ist, feel free and clean my kitchen!“

#ZEIGTEUCH

Nun habe ich Euch lange und breit berichtet, wie es bei uns in der Küche & Co. aussieht, aber natürlich fehlen noch die entsprechenden Fotos. Ich muss zugeben, dass ich das Chaos in Küche & Co. auch eher selten auf Facebook, Instagram oder hier auf dem Blog zeige. Denn jetzt mal ehrlich: Der Mensch neigt doch eher dazu, die schönen Dinge sehen zu wollen, oder?

Aber manchmal zeige ich es durchaus, das Chaos, insbesondere bei meinen Wochenenden in Bildern, in denen ich Euch berichte, wie wir die Wochenenden verbringen. Hier geht es absolut authentisch zu und nix wird geschönt. Da gibt’s zum Beispiel auch mal Chaos in der Küche oder Wäscheberge.

Chaos in der Küche

Wäscheberge am Wochenende

So, und nun zeige ich Euch mein Chaos in der Küche. So sieht es hier nachmittags, wenn ich von der Arbeit zu Hause bin und die Kinder aus der Kita abgeholt habe, in unserem Kochzentrum aus:

Chaos in der Küche

Das exemplarische Küchenchaos

Chaos in der Küche

Reste vom Frühstück

Mein Highlight an Accessoire seit Monaten:

 

Machen sich sehr schmuck auf der Fensterbanke: die Inhalatoren der Schnecken.

Machen sich sehr schmuck auf der Fensterbank: die Inhalatoren der Schnecken.

Fotos für Instagram & Co. verfälsche ich nicht. Das bedeutet, dass ich ausdrücklich NICHT extra für Fotos aufräume, nur damit es adrett & aufgeräumt aussieht. Aber, was ich durchaus mache, ist, auf Nahaufnahmen auszuweichen. Das bedeutet, dass ich so nah ranzoome, dass man das Chaos in der Küche drumherum schlichtweg nicht sieht. Ich suche mir einfach die schönen kleinen Details raus. Ja, das ist nicht fair, ich weiß. Aber doch auch nur ein wenig geflunkert, oder? ODER?!

Chaos in der Küche

Kochbananen mitten im Chaos, aber ohne Chaos.

Chaos in der Küche

Elefanten in der Küche

Chaos in der Küche

Schöne Zitronen

So, und falls Ihr Lust habt, könnt Ihr jetzt diese Details im Chaos in der Küche suchen *lach*:

Mein Chaos in der Küche

So sieht meine Küche nachmittags aus.

Habt Ihr nun Lust auf das Chaos in anderen Küchen bekommen? Dann schaut doch mal bei der entsprechenden Blogparade von 2KindChaos vorbei. Oder sucht nach dem Hashtag #MYREALKITCHEN in den sozialen Medien. Viel Spaß beim Stöbern ;-

3 Kommentare

  1. Meike sagt

    You made my day! Bin bei den Instagram-Profilen immer hin und her gerissen zwischen „Wow, wie machen die das?“, „Oh Gott, bin ich eine Schlampliesl“ und „zu steril is eh nix für mich…Viel zu ungemütlich und die Zeit mit den Kids ist mir wichtiger.“
    Aber oft krieg ich dann doch schlechte Laune davon und fang an wie wild aufzuräumen oder zu staubsaugen. Nur um mich ne Std später zu ärgern, weil es schon fast wieder ausschaut wie vor dem aufräumen. Aber so in ca 15Jahren wird’s hoffentlich besser

  2. Oh, darf ich sagen, dass ich Dich liebe 😉 Ich dachte das auch immer „wie schaffen die das?“ Immer ist es aufgeräumt und sauber auf den Fotos. Ich mache das übrigens wie Du, Detailfotos, damit das Drumherum nicht gesehen wird….aber ich glaube, ich werde bei der Blogparade mitmachen 😉 Bei uns ist es NIE aufgeräumt….klar, 5 Leute und 2 Katzen machen Chaos pur und ich bin auch nicht die, die gerne aufräumt.

    LG Ivi

  3. Hihi sehr sehr cool Ju und ich hab gedacht bei dir sieht es anders aus 😀 Ganz toll, danke dass du mitgemacht hast! Und wie du siehst deine Leser lieben es auch 😉 Liebe Grüße, Frida ohne e 🙂

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