Mama mit MS
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„Mama, ich werde Ärztin“ #msfighter

Heute Abend hatten die MaxiSchnecke und ich seit langer Zeit mal wieder etwas Zeit für uns ganz alleine. Die MiniSchnecke hatte keinen Mitagsschlaf in der Kita gemacht und war sehr früh hundemüde. So brachte ich sie schon früher zu Bett. Maxi und ich nutzten die Zeit, um ausgiebig zu kuscheln und noch ein Pixibuch zu lesen. Sie durfte natürlich auswählen und entschied sich für Conni im Krankenhaus*.

In dieser Geschichte bricht sich Conni ein Bein und muss ins Krankenhaus, wo sie operiert wird. In kleinen Dosen werden das Röntgen, Blutentnahme und Physiotherapie beschrieben. Die MaxiSchnecke liebt das Buch. Überhaupt interessiert sie sich sehr für Krankheiten, Blut und Verletzungen (über meine Gedanken dazu habe ich schon einmal ein Geschrieben: „Mama, ich hab auch so ein Kribbeln!“).

Ich habe ihr also das Pixibuch vorgelesen und sie hatte – wie immer – tausend Fragen und wollte alles ganz genau erklärt wissen. So flüsterten wir aneinandergekuschelt (ich liebe das ja, so nah bei meinen Schnecken zu sein und dann ganz behutsam mit ihnen zu flüstern…) und ich erklärte ihr, wie das Röntgen genau geht, wie das mit der Bettpfanne funktioniert und wie das bei mir mit der Physiotherapie war, als ich mein Handgelenkt gebrochen hatte. Da sie immer mehr wissen wollte, fragte ich sie irgendwann:

„MaxiSchnecke, willst Du auch einmal eine Ärztin sein, wenn Du groß bist?“

Sie antwortete: „Ja, aber Mama, wie weiß ich dann, wie ich den Menschen helfen kann?“

„Dann gehst zuerst auf eine bestimmte Schule. Dort lernst Du, wie Du die Menschen gesund machen kannst. Dann weißt Du alles, was eine Ärztin wissen muss.“

„Aber Mama, dann will ich nur Dir helfen. Niemandem sonst. Nur Dich untersuche ich dann.

Und dann mache ich, dass Dein Kribbeln weggeht!“

Nein, das macht mich nicht traurig. Sondern unglaublich stolz. Es lässt mich hoffen. Hoffen, dass vielleicht wirklich irgendwo ein Kind von MS-Eltern lebt, dass einmal groß wird und getrieben durch den Wunsch, seinem Elter zu helfen, diese Krankheit entschlüsselt und uns heilt.

Und, wer weiß: Vielleicht ist dieses Kind ja meine MaxiSchnecke?! So hat dann alles seinen Sinn gehabt!

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3 Kommentare

  1. Lisa sagt

    Oh, da bin ich ja ganz gerührt- wie schön! Ich drücke Dir ganz feste die Daumen, dass alles gut wird. LG Li

  2. Oooooh so schön!!! Meine Söhne werden Forscher und werden ein Heilmittel für MS finden…sagen sie 🙂
    Ich finde, unsere MS-Kinder sind schon sehr toll!

    Ganz liebe Grüsse aus der Schweiz
    Katarina

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