MS Thursday, Multiple Sklerose
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Intermittierendes Fasten: Update Woche 9

Ich bin immer noch dabei: Das intermittierende Fasten bestimmt weiterhin meinen Tagesablauf. Warum, wieso & weshalb ich zeitweise am Tag faste tue, habe ich Euch ganz zu Anfang meines „Experiments“ erklärt. Wie es mir ergangen ist, habe ich in der zweiten Woche, in der 3. & 4. Woche sowie in der 5. Woche für Euch festgehalten.

Intermittierendes Fasten: meine Erfahrung der letzten Wochen

Auch in den vergangenen Wochen, habe ich einmal pro Woche mit dem Fasten ausgesetzt- in der vergangenen Woche sogar an zwei Tagen. Diese Unterbrechungen finden nicht immer an den gleichen Wochentagen statt, sondern richten sich nach Einladungen, usw.

Insgesamt habe ich dabei festgestellt, dass es mir mittlerweile gar nicht mehr so gut tut, das Fasten zu unterbrechen. Das meine ich wirklich wörtlich, denn mein Magen & mein Darm haben sich bereits auf die Pause eingestellt. Daher „rebellieren“ beide, falls ich zu schwer bzw. mehr als ein Snack zu mir nehme. So hatte ich vorletzte Woche tierische Lust auf einen Lahmacun, ich konnte ihn schon einige Tage förmlich riechen- nachdem ich dann jedoch einen halben Lahmacun abends gegessen hatte, ging es mir die komplette Nacht schlecht. Ich hatte Blähungen und Bauchschmerzen.

Bleibe ich bei einer kleinen Portion von z.B. Käse oder Fleisch und etwas Gemüse, vertrage ich das auch am Abend. Auch ein Glas Alkohol kann ich dann dazu trinken. Insgesamt dürfen es einfach keine großen Portionen sein- aber das mag ich auch gar nicht mehr.

Sport und Fasten

Mittlerweile jogge ich nun wieder regelmäßig, mal abends, mal tagsüber und ich kann beides sehr gut miteinander vereinen. Es macht mir auch nichts aus, nach dem Sport abends nichts mehr zu essen. Das klappt für mich gut.

Zeitspanne, in der ich faste

Die Zeitspanne, in der ich faste, hat sich nun fest eingependelt: von 8 bis 16 Uhr esse ich und von 16 bis 8 Uhr faste ich. Dieser Zeitraum hat sich am Günstigsten für mich herausgestellt. Ich trinke morgens mit den Mädels zusammen eine Tasse ungesüßten Tee. Sobald ich die Kinder in die Kita gebracht habe, trinke ich einen Milchkaffee im Auto auf dem Weg zur Arbeit und in der Arbeit esse ich dann meine Budwig Creme. Zum Mittagessen gibt es ein Stück Fleisch und Gemüse, Kartoffeln und Gemüse oder einen großen Salat – je nachdem, was die Kantine so hergibt. Gegen 14 Uhr trinke ich noch einmal einen Milchkaffee und gegen 16 Uhr esse ich dann noch einmal was (je nach Verfügbarkeit: Butterbrot mit Käse, Budwig Creme, Nüsse & Obst, frisch gepressten Obst-Gemüse-Saft).

Insgesamt habe ich es in der vergangenen Woche besser geschafft, selbst zu kochen und mich selbst dann auch dadurch gesünder zu versorgen. Auch Heißhungerattacken fallen dadurch weg. Damit überstehe ich auch die Fastenzeiten einfacher, weil ich nicht schon mit Hunger in sie starte.

Intermittierendes Fasten und Medikamenteneinnahme/ Tecfidera

Ich nehme das Tecfidera morgens zum Tee auf nüchternen Magen und komme damit sehr gut zurecht. Abends erfolgt die Einnahme meist erneut mit Tee. Und das macht mir auch dann nichts aus.

Das Propital nehme ich morgens zum Frühstück und nachmittags zu meiner letzten Mahlzeit. Auch das vertrage ich super.

Schlaf

Hier kann ich immer noch nicht sagen, ob ich besser schlafe aufgrund des Fastens. Ich merke aber, dass ich auch nach schlechten Nächten bzw. Nächten mit wenig Schlaf fitter bin als sonst.

Fitness

Ich fühle mich insgesamt viel fitter und energiegeladener. Tagestiefs fallen komplett weg. Auch in stressigen Phasen habe ich nicht so das Gefühl, total fertig zu sein. Meine MS-Symptomatik ist ebenfalls zurückgegangen. Insgesamt ein sehr schönes Gefühl 😉

Gewichtsabnahme

Auch weiterhin liege ich bei 3 bzw. 3,5 kg weniger (das schwankt). Allerdings merke ich, dass die Hosen immer weiter werden- so habe ich mir in Woche 5 des Fastens eine Hose gekauft, die deutlich enger saß als heute, als ich sie zum ersten Mal getragen habe. Da tut sich also was.

Wie ist Eure Erfahrung mit dem Fasten in so stressigen Zeiten? Habt Ihr Tipps für mich? Ich freue mich auf Eure Kommentare! Übrigens gab es unter meinem letzten Eintrag die Frage, ob vielleicht jemand von Euch schon eine ganze Woche am Stück gefastet hat. Vielleicht könnt Ihr sie beantworten (hier geht es zum Beitrag)? Vielen lieben Dank 🙂

2 Kommentare

  1. Cornelia sagt

    Liebe Julia, mich interessiert ob du die Wahls/Paleo Diät jetzt vollkommen durch das Fasten ersetzt hast oder ob du immer noch beides machst. Ich selbst ernähre mich nach Paleo und interessiere mich auch für das intermettierende Fasten. Aktuell überlege ich beides zu verbinden. Liebe Grüße Cornelia

  2. Anni sagt

    Hallo Julia, danke für Dein Update zum Intervalfasten. Bin ja auch ein Fan davon. Allerdings handhabe ich es mittlerweile etwas dynamischer. Vom Prinzip 16:8; aber nicht gar so starr wie es sich bei dir liest. Ich bin zwar kein Ernährungswissenschaftler, aber aus meiner Sicht hat das Intervalfasten seinen Ursprung in der Zeit in der die Menschen noch nicht sesshaft waren, sondern Jäger und Sammler. Sprich entweder sie hatte erfolgreich gejagt und gesammelt, dann wurdw reingehauen oder es wurde mal einige Tage zwangsläufig gefastet. Auf die Uhr geguckt hat da ja auch keiner. Da heute unser Alltag recht durchstruktiert und getaktet ist, ist es natürlich sinnvoll das Fasten entsprechend anzupassen; v.a. wenn dann noch Medikamenteneinnahmen damit verbunden sind etc. Ich versuche es insgesamt jedoch etwas flexibler zu handhaben. Mal ist es 16:8, mal eher 14:10 und manchmal eher 18:6. Wie es sich ergibt und ich auch hungrig bin. Ich würde es ehrlichgesagt auch nicht Fastenbrechen nennen, wenn man einen Tag einen Ausreisser hat 😉
    LG Anni.

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