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Intermittierendes Fasten: Erfahrung Woche 5

Bereits in der 5. Woche  probiere ich nun das stundenweise Fasten aus. Dabei faste ich in 16 von 24 Stunden. Innerhalb von 8 Stunden nehme ich dann Nahrung zu mir. Warum, wieso & weshalb ich das tue, habe ich Euch ganz zu Anfang meines „Experiments“ erklärt. Wie es mir ergangen ist, habe ich in der zweiten Woche  und in der 3. & 4. Woche für Euch festgehalten.

Intermittierendes Fasten: meine Erfahrung in Woche 5

Wie schon in den vergangenen Wochen, habe ich auch in Woche 5 einen Tag das Fasten ausgesetzt- da war ich mit einer Freundin beim Inder abends essen. *lecker*

Insgesamt kann ich beobachten, dass es mir mit dem Fasten sehr gut geht. Denn, obwohl es sehr stressig zurzeit bei mir durch die Dreifachbelastung Kinder, Job & Haushalt ist, habe ich tagsüber mehr Energie. Ich falle mittags nicht in so ein Loch und habe vermehrt das Gefühl, dass ich den Tag gut durchhalte. Auch meine Schwere auf dem Bein ist nicht mehr so schlimm, insbesondere nicht, wenn die Nacht nicht ganz so erholsam war. Denn dann war die Schwere eigentlich immer sehr stark.

Sport und Fasten

Ich habe nun endlich wieder richtig mit dem Sport begonnen. Daran hat mich das intermittierende Fasten nicht gehindert und ich hatte auch keine Probleme mit dem Kreislauf oder so. Im Gegenteil: Ich habe mich richtig gut gefühlt damit. Konkret bestand mein Sportprogramm aus Ausdauertraining und Training der Bauch- und Rückenmuskulatur.

Da ich nun meistens abends Sport getrieben habe, habe ich einfach vorher meine letzte Mahlzeit eingenommen und dann während und nach dem Sport einfach nur noch Wasser getrunken. Natürlich hatte ich hinterher Hunger, aber dann bin ich einfach Schlafen gegangen und das ging auch gut so.

Zeitspanne, in der ich faste

Ich bin nach wie vor am Austesten, welche Zeitspanne des Fastens günstig für mich ist. Mittlerweile bin ich mit dem Fastenzeitraum auf 17 bis 9 Uhr gerutscht. Das Fasten um 9 Uhr zu brechen ist für mich sehr angenehm, da ich dann alle Kinder in ihren Betreuungen abgeliefert und zum ersten Mal am Tag Zeit habe, an mich zu denken. Und dann kommt auch meist mein Hunger. Ab 17 Uhr zu fasten hat bei mir geklappt, in dem ich vorher schon das Abendessen für die Kinder zubereitet und dann einfach schon früher gegessen habe.

Insgesamt habe ich es in der vergangenen Woche besser geschafft, selbst zu kochen und mich selbst dann auch dadurch gesünder zu versorgen. Auch Heißhungerattacken fallen dadurch weg. Damit überstehe ich auch die Fastenzeiten einfacher, weil ich nicht schon mit Hunger in sie starte.

Intermittierendes Fasten und Medikamenteneinnahme/ Tecfidera

Nach wie vor nehme ich das Tecfidera nun um 8 Uhr ein, seit einer Woche also auf nüchternen Magen, und habe keinerlei Nebenwirkungen. Die Flushs, die ich beobachten konnte, als ich das Medikament um 10 Uhr genommen habe, treten nicht mehr auf.

Gegen 20 Uhr nehme ich die 2. Tablette, ebenfalls quasi auf nüchternen Magen. Damit habe ich keinerlei Probleme.

Schlaf

Hier kann ich immer noch nicht sagen, ob ich besser schlafe aufgrund des Fastens. Ich halte Euch auf dem Laufenden…

Fitness

Wie ich oben bereits geschrieben habe, konnte ich endlich wieder mit meinem Bewegungsprogramm beginnen. Hier setze ich auf Ausdauertraining- das lag mir schon immer am besten. Aufgrund des Wetters bin ich hierfür ins Fitnessstudio gegangen- sobald es wieder besser wird, werde ich dann draußen meine Kilometer machen. Da freue ich mich schon drauf 🙂 Insgesamt geht es meiner Gesamtfitness zunehmend besser (s.o.)

Gewichtsabnahme

Der Sport hat sich direkt auf meine Gewichtsabnahme ausgewirkt. Lag ich ohne Sport bei einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von 0,5 kg, habe ich mit Sport direkt 1 kg abgenommen und liege nun bei insgesamt 3 kg weniger.

Wie ist Eure Erfahrung mit dem Fasten in so stressigen Zeiten? Habt Ihr Tipps für mich? Ich freue mich auf Eure Kommentare! Übrigens gab es unter meinem letzten Eintrag die Frage, ob vielleicht jemand von Euch schon eine ganze Woche am Stück gefastet hat. Vielleicht könnt Ihr sie beantworten (hier geht es zum Beitrag)? Vielen lieben Dank 🙂

3 Kommentare

  1. Melanie sagt

    Hi, ich hatte schon mal geschrieben, dass ich früher solche Esspausen jahrelang gemacht habe – ohne den Begriff des intermittierenden Fastens zu kennen. In den Stillzeiten haut es nicht so hin, jetzt in der zweiten, aber dein Beitrag und die Studienlage haben mich motiviert, es zu versuchen u an vielen Tagen klappt es. Ich esse sowieso ab ca. 18 Uhr nicht mehr, da ich sonst sehr schlecht schlafe. Eine zeitlang habe ich jetzt ab 13 Uhr nicht mehr gegessen, würde aber eigentlich auch gerne das 17/9 oder 16/8 Modell schaffen wg der Familie. Ich tüftele noch u eben durch das Stillen – man wacht nach einer viel stillen Nacht ja anders auf, als nach einer ruhigen. Ich bin durch das weniger essen definitiv leichter, fitter, wacher. Abnahme waren jetzt 3-4 kg in den letzten vier Wochen, mit einer Influenza ist mir allerdings nicht sonderlich nach Essen gewesen. Ich freu mich drauf, wieder fit zu werden und wieder Sport machen zu können!

  2. Chocotine sagt

    hallo Julia, hallo Ihr alle,
    ich bin jetzt schon lange „stumme“ Leserin, hole hier ganz kurz mal aus. Ich habe seit 18 Jahren MS, bekam die Diagnose kurz nach meiner Hochzeit. Nach einem anfänglichen Schock, jahrelanger Interferonthearapie mit heftigen Nebenwirkungen etc., habe ich mich mit der zum Glück ziemlich schubfreien Krankheit arrangiert, bin symptomfrei bis auf die Fatigue (normaler Alltag mit drei Kindern, Job, Haushalt etc.) und habe vor sechs Monaten auf Zinbryta umgestellt. War mega-zufrieden, Nebenwirkungen wie vom Interferon nicht mehr da, habe die Krankheit komplett ausgeblendet. Leider wurde das Medikament jetzt zurückgerufen, bzw. ersatzlos gestrichen. Ich habe morgen Termin beim Neurologen, werde aber auf keinen Fall zum Interferon zurückkehren, das ist mir einfach zu heftig. Habe es 16 Jahre lang mit zusammen gebissenen Zähnen einmal die Woche gespritzt, aber ich will nicht mehr. Deswegen habe ich ebenfalls auf intermittierendes Fasten umgestellt, möchte jetzt einfach mal ohne Medikation weiter probieren. Bin aber wirklich noch in der Probephase, Bis jetzt tut es mir ganz gut. Bin gespannt, was hier noch kommt. Macht mir Mut. Und alles Gute für euch.

    lg

    Chocotine

  3. Anna sagt

    Hallo Mama Schulze und Hallo an alle, die hier auch so gerne lesen 🙂
    ich muss erstmal loswerden, was das für eine tolle Seite ist! Das Lesen hier hat mir schon so oft gut getan. Vielen Dank dafür!
    Ich selber habe die Diagnose MS (noch) nicht offiziell, aber leider sprechen einige Fakten dafür. Als ich vor über einem Jahr mit dieser Verdachtsdiagnose konfroniert wurde, habe ich sehr viel geändert. (Ernährung nun nach Paleo, fahre nur noch mit Fahrrad ins Büro,täglich Sport auf meiner Vibrationsplatte, Darmsanierung, fachgerechte Amalganentfernung um nur einiges zu nennen)
    Und seit einigen Monaten mache ich auch das intermittierendes Fasten (16/8 Modell). Da ich auch 2 kleine Kinder habe und berufstätig bin, muss das Modell natürlich für mich passen.
    Ich habe es mir so gewählt, dass ich unter der Woche von 21 Uhr bis 13 Uhr faste und zwischen 13 Uhr bis ca. 21 Uhr essen darf.
    Das hat den großen Vorteil, dass wir abends als Familie zusammen essen können. Dabei verbringen wir nämlich die meiste Zeit des Tages alle zusammen und die möchte ich ungern ausfallen lassen. Klar ist Frühstück nicht drin, da gibt es dann für mich meist einen grünen Tee oder schwarzen Kaffee. Aber natürlich sitze ich trotzdem am Frühstückstisch und mache die Stullen für die Kinder fertig während meine Kinder frühstücken. Dadurch, dass ich morgens nicht mehr frühstücke, habe ich auch gleich mehr Zeit für meine Kinder. Empfinde ich als einen super Nebeneffekt 🙂
    Dann geht`s mit dem Rad ins Büro. Hier meldet sich oft der Hunger, aber ich weiß ja, dass ich ab ca. 13 Uhr wieder essen darf und freue mich bewußt darauf. Es gibt aber auch oft Tage, wo ich nur abends esse, weil ich kein Hungergefühl habe.
    Am Wochenende sieht es allerdings etwas anders aus. Am Sonntag frühstücken wir immer sehr lange und ausgiebig und damit ich das nicht ausfallen lassen muss, baue ich einen kompletten FAstentag in der Woche ein (meist freitags oder montags und trinke da nur Gemüsesäfte)
    Dafür kann ich dann sonntags frühstücken und abends auch noch etwas essen.
    Abnehmen möchte ich mit der Methode nicht, da ich mit der Umstellung auf Paleo schon sehr viel Gewicht verloren hatte und nicht ins Untergewicht rutschen möchte.
    Positiv finde ich, dass man tagsüber viel mehr Energie hat und auch meine Verdauung so viel besser geworden ist. Allerdings weiß ich nicht, ob es nur dem Fasten zuzuschreiebn ist, da ich ja noch mehr mache. Auf alle Fälle werde ich es aber weiter machen, weil es überhaupt nicht kompliziert ist.
    Ich kann nur alle dazu ermutigen es auszuprobieren!
    LG, Anna

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