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Intermittierendes Fasten: Erfahrung Woche 3 & 4

Bereits in der 4. Woche  probiere ich nun das stundenweise Fasten aus. Dabei faste ich in 16 von 24 Stunden. Innerhalb von 8 Stunden nehme ich dann Nahrung zu mir. Warum, wieso & weshalb ich das tue, habe ich Euch ganz zu Anfang meines „Experiments“ erklärt. Wie es mir ergangen ist, habe ich in der zweiten Woche für Euch festgehalten.

In der vergangenen Woche habe ich mit dem Blog aufgrund der MS pausiert (mir ging es insgesamt nicht so gut), daher gab es auch keinen Erfahrungsbericht zu Woche 3. Das hole ich dann heute in einem Rutsch für Woche 3 und 4 nach.

Intermittierendes Fasten: meine Erfahrung in Woche 3 & 4

Auch in der 3. Woche gab es eine Ausnahme, da Papa Schulze und ich zu einer Geburtstagsparty eingeladen waren. Eigentlich bin ich mit dem festen Vorsatz, meine Fastenspanne einzuhalten, dorthin gegangen, aber dann lachte mich ein so unglaublich köstliches Buffet an, dass ich nicht widerstehen konnte. Alkohol habe ich jedoch keinen getrunken, sondern bin brav bei Wasser an diesem Abend geblieben.

In der 4. Woche feierte Maxi ihren 7. Geburtstag, was wir gebührend feierten. Daher gab es auch in dieser Woche einen Tag, an dem ich mit dem Fasten ausgesetzt habe.

Stress und Fasten

Irgendwie nimmt der Stress kein Ende momentan: Ständig ist ein Familienmitglied krank und ich jongliere zwischen Arbeit, Kindern und mir selbst. Darüber kommt die Essensplanung viel zu kurz. Ich vergesse sie schlichtweg und merke einfach irgendwann, dass ich tierischen Hunger habe. Und dann muss es schnell gehen. Beim Fasten muss ich also insbesondere aufpassen, dass ich „gutes“ Essen in den Esszeiten zu mir nehme. Das klappt nicht immer so gut. Eigentlich habe ich mich ja dem Paleo-Weg verschworen. Allerdings muss dafür viel frisch eingekauft und gekocht werden- das schaffe ich zurzeit überhaupt nicht gut. Da greife ich dann schnell zur Brezel oder zum Brot. Oder zu Süßkram. Und das ärgert mich auch sehr.

…übrigens habe ich ganz tolle neue Paleo-Rezepte bei der Steinzeitköchin entdeckt, die Lust auf mehr machen. Heute Morgen habe ich mir einen leckeren Porridge von ihr gekocht.

Zeitspanne, in der ich faste

Aufgrund des Stresses bin ich nun dazu übergegangen, meine Zeit der Nahrungsaufnahme vorzuverlegen: Ich esse nun in der Zeit von 8 bis 16 Uhr. Ab 16 Uhr faste ich. Denn in dieser Zeit fällt es mir leichter, mein Essen zu planen, denn dann sind in der Regel nicht alle Kinder um mich. Um 8 Uhr kann ich gemeinsam mit dem Schneckerich zu Hause frühstücken, später kann ich in der Kantine bei der Arbeit zu Mittag essen und dann noch zwischen 15 und 16 Uhr einen Snack zu Hause zu mir nehmen. Geht die Zeitspanne bis 18 Uhr, bin ich sehr oft so mit der Zubereitung des Abendessens der Kinder beschäftigt, dass ich mich selbst darüber wieder vergessen. Schwupps, esse ich später als gewollt, und ich muss die Fastenzeit wieder schieben.

Hungergefühl

Das schwankt im Stress. Dabei habe ich gemerkt, dass ich am Abend besser damit klarkomme, als am Morgen. Dazu passt meine Verschiebung des Fastenintervalls sehr gut. Allerdings ist es mittlerweile nicht mehr so, dass ich so gar kein Hungergefühl habe. Das ist nun definitiv da. Und jede Menge Lust auf Brot, Pasta und Süßkram.

Intermittierendes Fasten und Medikamenteneinnahme/ Tecfidera

Ich nehme das Tecfidera nun um 8 Uhr mit der ersten Nahrung zu mir und habe keinerlei Nebenwirkungen. Die Flushs, die ich beobachten konnte, als ich das Medikament um 10 Uhr genommen habe, treten nicht mehr auf.

Gegen 20 Uhr nehme ich die 2. Tablette, quasi auf nüchternen Magen. Damit habe ich keinerlei Probleme.

Schlaf

Wenn mich kein Kind weckt, schlafe ich super gut. Aber leider waren das immer noch nicht so viele Nächte, dass ich mit Sicherheit sagen kann, dass das vom Fasten kommt. Aber, ich bleibe dran 😉

Fitness

Ich habe große Lust auf Bewegung. Aber der Körper wehrt sich momentan. Es ist eine Spirale, aus der ich gerade nicht rauskomme: Wenn ich endlich Zeit habe, um eine Runde Joggen oder ins Fitnessstudio zu gehen, bin ich dermaßen fertig, dass ich nur noch in mein Bett will. Und ich habe gerade keine Kraft, das zu ändern. Oder ich merke, dass mein Körper gegen die Kinderkillerviren kämpft und dann möchte ich ihm die Zeit geben, sich zu wehren und ihn nicht zusätzlich mit Sport stressen. Ich vertraue darauf, dass diese wieder kommt.

Gewichtsabnahme

Mittlerweile habe ich 2kg abgenommen und bin sogar schon darauf angesprochen worden, dass ich Gewicht verloren habe. Mal schauen, wie es weitergeht.

Wie ist Eure Erfahrung mit dem Fasten in so stressigen Zeiten? Habt Ihr Tipps für mich? Ich freue mich auf Eure Kommentare 🙂

6 Kommentare

  1. Claudia Lehmann sagt

    Ich habe auch MS und versuche zwischen 10 und 18 Uhr zu essen. Ich habe auch 2 kg abgenommen, fühle mich überhaupt nicht fitter und habe immer Hunger. Mal sehen, was noch kommt???

  2. Theresa sagt

    Hallo Julia
    Ich verfolge schon seit einiger Zeit deinen Blog, der mich sehr aufbaut! Bin 29 und lebe seit 2 Jahren mit der Diagnose MS. Seit 4 Wochen versuche ich es auch mit dem Zuckerfasten und nur zwischen 10 und 18 Uhr zu essen. Am Sonntag gönne ich mir eine Ausnahme da gibt es dann schon mal ein Früchstückssemmerl und „gesunde Süßigkeiten“.

    Insgesamt fühle ich mich sehr gut damit. Habe fast 4 Kilo abgenommen und meine Beine fühlen sich auch nicht mehr so schwer an. Aber es ist natürlich ein größerer Zeit und Geldaufwand das alles zu organisieren. Dabei habe ich keine Kinder und gehe momentan auch nicht arbeiten. Also ich kann dich gut verstehen wenn du manchmal das Gefühl hast, dass dir die Puste ausgeht.
    Insgesamt kann ich jedoch alle ermutigen so gut es im Alltag möglich ist eine gesunde Ernährung mit einfließen zu lassen! Auch wenn es nicht erwiesen ist, dass es in unserem Fall auch wirklich was bringt….?? habe ich insgesamt ein viel besseres Gefühl mit meinem Körper! Vor allem nichts unversucht zu lassen

  3. Sandra D. sagt

    Dein Beitrag zum Fasten und der Sat3 Filmclip zum Zuckerfasten haben mich bewegt, meine Ernährung gerade wegen meiner MS umzustellen. Ich habe in den letzten Wochen etwa 3 kg abgenommen, jedoch halte ich mich im Grunde „nur“ daran, möglichst Kohlenhydrate zu meiden. Wenn es Beilagen gibt, dann nur eine „Kinderportion“ an Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Ich versuche fast ausschließlich vegetarisch zu essen. Denn Fleisch steht ja auch im Zusammenhang mit MS, dass im Körper Entzündungsprozesse durch die Aufnahme entstehen.

    Meine Ernährung sieht dann so z.B. aus:
    Frühstück: 1 Scheibe Vollkornbrot mit 1 Portion Obst

    Mittag: Vegetarisch vorzugsweise wie Zucchinipfanne mit Grillkäse, Champignons, Zwiebeln und Körniger Frischkäse

    Abendessen: Gemüsesalat mit 1 Scheibe Vollkornbrot

    Auf dem Brot esse ich zu 95 Prozent nur Käse, teilweise auch Wurst aber dann nur Hähnchen.

    Ich trinke nur ungesüßten Tee.

    Diese Ernährung werde ich durchhalten, auch mit meinem 13 Monate alten Sohn. Das Fasten mit euren Zeitplan wäre für mich langfristig zu stressig.

    Ansonsten überlege ich 2-3 x pro Jahr 1 Woche Fasten einzulegen, analog der 3Sat Sendung. Aber das möchte ich vorher mit meiner Ärztin abklären. Denn bei mir sind nach der Diagnosestellung vor knapp 6 Monate noch immer zu viele Entzündungsherde mit folglich vielen Symptomen vorhanden.

    Hat einer von euch schon eine ganze Woche am Stück gefastet?

    VlG Sandra

  4. Pingback: Intermittierendes Fasten: Erfahrung Woche 5 - Mama Schulze

  5. Steffi sagt

    Ich mache unterminierendes Fasten seit Oktober 2017. Ich hatte immer Drehschwindel und der ist weg. Allerdings komme ich mit 16/8 nicht hin, bei mir klappt es mit 18/6.

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