Multiple Sklerose, nichts wie sonst
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Mein Buch: Ich habe Dich in der BILD-Zeitung gesehen!

Julia, ich habe Dich in der BILD-Zeitung gesehen!“ (Zum Artikel geht es, wenn Ihr den Link anclickt)

Nicht nur Ihr seid überrascht, ich kann es selbst nicht fassen. Nein, überrascht war ich natürlich nicht, dass ich in der BILD war. Das Interview habe ich schon vor ein paar Wochen gegeben und der Fotograf war vor einigen Wochenenden da. Und ich „liebe“ diesen Fotografen. Hat er nicht wirklich ein Hammer-Bild von mir und meiner Familie gemacht?! Ich finde das so unglaublich ausdrucksstark. Das Tolle daran: Es war unheimlich schnell im Kasten. Der Fotograf Sebastian Stenzel war anscheinend in Krisengebieten geübt 🙂

Anlass für den Bericht in der BILD war mein Buch Alles wie immer, nichts wie sonst. Mein (fast) normales Leben mit multipler Sklerose*, das diese Woche erscheint. Nun ist es endlich soweit und es steht in den Buchläden. Ich hoffe sehr, dass es Euch gefallen wird. Falls es das tut, freue ich mich übrigens unglaublich über Eure positive Bewertung auf Amazon.

Alles wie immer, nichts wie sonst

Nun haben mich in der Zwischenzeit verschiedenste Nachrichten zu diesem Artikel erreicht. Zum einen haben mir diverse Wunderheiler geschrieben. Diese möchte ich bitten, das nicht mehr zu tun. Ich bin sehr gefestigt in meiner Therapieentscheidung, ich lese, ich informiere ich und ich greife auch zu Alternativen. Aber Heiler, die mich nur durch ihre Blicke wieder gesund machen, sind mir doch etwas suspekt.

Dann schrieben zum anderen einige, dass sie den Titel „Wir sind unheilbar krank“ in Kombi mit den lachenden Gesichtern unpassend fanden. Das kann ich verstehen. Allerdings sorgt dieser Gegensatz auch wiederum für Aufmerksamkeit. Und die will ich ja haben für mich und mein Buch. Daher ist das für mich OK. Darüber hinaus geht es in dem Artikel ja auch um den positiven Umgang mit unheilbaren Krankheiten. Ich finde, dass man in diesem Zusammenhang auch lachen darf.

Wieder andere Absender bemängelten, dass hier zwei Krankheiten miteinander verglichen werden, die man aber nicht miteinander vergleichen sollte: ein Hirntumor und die Nervenerkrankung Multiple Sklerose. Das finde ich jedoch nicht. Es werden in dem Artikel zwei Menschen vorgestellt, die beide kämpfen. Und nicht aufgeben. Ich will mich damit gar nicht größer machen als Erik, der an einem unheilbaren Gehirntumor erkankt ist. Sicherlich ist es noch einmal anders, wenn man um sein Leben kämpft. Das konnte ich nur ansatzweise spüren, als ich zur Diagnose im Krankenhaus war und Angst vor einer Krankheit hatte, an der ich sterben könnte. Ich habe damals um mein Leben gebettelt, ich habe geschrien und unzählige Tränen vergossen. Das wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht. Trotzdem bin ich unheilbar krank. Da gibt es nix zu rütteln. Mir geht es gut, aber ich habe keine lebenslange Garantie dafür. Auch ich kämpfe täglich- vielleicht nicht so einen großen Kampf wie Erik, aber dafür viele kleine. Und ich finde, dass ich – genauso wie alle anderen, die ebenfalls chronisch krank sind – da auch durchaus stolz sein kann und darüber sprechen sollte. Um Mut zu machen, Vorurteile abzubauen und Empathie zu schaffen.
Ja, die BILD ist reißerisch. Aber: Sie generiert Aufmerksamkeit für die MS. 

*Amazon Partnerlink. Von Eurem Kauf bekomme ich einen kleinen Betrag. Vielen lieben Dank dafür.

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