Jahresrückblick
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Happy New Year! Mein 2017 – Jahresrückblick

Ich wünsche Euch an dieser Stelle zunächst einmal ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, dass Ihr 2017 toll verabschiedet und 2018 noch toller begrüßt habt?! Gerade schläft der Schneckerich noch einmal eine Runde und die Schnecken sitzen neben mir auf dem Sofa und schauen „Ostwind – Aufbruch nach Ora“. So habe ich Zeit, um das Jahr 2017 für Euch Revue passieren zu lassen.

2017

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein 2017?

Das ist wie immer nicht ganz so leicht für mich. Ich möchte ja immer den Fokus auf die guten Dinge legen und mich nicht so sehr mit den negativen Seiten des Lebens belasten. Ich hatte ein super Jahr:

Der Schneckerich ist zum Jahresende 2016 zu uns gekommen und hat unser Leben um so vieles bereichert. Wir haben uns zu 5t ganz gut eingegroovt. Natürlich mussten insbesondere die Mädchen erst mal in ihre neuen Rollen finden– aber das war uns vorher bewusst und wir haben uns da keinen Stress gemacht. „Es kommt wie es kommt“, war unser Leitspruch. Und es kam wie es kam und wir haben uns den Herausforderungen ohne Stress gestellt. Ich finde, dass wir das ganz gut gemeistert haben. Bei uns ist es nach wie vor laut und leise, lustig und quengelig. Wir schreien mal, wir lachen viel und singen laut. Hier gibt es Streit, Stress und ganz viel Liebe. Das sind wir.

Ich hatte keinen neuen Schub nach der Geburt und konnte ihn stillen, so lange er wollte– ohne jegliche Einschränkung. Gesundheitlich ging es mir gut in diesem Jahr, es kam keine Verschlechterung hinzu und auch das MRT vom Kopf zeigte, dass die MS während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht voran geschritten ist. Im Mai habe ich dann wieder mit meinem MS-Medikament begonnen. Der kleine Mann war gleich 2 Mal im Krankenhaus in seinem ersten Lebensjahr. Auch das hat er super gemeistert und wir haben uns sehr gefreut, dass er jedes Mal relativ schnell wieder gesund geworden ist.

[Back to Krankenhaus] Gestern Mittag entdeckte ich plötzlich, dass der Bauchnabel vom Schneckerich etwas entzündet war. Als die Hebamme kurz danach schaute, erklärte sie, dass wir das sehr genau beobachten müssten, daraus könne sich eine richtige Entzündung mit Blutvergiftung entwickeln. Da bekam ich dann doch etwas Angst um meinen Kleinen, der doch so gar keinen kranken Eindruck machte. Beim Säubern des Nabels floss dann etwas Eiter ➡️ Also wir ab ins Krankenhaus, wo wir wirklich direkt dabehalten wurden. Der Schneckerich bekommt nun Antibiotika über den Kopfzugang, den Ihr auf dem Foto sehen könnt. Mein kleiner Mann, damit habe ich auch nicht gerechnet! Das ging sooo verflucht schnell mit der Entzündung- ich kann es gar nicht fassen! Und, dass wir nur 5 Tage nach der Geburt wieder in einer Klinik sind, auch nicht! Ich weiß, das ist vergleichsweise harmlos, aber ich hatte mir mein Wochenbett echt anders vorgestellt- ich hoffe, Ihr versteht mich?! #schneckerich #momlife #mom #mama #mama2016 #mamasboy #momof3 #krankenhaus #krank #krankseinistdoof #love

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[Noro-Virus] Der kleine Mann hat den Noro-Virus und zu viel Flüssigkeit verloren. Deswegen sind wir seit gestern Abend im Krankenhaus (vielen Dank für die zahlreichen Genesungswünsche – das tut unheimlich gut). Die Nacht war so lala, weil die Geräte, an die der Kleine angeschlossen wurde, ständig piepten. Davon wurde er wach & hat sich stark aufgeregt. Heute konnte er nach 2 Infusionen wieder etwas trinken & essen. Das machte ihn sehr gutlaunig und er hat mit den Schwestern geschäkert. Da seine Werte jedoch noch nicht wieder top sind, bekommt er noch den ganzen Tag & die ganze Nacht Infusionen. Wenn wir Glück haben, geht es dann morgen ohne Infusion. Geht das Glück dann weiter und er kann seinen Flüssigkeitshaushalt von alleine aufrechterhalten, können wir weitere 24 Stunden später nach Hause. Drückt uns die Daumen, ja?! Leider ist das Krankenhaus total überfüllt- genau wie im Januar, als wir hier schon einmal waren. Bedeutet, dass wir uns das Zimmer teilen und an Ruhe nicht zu denken ist. Aber: Hauptsache, beim #schneckerich geht es bergauf. #diesachemitdemleben #3fachmama #msfighter #mama #mamablogger #littleboy #kindkrank #tjanun #lebenamlimit #hauptsachegesund

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Wir haben zwei super tolle Urlaube in Italien gemeinsam verbracht. Ich war mit den Schnecken im Disneyland Paris und war mit allen 3 Kindern eine Woche lang alleine an der Nordsee. Das war anstrengend, aber ich habe gemerkt, dass ich das auch mal schaffe mit meinen Kindern.

Dann war da natürlich die Veröffentlichung meines Buches „Alles wie immer, nichts wie sonst“, die mich ab Juni begleitet hat. In diesem Zusammenhang durfte ich viele neue Erfahrungen sammeln, war im Fernsehen, in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Meine Geschichte hat es sogar auf „SPIEGEL Bestsellerliste“ geschafft und ich habe so so so viele tolle Zuschriften von den Lesern bekommen. Diese Zeit werde ich niemals vergessen und ich freue mich auf die Lesungen, etc. in 2018.

Im Sommer ist die MaxiSchnecke eingeschult worden und hat auch das super toll gemeistert. Natürlich hat auch sie an der einen oder anderen Stelle etwas gebraucht, um diese große Veränderung zu verarbeiten. Aber  insgesamt hat sie das toll gemacht und organisiert sich sehr selbständig und hat Lust auf die Schule und das Lernen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Zum Ende des Jahres habe ich wieder begonnen, in meinem Hauptjob zu arbeiten. Die Rückkehr war sehr herzlich und meine Aufgaben passen gut zu mir und zu meinem Leben als 3fach Mama. Natürlich hatte ich Respekt davor. Also, vor dem Alltag mit Job, Kindern und Krankheit. Aber ich habe mich daran gehalten, einfach zu machen Schritt für Schritt. Und nicht zu viel darüber nach zu denken.

Trotzdem bin ich in den vergangenen Wochen etwas nachdenklich geworden: Dieses 2017 ist mit seinen Ereignissen so unglaublich schnell an mir vorbei gerauscht. Das hat mich sehr zum Grübeln gestimmt, denn es ging mir einfach viel zu schnell. Ich hätte viele Momente gerne länger erlebt. Intensiver. Bewusster. Ich habe viel darüber nachgedacht, was mir wichtig ist. Was ich vom Leben möchte. Denn das Leben ist mir an vielen Stellen zu oberflächlich- und das hat mich auf der anderen Seite wiederum sehr enttäuscht. Ich bin da mit meinen Gedanken noch nicht durch.

Daher und, weil da trotzdem immer noch die unheilbare Multiple Sklerose ist, bekommt 2017 die Note 9. Es ist ein nahezu perfektes Jahr gewesen.

2. Zugenommen oder abgenommen?

Abgenommen. Aber das ist nach der Schwangerschaft auch nicht verwunderlich, oder? Ich stand nun nach den Feiertagen nicht auf der Waage, aber ich denke mal, dass ich am Ende quasi mein Ausgangsgewicht vor der Schwangerschaft wieder habe. Sicherlich etwas höher als vor Weihnachten, denn ich habe wirklich geschlemmt und überhaupt nicht meine MS-Diät (ohne Milch, Kohlehydrate & Zucker) eingehalten. Und dann geht mein Gewicht erfahrungsgemäß direkt hoch.

3. Haare länger oder kürzer?

Wieder länger. Von kurz auf halblang.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Gleich geblieben.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Weniger: Elterngeld und nun arbeite ich auch etwas weniger.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Ich habe ja 3 Jobs: Das Mamasein, meinen Hauptjob und das Bloggen/die Autorenschaft.

Das Mamasein ist durch den kleinen Mann noch besser geworden.

In meinem Hauptjob bin ich ja nun erst wieder 4 Wochen. Daher kann ich da noch nicht so viel sagen. Aber bisher ist alles gut.

Das Bloggen hat durch die Autorenschaft (das sind natürlich zwei unterschiedliche paar Schuhe!) neue Facetten gewonnen. Ich muss sagen, dass ich beides super interessant finde, aber sehr glücklich bin, dass ich von beiden Jobs nicht finanziell abhängig bin. Denn beide Jobs sind auch sehr anstrengend und verlangen viel Präsenz.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr durch Kind No. 3.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Ja. Bei der lieben Dani von Glucke & So einen süßen selbst genähten Pullover für den Schneckerich.

9. Mehr bewegt oder weniger?

Definitiv mehr. Ich jogge regelmäßig und gehe ins Fitnessstudio. Und in 2018 werde ich das sogar noch ausbauen. Aber davon werde ich Euch noch berichten.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Wenige. Da ist natürlich die MS. Die ist nach wie vor da und das ist kacke. So! Aber darüber hinaus ging es mir vergleichsweise gut. Vielleicht hat das auch mit meinem Zahnarzttermin im Herbst zu tun? Da traue ich mich noch nicht, ein Urteil zu fällen.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Überraschung: die MS.

12. Der hirnrissigste Plan?

Zwischen den Jahren zu arbeiten und dann noch die Erwartung zu haben, „mal eben schnell“ das Büro zu Hause auszumisten, die Wäsche zu verräumen und nebenher die Kinder zu betreuen UND für Euch zu bloggen. Das steht stellvertretend für alle weiteren „mal eben“ – Pläne in 2017 😉

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Hmmmh. So richtig gefährlich war es nicht in 2018. Ich bin da ja auch eher so sicherheitsbestrebt.

14. Die teuerste Anschaffung?

Unsere Urlaube in Italien.

15. Das leckerste Essen?

Im Sommer in Italien, abends mit meiner Familie und einem guten italienischen Freund in einer Trattoria. Weil es das nicht alle Tage gibt. Und, weil es vom Gefühl her so ein tolles Feeling war *lach* … Ihr versteht micht, oder? Ansonsten schmeckt mir unser Essen eigentlich immer sehr lecker.

16. Das beeindruckendste Buch?

Ich habe in 2017 so unglaublich wenig gelesen, weil ich mich so viel um mein eigenes Buch gekümmert habe. Aber ich habe als leichte Lektüre die Romane von Petra Hülsmann für mich entdeckt. Die habe ich so hintereinander weggelesen und das war gut so.

17. Der ergreifendste Film?

Ehrlich gesagt, kann ich mich an keinen Film erinnern, der mich nachhaltig so berührt hat.

Aber ich liebe immer noch Serien. Und diese habe ich mir in 2017 angeschaut (die meisten findet Ihr auf Netflix oder bei Amazon Prime):

  • Shameless
  • Suits
  • Scandal
  • Modern Family
  • Grace and Franky
  • Der Lack ist ab
  • Vorstadtweiber
  • Red Oaks
  • Transparent
  • You Me Her
  • Flaked
  • Friends from College
  • This is us
18. Die beste CD?

Miky Chance Blossom

19. Das schönste Konzert?

Das einzige Konzert in diesem Jahr. Aber auch das schönste: Milky Chance auf Tour in Frankfurt.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meiner Familie. Und der Promo für mein Buch.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Am Gardasee mit meiner Familie.

22. Zum ersten Mal getan?

Mit allen drei Kindern alleine in den Urlaub gefahren. Und zum ersten Mal für mein eigenes Buch auf der Frankfurter Buchmesse gewesen.

23. Nach langer Zeit wieder getan?

Gestillt. Das letzte Mal war in 2014 gewesen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Meldungen über Menschen, die zu jung gestorben sind.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Da fällt mir nichts ein.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Gemeiname Zeit, die ich meiner Familie und insbesondere meinem Mann verschafft habe.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich wiederhole die Antwort aus den Vorjahren: Dass Papa Schulze mich und alle drei Schneckenkinder so liebt und sich so gut um uns kümmert.
28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Mama, ich liebe Dich! Du bist die Beste!“

„Meine liebste Julie, ich liebe das Leben mit Dir!“

„Ich kann auf den MRT-Bildern keine neue Läsionen erkennen.“ (Meine Neurologin im September)

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Sie konnten auf den MRT-Bildern keine neue Läsionen finden.“

„Egal, wie sehr wir uns streiten, vergiss nie, dass ich Dich immer, immer, immer liebe!“

„Mein Liebster, ich liebe das Leben mit Dir!“

30. Dein Wort des Jahres?

Schneckerich.

31. Dein Unwort des Jahres?

Lügenpresse.

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?

Es sind so viele Blogs, die mir gut gefallen. Bei denen ich mal vorbeilese. Ich bekomme die gar nicht alle zusammen. Und ich mache mir jetzt schon Vorwürfe, dass ich ganz, ganz viele vergesse.

33. Vorsätze fürs neue Jahr

Verbindlicher leben. Weiter entschleuningen. Ausmisten (in mir, aber auch in meiner Wohnung). Wieder mehr Paleo. Ich habe auch eine Bucket List verfasst. Die kommt morgen 😉

34. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!

2014

2015

2016 (den Jahresrückblick 2016 habe ich noch nicht fertiggestellt, da der Schneckerich zum Ende geboren wurde. Und dann verging das Jahr. Einfach so. Schwupps! Aber ich werde den Bericht noch fertigstellen- wenn nicht jetzt, wann dann? So nah werde ich nie wieder an 2016 sein.)

6 Kommentare

  1. Marion Protzner sagt

    Liebe Jusu.dir und deiner Familie wünsche ich auch ein frohes und gesundes neues Jahr. Mach weiter so. Ich freue mich jedesmal wenn ich von dir lesen kann. .GlG Marion

  2. Was ein genialer Rückblick, gefällt mir durch und durch und mir gefällt am meisten, dass es Dir eigentlich gut geht.
    Das mit der Zeit vorbeirennen und nicht intensiv genug genossen kenne ich und es wird immer schlimmer.
    Auf ein wundervolles 2018
    Martina

  3. Pingback: Bucket List 2018 - Mama Schulze

  4. Liebe Jusu,

    das war wirklich mal ein sehr lesenswerter Jahresrückblick. Ich lese Deinen Blog mindestens genau so gerne und wünsche Dir, dass Dein 2018 tiefsinnig, aber vor allem schubfrei wird.
    Du bist so eine beeindruckende, tolle Frau und ich freue mich schon sehr darauf Dich spätestens im Mai (hoffentlich) wiederzusehen.

    Liebe Grüße
    Katharina

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