Mama mit MS, Mama-Blog
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Erste Male: Als Speakerin bei der Elternbloggerkonferenz #denkst

Am vergangenen Samstag war ich zum ersten Mal als Speakerin auf einer Elternbloggerkonferenz. Bei der #denkst habe ich mein Debüt gegeben. Aber nicht nur das, sondern ich habe auch zum ersten Mal Auszüge aus meinem Buch vorgelesen.  „Alles wie immer, nichts wie sonst: Mein fast normales Leben mit Multipler Sklerose“* wird Anfang September bei eden books erscheinen.

Aber von vorne: Um 7 Uhr morgens machte ich mich mit der MaxiSchnecke Richtung Nürnberg auf, wo die #denkst im Museum für Kommunikation im Rahmen der Nürnberger Web Week stattfinden sollte. Mini war zu einem Kindergeburtstag eingeladen, weswegen sie zu Hause bei Papa Schulze blieb. Auch den Schneckerich ließ ich dort. Mittlerweile isst er tagsüber seinen Brei und nimmt auch problemlos die Flasche. Daher wagte ich es zum ersten Mal, ihn einen Tag lang quasi „zu verlassen“.

So richtig Zeit, um Aufregung aufkommen zu lassen, hatte ich im Vorfeld zum Glück nicht. Irgendwie war in den letzten Tagen eine Menge los. Zum einen musste ich bis vergangenen Dienstag die letzten Änderungen an „Alles wie immer, nichts wie sonst“ an den Verlag liefern. Dann war am Donnerstag die Fotografin Katrin Schander bei mir, um Fotos für das Cover und für die Presse zu schießen. Zwischendurch bereitete ich meinen Kurzvortrag für die #denkst vor und wählte die Leseproben für das Publikum aus. Dazwischen forderten alle drei Kinder meine volle Aufmerksamkeit… und leider die MS auch ein wenig. Denn es war ganz schön heiß in den letzten Tagen bei uns. Zu heiß bzw. zu schwül. Und das bekommt mir mit der Multiplen Sklerose gar nicht gut. Leider. Dann spüre ich sie stark, der ganze Körper kribbelt, mein rechtes Bein wird arg schwer und ich kann die ganze Zeit nur daran denken, dass ich mich irgendwie nicht gut fühle. Nicht schön!

Zack, war es schon Samstagmorgen und ich machte mich also auf den Weg mit Maxi. Und das war auch mal schön: Mal wieder nur mit der Großen unterwegs zu sein. Das hat ihr auch richtig gut gefallen. Leider waren wir nicht pünktlich zur Eröffnung der #denkst vor Ort und ich konnte nicht den ersten Vorträgen von Sophie aka BerlinFreckles und Andrea von DieAnderl lauschen. 245km Entfernung brauchen halt etwas Zeit und dann hatte Maxi Vorrang: Gemeinsam mussten wir nach unserer Ankunft erst einmal die Lage vor Ort sondieren und schauen, wo die Kinderbetreuung war, welche Süßigkeiten sich auf den vielen Tischen im Foyer versteckten und welche Spiele es am Stand von AMIGO zum Ausprobieren gab. Als dann sogar eine Führung für die Kinder durch das Museum für Kommunikation angeboten wurde und Maxi gespannt mitging, konnte ich etwas netzwerken, alte Bekannte begrüßen und neue BloggerInnen kennenlernen. Auch der Diskussion von Svenja (Meine Svenja), Sophie (BerlinFreckles) & einem Vertreter von Blogfoster konnte ich lauschen. Das Thema war „Mit Produktproben und Mehrwert kann ich keine Miete zahlen!“ Ich mag solche Podiumsdiskussionen ja- mich regen die unterschiedlichen Sichtweisen immer zum Nachdenken an und öffnen mir neue Perdpektiven.

Dann machte sich schon mein Vorredner Thorsten Ising bereit und ich kümmerte mich mit Sven von Zwillingswelten darum, dass die Zuhörer auch mein Präsentationschart sehen konnten. Das Foto vom Schneckerich und mir hatte übrigens Katrin 2 Tage zuvor im Rahmen des Covershootings aufgenommen. Ich fand es so toll, dass ich es direkt einbauen musste. Ich liebe es! Genau rechtzeitig zu meinem Vortrag kam Maxi von ihrer Führung zurück- das war genau in ihrem Sinne, denn sie wollte unbedingt zu Mamas Vortrag zurück sein.

Und dann ging es los und ich erzählte, warum ich es für unglaublich wichtig halte, dass auch über (unheilbare) Krankheiten im Netz von Betroffenen berichtet wird. Und, was das persönlich bringen kann. Himmel, da war sie dann, die Aufregung…

Am Ende las ich aus „Alles wie immer, nichts wie sonst: Mein fast normales Leben mit Multipler Sklerose“* und Maxi kuschelte sich die ganze Zeit an mich. Ganz ehrlich: Das hat sooo gut getan! Ich war höllisch aufgeregt, denn es war ja quasi eine Weltpremiere- und dazu habe ich ja auch aus meinem Seelenleben berichtet. Das ist schon ganz schön persönlich. Wäre meine Große nicht gewesen, dann hätte ich es, glaube ich, nicht ohne Tränen geschafft. Aber sie hat mich durch die Lesung getragen <3

Das war schon wirklich ganz besonders! Und das Feedback war auch ganz besonders. Ich möchte mich hier an dieser Stelle noch einmal bei allen herzlich dafür bedanken. Mir ist diese 1. Lesung und Euer Feedback unheimlich wichtig! Und danke an die Macher der #denkst (Ich lebe jetzt! und Zwillingswelten) : 1. habt Ihr da echt eine tolle Konferenz auf die Beine gestellt, und 2. habt Ihr mir ein Forum gegeben 🙂

Hier habe ich einige Stimmen für Euch zu meinem Beitrag:

denkst

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6 Kommentare

  1. Es war sehr schön und so richtig emotional dich auf der Bühne zu erleben. Ich habe so einige Taschentücher gebraucht!

    Respekt für dich und deine Art nach vorn zu blicken und das beste aus der Situation zu machen!

    Liebe Grüße Kati
    http://www.kuchenkindundkegel.de

  2. Bis vor wenigen Wochen warst du nur das Gesicht eines Blogs, doch dann habe ich dich persönlich mit deinen Mädels kennengelernt und ganz fest in mein Herz geschlossen, das trug wohl schon dazu bei, das ich schon Tränen der Zustimmung in den Augen hatte als du erklärt hast, das das Leben nicht nur schön und weiß ist, sondern auch schwarz. Zwar bin ich nicht krank, aber mein Kind behindert, das macht das Leben auch nicht zum ständigen Höhenflug durch Einhornpupse.
    Ich bin ja froh zu lesen, dass ich nicht als einzige mit überlaufenden Augen war – das Buch MUSS ich haben.

  3. Pingback: Welt-MS-Tag, die neunte (seit 2009) | chronischhochdrei

  4. Liebe Julia, du hast mich sehr berührt. Ich bewundere dich nicht nur dafür, dass du den Mut hattest am Samstag vor uns allen zu erzählen über deine Krankheit und dein Leben, deine Familie, über dich. Dass du solch persönliche Stellen aus deinem Buch vorgelesen hast, die mich total bewegt und zum Weinen gebracht haben (und das hättest du sicher auch, wenn die Stillhormone nicht mehr wären…). Ich bewundere dich auch sehr für deinen Mut, deine Stärke und die Zuversicht, die du bewiesen hast und ausstrahlst und das, was du mit deinem Blog und deiner Aufklärungsarbeit anderen Menschen und Menschen, die selbst an MS erkrankt sind gibst. Du bist eine wahnsinns Frau! Danke, dass ich dich kennenlernen durfte!
    annina

  5. Liebe Julia,
    habe vielen Dank für deine beeindruckende Rede auf der #denkst! Ich finde es toll, mit welchen Mut du raus gehst und über deine Krankheit sprichst. Mach weiter so!
    Liebe Grüße von
    Tanja

  6. Danke, dass wir Dir zuhören durften. Es ging unter die Haut. Du bist eine starke und bewundernswerte Frau. Alles Liebe für Dich und Deine Familie.

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