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Elternzeit adé

In knapp einer Woche ist sie vorbei, meine Elternzeit. Schwupps, und weg. Unfassbar. 11 Monate hatte ich genommen. Vorbei. Gefühlt ein Atemzug.

Natürlich hat das auch mit der Veröffentlichung meines Buches im September zu tun. Hierdurch hatte ich seit Mai immer wieder Termine, die die Zeit noch schneller vergehen ließen. Und nun ist es dann wirklich soweit und ich gehe wieder „meinem normalen Beruf“ nach. Denn den habe ich auch noch und möchte ihn nicht missen.

Seit letzter Woche besucht der Schneckerich daher eine Krippe. Und das funktioniert wirklich gut. Der kleine Mann fühlt sich sichtlich wohl- und das macht mich sehr glücklich. Ich hoffe, dass es so weiter geht und er nicht noch einmal in nächster Zeit so schlimm erkrankt wie neulich, dass er nicht dorthin gehen kann.

Trotzdem halte ich inne. Die Zeit. Die Zeit schreitet einfach dahin. Das Leben lebt. Die Erde dreht sich gefühlt immer schneller. Ich wünschte, da wäre einfach mehr Zeit- vielleicht ein bis zwei Stunden pro Tag? Ich weiß es nicht. Dafür weniger Stress. Weniger Müssen.

Manchmal haut mich die Vergänglichkeit der Zeit einfach um. Und genau in diesem Moment springt die MiniSchnecke vom Tisch auf, rennt zum Terrassenfenster und schaut in den Garten: „Schau, Mama, da ist ein Vogel mit einem roten Streifen auf dem Kopf. Schau, der läuft durch unseren Garten.“ Dann steht sie bewegungslos an der Fensterscheibe und beobachtet, steigt aus dem Alltag aus, taucht ab, beobachtet, studiert, seufzt, holt tief Luft und taucht dann wieder in das Leben. Glücklich.

Ich bin gespannt, wie schnell das Leben als berufstätige 3fach Mama wird. Wie ich es schaffen werde, zu bremsen. Innezuhalten. Nicht immerzu, zu hetzen. Sondern, zu atmen.

 

2 Kommentare

  1. Stefanie Müller sagt

    Liebe JuSu, ich habe Deinen Blog in diesem Jahr entdeckt und lese ihn immer gerne. Ich wünsche Dir einen guten Start in den Arbeitsalltag!
    Ich habe seit 26 Jahren MS und hatte die Krankheit schon vor Mann und Kindern. Ich habe drei Kinder (12,14,17) und arbeite in der Spitex (Krankenpflege zu Hause). Seit 2015 arbeite ich im Büro dort, weil ich es körperlich nicht mehr schaffte als Krankenschwester unterwegs zu sein. Es gibt Zeiten, da meistere ich Familie und Beruf gut und dann gibt es auch die Durststrecken, besser gesagt die Schlafstrecken, wo ich nur noch liegen möchte und mich frage, wieso ich mir das antue!?
    Ich habe letzte Woche Dein Buch gekauft und bin gespannt darauf.
    Gruss aus der Schweiz Stefanie

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