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Einschulung 2017: Gedanken

Genau heute in einer Woche ist es soweit: Meine MaxiSchnecke hat ihre Einschulung. Je näher dieser Termin rückt, desto sentimentaler werde ich. Ich kann es gar nicht fassen: War es nicht erst gestern, als ich meine MS-Diagnose im Mai 2010 bekommen habe? War es nicht gerade erst eben, als ich den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt? Ich kann mich noch genau an die darauffolgenden Wochen erinnern, als Maxi in mir wuchs. An das erste Mal, als ich das kleine Herzchen schlagen oder das kleine Menschlein über den Ultraschall am Daumen nuckeln sah. Oder ich – immer abends – spürte wie Maxi in meinem Bauch Schluckauf hatte. So viel ist in den vergangenen 7 Jahren passiert, aber ich kann alles noch fühlen. Meine Maxi ist mein „MS-Kind“ und mit ihr wurde alles so schön, dass ich mir ein 2. Kind vorstellen konnte. Und mit Mini und Maxi dann auch ein 3. Kind.

Einschulung

Fotocredits Katrin Schander

Oft sitze ich in stillen Momenten da und erinnere mich. Ich denke an die ersten Tage mit Maxi und erinnere mich daran, wie wir mit einer kleinen Spritze bewaffnet, PRE-Milch zugefüttert haben. Wie Maxi auf mir immer eingeschlafen ist, oder wie Papa Schulze ihr die Windeln gewechselt hat. Ich erinnere mich an ihre ersten Worte, ihre ersten Schritte. Und ich erinnere mich, wie ich lernte, mit der Multiplen Sklerose zu leben. Wie ich merkte, dass das Leben damit nicht zu Ende ist, es weitergeht und es schön sein kann.

Dann kann ich es gar nicht fassen, dass wirklich schon 7 Jahre vergangen sind, seitdem ich den zweiten Strich auf dem Schwangerschaftstest gesehen habe und sich alles innerhalb kürzester Zeit noch einmal veränderte.

Ich denke an die schönen Momente, aber ich denke auch an die schwierigen mit Maxi. An die kleinen und großen Diskussionen, an alle ihre Entwicklungsschritte, die sie zu dem tollen Kind gemacht haben, das sie heute ist. Bei so vielen Dingen werde ich sentimental, dass sie schon hinter uns liegen.

Denn sie  beginnen schon, hier und dort: die kleinen Abschiede. Manchmal reicht schon nicht mehr eine Umarmung von mir aus, um zu trösten. Manchmal werde ich schon nicht mehr zum Abschied geküsst, „weil es voll peinlich ist“.

Einschulung

Fotocredits Katrin Schander

Und nun steht sie an, die Einschulung. Ein neuer Zeitabschnitt beginnt und ich frage mich, wie Maxi das wohl meistern wird. Ob wir sie bis hier hin so begleitet haben, dass sie bereit für diesen Schritt ist. Ich mache mir Gedanken, wie das so wird, wenn nicht mehr immer eine Erzieherin zum Trösten bereit steht. Wenn Maxi „funktionieren“ muss.

Die vergangenen Tage nach unserem Urlaub habe ich daher ganz bewusst mit ihr, Mini und dem Schneckerich verbracht. Da ich zurzeit ja in Elternzeit bin und nicht zur Arbeit muss, haben wir die Tage zu Hause verbracht. Rein theoretisch hätte Maxi auch noch einmal bis zur nächsten Woche in die Kita gehen können. Aber ich habe mich nun nicht mehr bereit dafür gefühlt. Ich wollte und ich will mit Maxi, Mini und dem Kleinen bis zum nächsten Dienstag noch einmal die Seele baumeln lassen. Denn ab nächster Woche beginnt dann schon wieder „genug Programm“. Ich möchte Maxi noch etwas Ruhe vor dem Sturm gewähren. Ihr genug Zeit „zum Prüddeln“ und sie in den Tag hinein leben lassen. Und das haben wir so sehr genossen bzw. tun das immer noch.

Nun haben wir noch 6 Tage bis zum großen Tag der Einschulung. Wenn ich daran denke, kommen mir schon wieder die Tränen- vor Rührung und Sentimentalitis. Aber ich werde versuchen, nicht „voll peinlich“ in der Schule zu stehen und Rotz und Wasser zu weinen. Taschentücherspenden nehme ich bis dahin natürlich noch dankbar entgegen 😉

Bis zum D-Day gewähre ich Euch noch ein paar Einblicke auf den Schulranzen, die Schultüte und deren Inhalt. Ich bin gespannt, wie Euch alles gefällt.

Wie habt Ihr den Tag der Einschulung Eurer Kinder erlebt? Oder steht der große Tag bei Euch bald auch noch an?

Einschulung

Fotocredits Katrin Schander

8 Kommentare

  1. Hi, das ist so eine aufregende Zeit, mir ging es auch so, dass ich mich zur Einschulung gefragt habe, woher ich plötzlich so ein großes Kind habe und nun ist er 7 und kommt in die 3. Klasse. Bei uns ging die Einschulung leider wegen Schwangerschaft etwas unter, zum Glück war das meiste vorbereitet. Und nun ist schon die halbe Grundschulzeit rum und wir müssen im Oktober den Mittleren anmelden. Ich wünsche Euch einen ganz tollen Schulstart!

    • Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ja, ich kann mir vorstellen, dass es, wenn die Schule einmal gestartet hat, super schnell geht. In 2 Jahren wird dann schon unser 2. Kind eingeschult. Viele liebe Grüße, JuSu

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