Wochenende
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Ein Wochenende an der Mosel

Zwar schon etwas verspätet, aber ich möchte Euch dennoch von unserem
vergangenen Wochenende erzählen. Erstmalig war ich nämlich mit den beiden
Schnecken bei meiner Tante und meinem Onkel zu Besuch. Papa Schulze hat mit
Opa Schulze Arbeiten in unserem Häuschen erledigt und ist zu Hause
geblieben. Dafür war meine Freundin, die gleichzeitig auch die Patentante
von MaxiSchnecke und MiniSchnecke ist, ebenfalls mit dabei. Meine Tante und mein Onkel
leben direkt an der Mosel, nicht weit von Bernkastel-Kues, falls das jemandem von Euch etwas sagt. Mitten in den Weinbergen und meine Familie besteht daher auch aus Weinbauern. Im Frühling/Sommer eine wunderschöne und idyllische Gegend, im Herbst/Winter oftmals etwas trostlos, da es dort sehr
oft Nebel gibt. Am vergangenen Wochenende hatten wir richtig Glück, denn es war zwar Gewitter und Regen für das ganze Wochenende vorausgesagt, aber es herrschte nahezu die ganze Zeit strahlender Sonnenschein. Nur am Samstag Morgen war es mal etwas neblig.

Meine Freundin hat ein schönes Panoramafoto gemacht, das ich Euch nicht vorenthalten möchte. Hier bekommt Ihr nämlich einen guten Eindruck, wie
idyllisch es Vor Ort ist:


Am Freitag bin ich morgens um kurz nach 9 Uhr losgefahren. MiniSchnecke war nach
der dritten Kurve eingeschlafen, MaxiSchnecke hörte ihrer Kinderlieder-CD oder spielte für sich Szenen aus der Kita nach.
Das war übrigens sehr putzig anzuhören, denn sie war eindeutig die denn sie war eindeutig die Erzieherin, die mit dem ein oder anderen Kind schimpfte <3. Auf halber Strecke musste MaxiSchnecke auf Toilette. Und da war ich sehr stolz auf sie, weil

sie rechtzeitig Bescheid gesagt hat und dann gut warten konnte bis ich
angehalten habe. Nach 2 Stunden 15 Minuten waren wir dann da und nach
anfänglicher Schüchternheit akklimatisierte sich MiniSchnecke super schnell und MaxiSchnecke langsam. Aber dazu später mehr. MiniSchnecke hat sich sofort in meine Tante verliebt und ist ihr nicht mehr von ihrer Seite gewichen. Sogar füttern hat
sie sich lassen von meiner Tante. Und darauf steht sie eigentlich überhaupt
nicht. Und meine Tante hat sich natürlich total gefreut und sich die ganze Zeit von ihr kommandieren lassen. Die Kleine war ja so glücklich. Sie hat quasi das ganze Wochenende gegessen, gelacht und geschlafen. Und das Lachen war ein richtig lautes, fast schon dreckiges, Lachen. Und sie hat riesige Portionen an Essen in sich hineingeschaufelt. Am Freitag war das mehr Nahrung als ich zu mir genommen habe. Der absolute Wahnsinn!

MaxiSchnecke hatte, wie schon erwähnt, einige Probleme, sich wohlzufühlen. Vielleicht kamen da auch einige Dinge zusammen: Zum einen war Papa Schulze letzte Woche auf Dienstreise. Und sie hat ihren Papa sehr vermisst. Dass er nicht mit zu meiner Tante und meinem Onkel mitgefahren ist, hat sie sehr traurig gemacht. Sie hat richtig gelitten. Zum anderen haben wir beide (MiniSchnecke nicht, sie war in einem freien Zimmer bei meiner Tante) im alten Haus von meinen Großeltern geschlafen. Das ist direkt neben meiner Tante und durch einen Balkon mit deren Haus verbunden. Quasi wie ein Doppelhaus, auch das Babyfon reicht bis dahin. Wenn man bei meiner Tante in der Küche oder im Wohnzimmer spricht, hört man das sogar ganz leise in dem Schlafzimmer bei meinen Großeltern. Aber irgendwie hat MaxiSchnecke die Trennung der Häuser bemerkt und ihr war es unheimlich, dass sie in dem Haus meiner Großeltern schlafen sollte. Zwar mit mir zusammen in einem Zimmer, aber ich gehe ja später ins Bett als sie bzw. mache keinen Mittagsschlaf. Sie hatte Angst und hat sich geweigert, in dem Zimmer zu schlafen. Am Freitag ist sie
nur mit Mühe und Not in dem Zimmer eingeschlafen und hat die ganze Nacht,
wenn ich mich im Schlaf einmal bewegt habe, nach mir getastet oder meine
Hand gehalten. Und gegessen hat sie ebenfalls nur sehr wenig. Wenig und
schlechter Schlaf führen bei Kindern ja noch zu größeren Aussetzern als bei
Erwachsenen, daher war der Samstag dann zeitweise eine große Katastrophe
mit der total übermüdeten MaxiSchnecke, die dann leider auch keinen Mittagsschlaf machen wollte. Ich hatte ja gehofft, dass das Programm des Morgens und die Tatsache, dass sie auch immer mehr Spaß mit meiner Tante und meinem Onkel hatte, sie total müde und entspannter machen würde. Aber dem war leider nicht so.  


Am Samstag Morgen haben wir nämlich eine Ausfahrt mit dem alten Traktor und
dem Anhänger meines Onkels gemacht. Das war vielleicht ein Staunen und
Lachen bei den beiden Schnecken! Wir sind durch die Weinberge gefahren,
haben viele tolle Pflanzen gesehen, Schafen ‚Hallo‘ gesagt und wilde
Brombeeren gepflückt und gegessen. Und MaxiSchnecke und MiniSchnecke durften auch bei
meinem Onkel auf dem Traktor sitzen (aber nur auf dem Seitensitz- MaxiSchnecke
hätte ja auch bei meinem Onkel auf dem Schoß sitzen und den Traktor lenken
dürfen, aber das wollte sie nicht). Und meine Freundin ist sogar ein Paar
Meter auf der Kühlerhaube des Traktors gefahren. Und, weil es so aufregend
war und es so schön monoton ruckelt und schuckelt auf dem Traktor, ist MiniSchnecke
dann auf der Rückfahrt direkt selig bei meiner Tante auf dem Schoß
eingeschlafen.

Also gab es sogar ein kleines Abenteuer für sie. Hier habe ich ein paar
Fotos von unserem tollen Ausflug für Euch:






Nachdem MaxiSchnecke dann wie gesagt auch den Mittagsschlaf verweigert hatte,
schlug meine Tante vor, dass die Große ja die kommende Nacht bei ihr
schlafen könne. Und, ich hätte es ja nicht gedacht, damit war MaxiSchnecke
einverstanden. Vielleicht lag es auch daran, dass MiniSchnecke im Zimmer nebenan
geschlafen hat? Vielleicht. Erst hatte ich noch Bedenken, denn so ein Entschluss einer 3-jährigen kann sich ja innerhalb von einer Zeitspanne von 5 Stunden noch 25 Mal ändern. Aber das tat es nicht und sie hat dann wirklich bei meiner Tante geschlafen. Trotz Katze, die dort auch genächtigt hat. Denn vor der hat sie eigentlich auch Angst. Und es gab keine Probleme während der Nacht.

Am Sonntag sind wir dann nach dem Frühstück wieder Richtung Heimat
aufgebrochen. Und die Fahrt hat wieder sehr entspannt – fast identisch zur
Hinfahrt – funktioniert. Diesmal habe ich noch meine Freundin mitgenommen.
Sie wohnt etwas weiter weg von uns und die Fahrt an die Mosel war für sie über 5 Stunden lang und mit 3 Mal Umsteigen gespickt. So habe ich sie dann bis Frankfurt mitgenommen, wo sie wieder in den Zug gestiegen ist. Und während der Fahrt hatten wir dann endlich mal Zeit, ein wenig zu quatschen. Denn das fällt bei solchen Ausflügen mit Kindern ja leider immer etwas zu kurz. Vor allem, wenn ein Kind solche Schlafprobleme hat. Das nimmt einen dann doch sehr ein.

Aber, alles in allem, war es ein sehr schöner Ausflug! Meine Freundin
kannte die Weinregion auch noch gar nicht und war begeistert. Ihr Fazit:
Ich komme wieder! Na, ich hoffe doch, auch mit uns zusammen?!

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