Ernährung, Intermittierendes Fasten, Mama-Blog, MS Thursday, Multiple Sklerose
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Die MS ist eine Reise *Reportage-Tipp*

Wenn ich an die vergangenen Jahre in meinen Leben mit der Diagnose „Multiple Sklerose“ zurückdenke, dann erscheint mir die Zeit wie eine Reise, die noch lange nicht zu Ende ist. Ein Weg, den ich gehe durch diese Krankheit, dessen genaue Koordinaten ich aber immer wieder neu bestimme. Ich entdecke immer wieder neue Sachen für mich, neue Dinge, die ich ausprobieren möchte, die für mich Sinn machen. Ich ändere immer wieder meine Sicht, bilde mich weiter, tausche mich aus, stoße auf neue Fakten und bewerte alte neu. Es ist nicht immer leicht, in diesem ganzen Wust an Informationen, Meinungen und Ergebnissen, den eigenen Weg herauszufinden. Aber es lohnt sich meiner Meinung nach.

Ernährung und Multiple Sklerose

Seit ich die Diagnose bekommen habe vor knapp 9 Jahren, habe ich mich intensiv mit dem Thema Ernährung & MS auseinandergesetzt. Für mich war von irgendwie von Anfang an klar, dass mein Futter auch das Futter für die Nerven ist und ich meinen angeschlagenen Nerven das für sie bestmögliche Futter liefern möchte. Nach einiger Zeit war ich daher beim Paleo-Programm gelandet und dazu habe ich Euch hier informiert.

Vor rund einem Jahr habe ich dann mit dem Intermittierenden Fasten begonnen, nachdem ich eine wirklich super interessante Reportage auf 3Sat gesehen habe (den Link findet Ihr in meinem Artikel), und das nun ein Jahr lang praktiziert. Wie es mir ergangen ist, habe ich in der zweiten Woche, in der 3. & 4. Woche, in der 5. Woche und in der 9. Woche meines Fastenexperiments für Euch festgehalten.

Nun habe ich – genau wie vor einem Jahr – wieder eine Reportage auf 3Sat zum Thema Fasten und den positiven Effekten, insbesondere auch bei chronischen Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose, gesehen. Und bin wieder einen Schritt weiter – beim Zucker- und dann anschließendem Langzeitfasten (über 5 Tage hinaus). Das hat insbesondere auch mit Dr. Markus Bock (Werbung, da Verlinkung) zu tun, den ich über die Reportagen zum Fasten und nun auch persönlich kennenlernen durfte.

Was ich nun noch einmal an meiner Ernährung verändere, und warum, wieso, weshalb ich das Ganze mache, davon werde ich Euch hier bei Mama Schulze noch berichten. Vorher möchte ich Euch heute die Reportage „Gesund durch Fasten“ (3Sat) ans Herz legen (in der auch Dr. Markus Bock zu Wort kommt). Sie macht wirklich Mut und gibt noch einmal neue Impulse und Antrieb, die Ernährung wirklich zu verändern. Ich finde es schlichtweg faszinierend, was wir für unsere Gesundheit über die Ernährung tun können. Und im Grunde genommen auch so einfach- auch, wenn es natürlich auf der anderen Seite nicht ganz so einfach ist, auf geliebte Lebensmittel zu verzichten. Aber, ich finde, dass die Ergebnisse und Erfolge Mut machen.

6 Kommentare

  1. Pingback: Zuckerfasten | 5 Freitagslieblinge & Verlosung - Mama Schulze

  2. Stefica Müller sagt

    Hallo, ich will nur kurz meine Geschichte erzählen. Habe seid 2009 MS Diagnose, angefangen nur mit Sehnerventzündung. Dann hab ich einandhalb Jahre Copaxone gespritzt bis ich nicht eine Allergische Reaktion bekommen habe. Dann hab ich nichts genommen. Hatte dann mal wieder Sehnerventzündung, aber sonst nichts. Habe 2014 ohne Bedenken ein Kind bekommen, 2016 das zweite und dann, ein Jahr nach der Geburt meines zweiten Sohnes kam sie. Meine MS…Meine Freundin. Ich konnte auf einmal nicht mehr Fahrrad fahren. Hatte im linken Oberschenkel keine Kraft. Dann fing ich mit Tecfidera an, hab dann in der rechten Hand Kribbeln und Schwäche bekommen so das ich nicht schreiben konnte. Musste Tecfidera absetzen und bin seid August 2018 ohne Medikamente. Das fing November 2017 an und ging bis vor einer Woche. In diesem Jahr habe ich alles probiert…kein Gluten, keine tierischen Fette, esse seit Sommer keine Schokolade, habe aber hier und da einen selbstgebackenen Kuchen oder eine andere Nachspeise gegessen. Habe aber immer Obst gegessen. Habe Fasten auch ausprobiert. Es kamen immer wieder Verbesserungen und dann wieder Verschlechterungen. Ich konnte auf dem linken Bein nicht stehen ohne das ich gewackelt bin, auf dem rechten Bein auch aber bisschen weniger. Ich hatte Wortfindungsstörungen, mir sind oft Sachen nicht eingefallen, ich hab schon manchmal gedacht das ich dement bin weil ich mich nicht mehr so gut erinnern konnte und hatte auch Konzentrationsstörungen.
    Dann hab ich letzte Woche aufgehört Monosaccharide und Disaccharide zu Essen. Und es geht mir soo viel besser. Kann fast ohne Zittern auf den Beinen stehen, in der rechten Hand hab ich nur noch ab und zu bisschen Kribbeln. Und der Geist und das Gedächtnis ist wie früher. Ich bin wieder die alte. Ich esse kein Weißmehl, kein Obst, nichts süses. Eigentlich nichts was den Blutzucker schnell steigen lässt. Esse aber Kartoffeln , Dinkel Vollkorn Sauerteig Brot. Als Beilage zum Gemüse und Fleisch esse ich auch Vollkornnudeln, Reis vertage ich nur ab und zu. Schweinefleisch nur wenn’s sein muss. Jeder muss selber wissen was ihm gut tut. Bei jedem ist die Krankheit unterschiedlich fortgeschritten. Ich hab mich sehr mit der Insulinresistenz befasst und das ist mein Weg. Keine Ahnung ob es so gut bleibt?

  3. Alex sagt

    Hallo Stefica,

    ich habe ganz interessiert deine Geschichte gelesen. Ich habe keine MS, arbeite aber seit mehreren Monaten sehr intensiv mit MS-Patienten, die ihre Ernährung auf eine kohlenhydratreduzierte Kost umstellen.

    Die Veränderungen, die du beschreibst, erleben wir auch bei den Personen, mit denen wir arbeiten. Forschung aus den letzten Jahren zeigte, dass eine Reduktion der Kohlenhydrate für eine Verbesserung der Symptomatik bei MS führte, insb. in Bezug auf die Fatigue.
    Wenn du auch noch auf Kartoffeln oder Vollkornprodukte verzichten würdest, würdest du dich ggf. noch besser fühlen, weil dein Körper dann mehr Fett und weniger Glukose verbrennen kann. Aber das ist natürlich dir überlassen.

    In unserer Erfahrung bleiben deine Verbesserungen auch so, wenn du bei der kohlenhydratarmen Ernährung bleibst.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du auch noch weitere Verbesserungen erlebst!

    Liebe Grüße,
    Alex.

  4. Stefica müller sagt

    Ich wollte nur kurz schreiben wie es weiter gegangen ist. Um niemanden falsche Hoffnungen zu machen. Es war eine kurzfristige Besserung. Aber nur kurzfristig. Ich weiß nicht ob es was gibt was dauerhafte Besserung bringt. Ich Verträge leider kein Medikament was ich ausprobiert habe. Würde aber alles dafür geben das was gefunden wird.

  5. Stefica müller sagt

    Hallo. Ich wollte nur kurz schreiben wie es weiter gegangen ist. Damit ich niemanden falsche Hoffnungen mache. Es war eine kurzfristige Besserung. Aber nur kurzfristige. Ich habe einige Medikamente ausprobiert, aber leider gab es keins was ich vertrage…

  6. Marion Protzner sagt

    Hallo Stefica, du hast es immerhin versucht. Auch wenn der Erfolg nicht von Dauer war. Ein Versuch war es wert. Mir geht es genauso wie dir. Ich gäbe alles für D A S Medikament gegen MS. Ich wünsche dir alles Gute. LG Marion

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