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Der Wunschstein

„Können wir heute Abend mal wieder den Wunschstein machen?“, fragte die MaxiSchnecke zum Abendessen.

„Was für eine gute Idee!“, war mein erster Gedanke. „Den Wunschstein haben wir schon lange nicht mehr herumgehen lassen. Dabei mögen wir dieses Ritual doch eigentlich alle sehr gerne.“ Auch Papa Schulze gefiel der Gedanke der Großen und so ließen wir den Wunschstein nach dem Abendessen herumgehen. OK, der Schneckerich konnte damit jetzt noch nicht so viel anfangen und mantschte beharrlich in den Resten seines Abendessens herum. Aber er wurde von der guten Stimmung angesteckt und war glücklich.

Der Wunschstein

Der Wunschstein ist ein kleiner schöner Stein, ein Handschmeichler, den ich einmal von der Familienberaterin bekommen habe, die ich einmal pro Jahr besuche. Sie gab uns den Tipp, diesen Stein vor dem Wochenende reihum gehen zu lassen. Jedes Familienmitglied darf alleine sprechen, wenn es den Stein in der Hand hat. Keiner wird unterbrochen. Jedes Familienmitglied darf sich eine Aktivität für das Wochenende wünschen, die gemeinsam unternommen wird. Das muss nichts Großes oder Ausgefallenes sein, aber etwas, was man zusammen problemlos machen kann. Kein Wunsch ist blöd, jeder Wunsch wird ernst genommen.

Der Hintergrund ist, dass unsere Große in unserer Familie sehr präsent ist, aber trotzdem oft das Gefühl hat, nicht gehört zu werden. Die Kleine ist dagegen wirklich sehr oft nicht gehört, denn sie muss sich zunächst immer gegenüber ihrer großen Schwester behaupten. Mit diesem Ritual werden beide Kinder (und bald dann auch das 3.) gehört und ernst genommen. Jeder Wunsch wird gemeinsam besprochen, ob er am Wochenende auch wirklich umsetzbar ist. „In den Urlaub fliegen“ wäre zum Beispiel nicht so problemlos möglich 😉 Oder Mini wünschte sich zum Beispiel heute, den Weihnachtsbaum gemeinsam zu schmücken. Das ist ein Wunsch, den wir „schieben“, denn es ist ja ein schöner Wunsch- aber wir haben am Wochenende halt noch keinen Weihnachtsbaum bei uns.

Unsere Wünsche mit dem Wunschstein

Wir ließen also den Wunschstein umhergehen. Ich fing an und hatte nicht einen, sondern sogar zwei Wünsche. Denn ich bin von Samstag auf Sonntag nicht zu Hause. Ich werde morgen ganz früh nach Salzburg fahren, um bei „K3 Kinder, Karriere, Kooperationen“ an einer Podiumsdiskussion zum Thema Schriftstellertum teilnehmen. Und so wünschte ich mir, dass wir am Samstag und Sonntag Morgen via Video telefonieren, damit ich meine Lieben auch aus der Ferne sehen kann. Mein 2. Wunsch für Sonntag Nachmittag: Gemeinsam auf dem Sofa kuscheln und lesen. Daher sind es auch insgesamt 5 Wünsche geworden. 5 wirklich schöne Wünsche, oder? Könnt Ihr erraten, wer welchen Wunsch hatte?

Wunschstein

Wie gefällt Euch die Idee mit dem Wunschstein? Könnt Ihr Euch vorstellen, diesen auch einmal bei Euch auszuprobieren? Oder habt Ihr auch ein schönes Ritual in Eurer Familie, auf das sich die Kinder ganz besonders freuen?

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