Jahresrückblick
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Das war 2015 bei Mama Schulze


Es wird allerhöchste Zeit, einmal nachzudenken, wie das Jahr 2015 war?! Habt Ihr das schon gemacht? Wie im letzten Jahr mache ich einen Jahresrückblick und zeige Euch alle Veränderungen und Highlights. Und ein Highlight gibt es, von dem Ihr alle auch in 2016 etwas haben könnt- isch bin janz uffjerescht deswegen! Davon berichte ich Euch natürlich auch 🙂

Das erste, was mir einfällt zu 2015: es war schnell! Unglaublich schnell! Mama Schulze ist auf allen Kanälen gewaschsen und gewachsen und ich war viel unterwegs in meiner Mission, die Angst vor der MS zu nehmen, und zu zeigen, dass die Multiple Sklerose das Mamasein und ein aktives Leben nicht ausschließen müssen.

Natürlich sind die Schnecken ein Jahr älter, größer, wissender, verschmitzter, nerviger, zickiger und NOCH süßer geworden.

Papa Schulze und ich sind immer noch ein Paar. Ein sehr schönes, wie ich finde <3. ich liebe ihn unglaublich viel und er ist mein Unterstützer und „Fels in der Brandung“. Ohne ihn könnte ich das hier alles nicht rocken! Insgesamt haben wir beide in diesem Jahr viel gearbeitet. Sehr viel. Vielleicht ist es deshalb so an uns vorbeigerauscht? Wahrscheinlich! Ich musste und muss zumindest sehr häufig daran denken, wie alle älteren Familienmitglieder schon immer sagen, dass die Zeit noch schneller rase, seitdem die Kinder da wären. Und, dass man an den Kindern die Zeit verfliegen sehe…

So, aber jetzt schau ich noch mal genauer hin: Wie war 2015?

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Ganz ehrlich: Darüber musste ich erst einmal einen Tag lang nachdenken. Und nach intensiven Überlegungen bin ich zum Schluss gekommen, dass es eine 8 war. Warum habe ich darüber so viel überlegen müssen? Kurz vor Weihnachten ging es mir gesundheitlich nicht so gut (siehe hier) , weswegen ich etwas kürzer treten und mich ausruhen musste. Durch meinen Infekt konnte ich mich deswegen zum Jahresende nicht so viel bewegen. Da mir die Bewegung aber gut tut in Bezug auf die MS, merke ich gerade doch sehr, dass sie mir fehlt. Insgesamt ist mein Gefühl zum Jahresende also nicht soooo unglaublich positiv. Warum ist es dann trotzdem eine 8 geworden? Weil es ein spannendes Jahr mit vielen guten Nachrichten und Entwicklungen war:

Im Januar und Februar bin ich mit Mama Schulze umgezogen, von Blogspot zu WordPress und habe mir gleichzeitig die eigene Domain www.mamaschulze.de zugelegt. Diesen Umzug habe ich komplett alleine gestemmt, worauf ich schon ein wenig stolz bin 😉

Im März wurde ich von Netflix zu meinem ersten Bloggertreffen eingeladen und durfte ganz viele andere Bloggerinnen und Blogger kennenlernen und bin sogar in das Netilix Streamteam aufgenommen worden! Kurz danach wurde ich mit meinem Brief an die MaxiSchnecke zum Liebling der Brgitte MOM Redaktion.

Seit April findet Ihr eine neue Reihe auf Mama Schulze. Ich habe beschlossen, die unterschiedlichen Seiten der Multiplen Sklerose zusammzutragen. Nicht umsonst wird die MS die Krankheit mit den 1.000 Gesichtern genannt. Diese Reihe habe ich „Die MS der Anderen“ genannt und es haben schon zahlreiche MSler mitgemacht und ich freue mich auf viele neue Beiträge im kommenden Jahr.

Seit Mai bin ich Teil eines tollen Bloggerprojekts: Auf Einblick – MS persönlich berichte ich mit anderen MS-Bloggern in Texten, Videos und Bilderstrecken über unser Leben mit der Erkrankung Multiple Sklerose.  Im gleichen Monat war ich auf der re:publica in Berlin und konnte bei meinem Besuch der Hauptstadt sogar noch an der Blogfamilia (DER Elternblogger-Konferenz) und #blomm (einer Konferenz, die von tollabea und motherbook organisiert wird und Blogger und Mompreneurs zusammenbringt) teilnehmen. Hier habe ich viel Inspiration bekommen und weitere tolle Menschen aus der Blogosphäre kennengelernt. Ebenfalls im Mai wurde in der FAZ ein großer Artikel über mich veröffentlicht. In „Die MS hat es nicht leicht mit mir“ berichte ich über meine Diagnose, meine Schwangerschaften und meinen Alltag mit der MS.

Im Juni standen meine Routineuntersuchungen zur MS an, bei denen nach 9 Monaten mit meinem Medikament Tecfidera geschaut wurde, ob es bei mir dafür sorgt, dass die Multiple Sklerose stoppt und keine neuen Läsionen dazukommen. Ich hatte sehr große Angst vor diesen Untersuchungen (das könnt Ihr hier nachlesen). Aber ich habe durch Euch, meine Leser, eine unglaubliche Unterstützung erfahren- sei es hier auf dem Blog, oder auf Facebook und Twitter. Das war einfach toll! Umso toller war dann die Nachricht, dass die MS wirklich zum Stoppen gekommen ist

So begann ein unbeschwerter Sommer, in dem ich mit meiner kleinen Familie schöne Tage an der Nordsee in Ostfriesland verbrachte, bevor im September mein eigenes erstes kleines Blogger- und Twittertreffen stattfand. Gemeinsam mit Susanne von Nullpunktzwo und Miriam von Frau Chamailion haben wir #Wubttika organisiert, das erste Treffen in Wuppertal für unsere Blogosphäre. Wir Drei hatten im Vorfeld ganz schön Bammel, ob es gelingen wird, aber wir sind mit dem Ergebnis so zufrieden (meine Berichte könnt Ihr hier und hier nachlesen), dass wir eine Folgeveranstaltung im nächsten Jahr planen möchten.

Ebenfalls im September flatterte ein Angebot in meinen Briefkasten: Ein Verlag schrieb und fragte, ob ich nicht ein Buch aus meinen Zeilen über mein Leben als berufstätige Mama mit der Erkrankung Multiple Sklerose machen wolle?! Nach Meetings beim Verlag und vielen Mails, die hin und her gingen, kann ich berichten: Ja, ich will! *freu* Ich arbeite bereits an meinem Buchprojekt und, wenn alles gut geht mit Kindern, MS und Job, erscheint das Buch zum Oktober 2016! WOHOOOOOO!

Zeitgleich habe ich die Möglichkeit bekommen, in meinem „normalen“ Job mehr zu arbeiten, indem ich eine Elternzeitvertretung übernommen habe. Auch darüber habe ich mich sehr gefreut, da mir mein eigentlicher Job sehr viel Spaß macht. Außerdem kann ich so – ohne zu langfristige Verbindlichkeit – testen, ob es klappt, mehr Stunden zu arbeiten. Nun liege ich bei 30 Wochenstunden, die mich wirklich voll und ganz auslasten. Aber es macht auch Spaß und klappt dank Unterstüztung von Papa Schulze und einer Kinderfrau auch sehr gut 🙂

Die Wochen bis zum November vergingen dann wie im Fluge und ich konnte mich Mitte November über eine Einladung nach Hamburg freuen: Ich wurde zum rkIblog:Xchange von Rabach Kommunikation eingeladen (hier findet Ihr meinen Bericht dazu) und habe das zum Anlass genommen, für eine Nacht mit der MaxiSchnecke nach Hamburg zu fahren und einen tollen Mama-Tochter-Trip zu genießen. Hach, ich schwelge immer noch in den Erinnerungen an diesen tollen Trip. Pünktlich zur Adventszeit flatterte dann eine erneute Einladung von Neflix nach München zu #Netflixmas in mein Häuschen. Diese Reise plante ich mit der MiniSchnecke, die dann leider erkrankte, sodass ich doch wieder die Maxi mitnahm. Auch dieses war ein tolles Wochenende, insbesondere, weil ich wieder viele Blogger treffen und mich austauschen konnte.

Und schwupps ist mein aufregendes Job-Blog-Jahr rum. Warum ist es nun „nur“ eine 8 und nicht eine 9 oder 10, wenn so viele tolle und aufregende Dinge passiert sind? Nun, zum einen hätte ich auf den Handgelenksbruch und die beiden daraus resultierenden Operationen und Fehlzeiten im Job sehr gerne verzichtet (mehr dazu findet Ihr hier und hier und hier). Dann wäre es sicherlich eine 9 geworden, das Jahr 2015. Und zum anderen warte ich noch sehnlichst auf die Heilung der Multiplen Sklerose und auf einen Lottogewinn, o.ä. Ach so: Und auf so ein paar Aufreger hätte ich auch noch verzichten können, aber das würde jetzt zu weit führen…

2. Zugenommen oder abgenommen?

Zum Jahresende habe ich etwas zugenommen (1,5 bis 2 kg), da ich mich in der letzten Zeit leider nicht so viel bewegen konnte. Ja, das ist auch mit der Paleo-Diät, nach der ich lebe möglich. OK, und, weil ich sie in der Vorweihnachtszeit aufgrund zahlreicher Versuchungen nicht 100-prozentig eingehalten habe. Aber damit ist schon wieder Schluss seit 3 Tagen und es geht auch schon wieder abwärts auf der Waage…

3. Haare länger oder kürzer?

Kürzer, sogar viel kürzer 🙂

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Gleich geblieben.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Mehr, da ich auch mehr arbeite und ich zeitgleich mit dem Blog regelmäßiger dazuverdiene.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Mein Hauptjob ist besser geworden, da ich mehr Verantwortung dazu bekommen habe und mein Nebenjob, der/das Blog, ebenfalls, da ich an spannenderen Projekten mitwirken kann und nettere Aufträge bekommen.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr (siehe Frage 14).

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Bei einer Verlosung von Frau Mutter habe ich einen Body Butter Stick gewonnen. Da ich quasi nie etwas gewinne, war das wirklich toll!

9. Mehr bewegt oder weniger?

Eigentlich mehr. Im November habe ich sogar begonnen, einmal die Woche in meiner Mittagspause im Job Joggen zu gehen. Aber, wie oben schon beschrieben, hat ein Infekt das zum Jahresende zunichte gemacht.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

4 Große (Multiple Sklerose, Handgelenksbruch, Infekt im Sommer zum Ende des Urlaubs und ein zweiter zum Jahresende) und viele Kleinere. Was mich besonders nervt: Ich bin unheimlich wetterfühlig geworden und bekomme bei Wetterumschwung Migräne. Pfui!

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Überraschung: die MS.

12. Der hirnrissigste Plan?

Hier zitiere ich meine Antwort aus 2014: Es gab keinen einzelnen, aber diese ganze „mal eben“ Geschichten, die immer in die Hose gehen. Weil mit 2 kleinen Kindern einfach nie etwas „mal eben“ geht. Deswegen könnte ich mir den Stress, „mal eben“ noch etwas zu erledigen, einfach sparen.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Wahrscheinlich meine Radtour bei der ich mir mein Handgelenk gebrochen habe (s.o.).

14. Die teuerste Anschaffung?

Papa Schulze und ich haben uns einen VW Bus (T5) gekauft. Mit unserer Dori wollen wir zukünftig auch in den Urlaub fahren.

15. Das leckerste Essen?

Eigentlich schmeckt mir alles von meinem Paleo-Essen sehr gut. Aber, wenn ich da an die Weihnachtsgans von letzter Woche denke, läuft mir schon wieder das Wasser im Munde zusammen…

16. Das beeindruckendste Buch?

Beim gleichen Verlag erschienen, bei dem ich schreibe:

Nicole Staudinger „Brüste umständehalber abzugeben“ und

Sarah Elise Bischof „Panthertage. Mein Leben mit Epilepsie

17. Der ergreifendste Film?

Ehrlich gesagt, kann ich mich an keinen Film erinnern, der mich nachhaltig so berührt hat. Im Kino war ich ein einziges Mal, und zwar in James Bond. Der war weder gut, noch ergreifend meiner Meinung nach…

Aber ich liebe immer noch Serien. Und diese habe ich mir in 2015 angeschaut (die meisten findet Ihr auf Netflix oder bei Amazon Prime):

  • The Good Wife
  • Revenge
  • Scandal
  • Orange Is The New Black
  • Suits
  • Modern Family
  • Grace and Franky
  • Rita
  • Call the Midwife
18. Die beste CD?

Miky Chance „Sadnecessary

19. Das schönste Konzert?

Milky Chance mit dem HR3 Sinfonieorchester beim Music Discovery Project und Udo Lindenberg Open Air.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Neben Arbeit & Familie: Blog.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Wieder mit der Familie im Sommerurlaub in Ostfriesland.

22. Zum ersten Mal getan?

Zeilen für mein eigenes Buch geschrieben.

23. Nach langer Zeit wieder getan?

Alleine verreist (s. oben re:publica).

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Siehe Frage 11.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Hier zitiere ich meine Antwort von 2015:

Da fällt mir spontan nix ein…

Vielleicht Papa Schulze vom 3. Kind? *lach*

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Meiner Familie, dass ich keine neuen MS-bedingten Läsionen hatte.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Hier wiederhole ich erneut meine Antwort aus 2014:

Dass Papa Schulze mich und die Schnecken so liebt und sich so gut um uns kümmert.
28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Ich kann auf den MRT-Bildern keine neue Läsionen erkennen.“ (Meine Neurologin im Juni)

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Sie konnten auf den MRT-Bildern keine neue Läsionen finden.“

30. Dein Wort des Jahres?

Entschleunigung

31. Dein Unwort des Jahres?

Flüchtlingskrise

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?

Es sind so viele Blogs, die mir gut gefallen. Ich bekomme die gar nicht alle zusammen. Von folgenden tollen Blogs durfte ich die noch tolleren Frauen dahinter persönlich kennenlernen. Und da wir planen, uns auch in Zukunft öfter zu sehen, nenne ich einfach mal folgende:

Und diese Blogs von MS-erkrankten Frauen sind mir ebenfalls in 2015 ans Herz gewachsen:

33. Vorsätze fürs neue Jahr

Ich mache keine Vorsätze, sondern versuche, im Hier und Jetzt zu leben 😉

34. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!

2014

Und jetzt seid Ihr dran: Was habt Ihr in 2015 erlebt? War es ein gutes oder ein eher ein schlechtes Jahr für Euch? Und wie findet Ihr mein Jahr 2015? Ganz schön aufregend, oder? Ich kann es gar nicht fassen, was alles passiert ist. Das Wichtigste daran ist aber, dass das alles ohne Euch gar nicht möglich gewesen wäre und auch weiterhin nicht möglich ist. Daher sage ich an dieser Stelle: Danke! Danke an Euch alle! Wir kennen uns zwar meistens nicht persönlich, aber Ihr bedeutet mir sehr viel <3
 Ich wünsche Euch allen von Herzen einen guten Rutsch und alles gute für das Jahr 2016!
Und vergesst nicht:
Meine Wünsche für 2015

3 Kommentare

  1. Melanie sagt

    Liebe JuSU,
    Einen sehr schönen Rückblick hast du da verfasst! Ich will jetzt gar nicht viel schreiben sondern wünsche dir und deiner Familie einen guten Rutsch in das neue Jahr!
    Viel Glück und vor allem Gesundheit!
    Ich freue mich auf ein neues Jahr mit dir und sende
    viele liebe Grüßle
    Melanie

  2. Liebe JuSu!

    Vielen Dank, dass du meinen Blog als eines dir ans <3 gewachsenen erwähnst, hachz…
    Ich bin auch sehr froh, dass wir uns hier gefunden haben! Ich freue mich immer über den tollen Austausch!
    Herzlichen Glückwunsch zum Buchprojekt! Ich musste wirklich laut auflachen! Hast du vielleicht bei mir gesehen, dass mir mein Mann für 2016 ein Buch zu schreiben vorschlägt?!? Ich fand das echt witzig!

    So, meine Liebe, ich wünsche dir und deiner Familie einen tollen Rutsch ins 2016! Wir lesen uns,

    Liebe Grüsse, Katarina

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