Alle Artikel in: Multiple Sklerose

Medikation nach Schwangerschaft & Stillzeit

Multiple Sklerose: Medikation nach Schwangerschaft & Stillzeit

Dass ich vor meiner letzten Schwangerschaft das Medikament Tecfidera gegen die Multiple Sklerose genommen habe, darüber habe ich bereits geschrieben. Ich habe es sehr gut vertragen, hatte nahezu keine Nebenwirkungen und keine neuen Läsionen. Dann bin schwanger geworden und habe es abgesetzt. Über meine Gedanken zur Schwangerschaft unter Tecfidera habe ich ebenfalls hier berichtet. Nun habe ich 5,5 Monate lang den Schneckerich gestillt und vor 3 Wochen damit aufgehört. Der kleine Mann wollte einfach nicht mehr, hat mich weggedrückt, lauthals protestiert und sich nur noch auf seinen Brei gestürzt, begleitet von lauten „MHHHMMMs“. Es ist also an der Zeit, zu überlegen, wie es bei mir weitergeht. Welche Medikation nach Schwangerschaft & Stillzeit? Übermorgen, am Mittwoch, habe ich nun meinen nächsten Termin bei meiner Neurologin. Im März war ich zum ersten Mal nach der Geburt vom Schneckerich bei ihr. Damals hatten wir besprochen, dass ich nach sechs Monaten erneut zu ihr komme und, falls ich dann abgestillt habe, wieder mit dem Tecfidera beginnen werde. Genau das ist jetzt der Fall. Ich bin sehr froh, dass der Schneckerich …

#unsichtbarkrank

„Man sieht Dir die MS gar nicht an“ #Unsichtbarkrank

„Man sieht Dir die Krankheit gar nicht an.“ So oft habe ich diesen Satz schon gehört. Und damit bin ich nicht alleine- viele MS’ler kennen ihn. Denn man sieht uns die Krankheit oftmals nicht an. Versteht mich bitte nicht falsch: Ich möchte hier niemanden anklagen. Vielmehr möchte ich mit diesen Zeilen sensibilisieren. Bevor ich die Diagnose Mulitple Sklerose bekam, habe ich mir über solche Äußerungen ebenfalls keine Gedanken gemacht. Warum auch? Ich war nicht krank, ich kannte niemanden, der ernsthaft krank war, ich hatte keine Berührungspunkte mit Krankheiten. Nun ist das anders. Ich bin an Multiple Sklerose erkrankt. Das geht nicht wegzudiskutieren. Ich habe eine – bisher unheilbare – Nervenerkrankung. Dass man mir diese nicht ansieht, macht es nicht besser. Ich kann diejenigen verstehen, die zu mir erleichtert sagen: „Man sieht Dir die Krankheit aber gar nicht an.“ Das ist für viele beruhigend: Ich sehe die Krankheit nicht, also ist sie gar nicht richtig da. Dann kann es ja nicht so schlimm sein. Aber sie ist da. Ob man sie sieht oder nicht. Ich spüre …

Alles wie immer, nichts wie sonst

Alles wie immer, nichts wie sonst: Mein fast normales Leben mit Multipler Sklerose

Am 14. Mai war er wieder: Der Eurovision Song Contest hat stattgefunden. Seit 7 Jahren bedeutet das Event für mich, innezuhalten und zu refklektieren. Ich sehe es wieder vor mir, als wäre es erst gestern gewesen: das Krankenhauszimmer, 2 Betten, aber nur meines – das linke am Fenster – ist belegt. Der Fernseher in der linken oberen Ecke läuft. Es ist 23 Uhr, Papa Schulze ist gerade nach Hause gegangen. Wir haben uns gemeinsam die Darbietungen aller teilnehmenden Länder beim ESC angeschaut, gelästert & mit den Augen gerollt. Nun geht es an die Punktevergabe. Und die schaue ich mir alleine an. Vor drei Tagen bin ich ins Krankenhaus gekommen, weil meine ganze rechte Körperhälfte taub war. In zwei Tagen werde ich mit der nahezu gesichterten Diagnose „Multiple Sklerose“ nach Hause entlassen. Und ich? Ich sitze in meinem Krankenhauszimmer und mir laufen die Tränen die Wangen herunter. Ich weiß nicht, wie mein Leben mit Krankheit werden wird. Was das bedeutet, krank zu sein. „Wie soll ich damit leben?“, frage ich mich. „Werde ich je wieder glücklich …

4 Monate

4 Monate | 3. Kind

Der April ist vorbei und das bedeutet, dass unsere Nummer 3, der kleine Schneckerich, doch wirklich schon 4 Monate alt ist. Wie heißt es doch so schön? An Kindern sieht man, wie schnell die Zeit vergeht. Und es ist wirklich so- insbesondere, bei mehreren Kindern. Da rast die Zeit nur so. Leider ist das Leben dahingehend ja unerbittlich: Es geht einfach weiter. Tag für Tag. Egal, ob man die Zeit nun gerne anhalten würde, oder nicht. Dabei würde ich sie zurzeit wirklich gerne mal stoppen, weil einfach alles so rast. Es gibt so viele schöne Momente, die – schwupps – schon wieder vorbei sind. Und es gibt sie natürlich auch, die blöden Momente, bei denen ich mir einfach mehr Zeit wünsche, um allen gerecht zu werden: Der Großen, bei der sich in den letzten Wochen vor der Einschulung so unglaublich viel tut, der Kleinen, die mit ihrer neuen Rolle als Sandwichkind hier und dort zu kämpfen hat, Papa Schulze, weil ich die Zweisamkeit mit ihm einfach vermisse und natürlich auch mir selbst. Denn auch ich …

3 Monate

10., 11. & 12. Woche | 3 Monate | 3. Kind

Kaum zu fassen, aber wahr: Unser kleiner Schneckerich ist nun doch tatsächlich schon 3 Monate alt! 3 Monate ist er nun schon bei uns und seit 3 Monaten leben wir zu 5t! Dass er älter und mobiler wird, merkt Ihr auch daran, dass ich mir mit dem Wochenupdate nun etwas Zeit gelassen habe und heute 3 Wochen in ein Update packe- ich bin schlichtweg nicht dazu gekommen! Ab heute mache ich es auch so, dass ich Euch „nur“ noch einmmal monatlich ein Update zum Schneckerich geben werde. Schließlich wird sich nun nicht mehr wöchentlich so viel verändern und ich möchte Euch ja auch nicht langweilen mit dem Kleinen 😉 Schneckerich Wie waren die vergangenen drei Lebenswochen (10., 11. & 12. Wochen)? Es hat sich viel getan beim Kleinen. Er ist zum Beispiel zum passionierten Daumenlutscher geworden. Damit habe ich echt gar nicht gerechnet. Sowohl die Maxi- als auch die MiniSchnecke waren Schnullerkinder und haben nie den Daumen ausprobiert. Ich hingegen war eine Daumenlutscherin. An sich nicht schlimm, aber ich kann mich noch daran erinnern, wie …

Chaos ist Leben

Chaos ist Leben. Leben ist Chaos.

Nie, nie, niemals hätte ich gedacht, dass ich hier auf Mama Schulze einmal Graf Falko von Falkenstein aus den Bibi & Tina – Filmen zitieren werde. Und nun tue ich das: Chaos ist Leben. Leben ist Chaos. Heute (Sonntag) war ich mit den Schnecken nämlich zum ersten Mal im Kino, genauer gesagt im aktuellen Bibi & Tina – Film: Tohuwabohu Toal. Und beim Abspann saß ich zwischen meinen beiden wunderbaren Töchtern und mir liefen die Tränen hinunter. Zwischen all den aufgeregten und glücklichen Kindern musste ich weinen. Weinen, weil das Leben einmal wieder so schön und schrecklich zugleich ist, dass es – vorsicht, jetzt zitiere ich noch einmal – unfucking fassbar (Rea Garvey) ist. Denn heute bin ich müde und mein Körper kribbelt, wie schon lange nicht mehr. Darüber hinaus machen mir meine Hände solche Probleme, dass ich richtig ein wenig Probleme habe, diese Zeilen zu schreiben. Kurz und gut: Ich merke heute die Multple Sklerose sehr stark. Ist es ein Schub? Ich weiß es nicht. Es kann so viel sein: Schlafmangel, Infektabwehr (die Mädels …

Multiple Sklerose & Schwangerschaft

Multiple Sklerose, Schwangerschaft & dann?

Multiple Sklerose & Schwangerschaft Durch meine Schwangerschaft hindurch habe ich hier bei Mama Schulze stets berichtet, wie es mir ergeht mit dem Schwanger Sein und der Multiplen Sklerose. Zum Glück ist 40 Wochen lang alles gut gegangen und es sind keine neuen Beeinträchtigungen dazu gekommen. Multiple Sklerose & Wochenbett Auch nach der Geburt geht es mir – bis auf den Schlafentzug – eigentlich ganz gut. Sind die Nächte schlecht und ich habe wenig geschlafen, spüre ich meine Symptome stärker. Aber auch hier ist – bisher – nix neues dazu gekommen. Nun sind zwei Monate seit der Geburt vergangen und ich befinde mich noch in dem Zeitraum, in dem das Schubrisiko erhöht ist. Denn normalerweise ist das Risiko, einen neuen Schub zu bekommen, drei Monate lang nach der Geburt erhöht. Das ist genau die Zeit, in der sich die Hormone am Stärksten wieder umstellen. Aber ich bin weiterhin zuversichtlich, schließlich ging es mir auch nach den Geburten der Schnecken gut und ich hatte keine Schübe. Das sagt die Neurologin Gestern hatte ich nun meinen ersten Termin …

9. Lebenswoche

9. Lebenswoche | 3. Kind

Schneckerich Wie war die vergangene 9. Lebenswoche? Diese komplette 9. Lebenswoche war von großer Aufregung und Vorfreude geprägt: Die MaxiSchnecke ist 6 Jahre alt geworden. Und sie hat an ihrem 6. Geburtstag auch direkt ihre Party gefeiert, denn sie hat an den darauffolgenden Wochenenden ihre ersten Tanzaufführungen. Daher haben wir uns quasi die „volle Dröhnung“ an ihrem 6. Geburtstag gegeben und direkt ihren Kindergeburtstag ausgerichtet. Dieses Programm hat der Schneckerich super gemeistert. Das hat er wirklich gut gemacht- wie es sich für einen kleinen Bruder gehört. Arztbesuche/ Untersuchungen Keine Das mag der Schneckerich In der 9. Lebenswoche hat der kleine Mann seine Hand entdeckt. Ganz fasziniert starrt er sie an. Ihm ist richtig ein „Wow, was habe ich denn da?“ ins Gesicht geschrieben. Und genau so, wie er sich seine Hand anschaut, ist er mehr und mehr seine Umgbung am Erkunden: die Punkte an seinem Nestchen, die Farben von einem Kissen, etc. Deswegen habe ich ihm auch den Spielebogen aufgegbaut, den er von seinen Schwestern geerbt hat. Und dort zu liegen, fand er wirklich richtig …

2. Lebenswoche

2. Lebenswoche | 3. Kind

Schneckerich Wie war die vergangene 2. Lebenswoche? Viel, viel ruhiger als die 1. Lebenswoche. Papa Schulze hatte noch Urlaub (ab morgen geht er leider wieder arbeiten- ach, ich hätte ihn am liebsten die ganze Zeit zu Hause…), die Schnecken waren vormittags in der Kita und der Schneckerich hatte Zeit, hier zu Hause anzukommen. Dafür hatten wir uns bewusst nichts vorgenommen- keine Termine, keine Verabredungen, keine Pläne (Aufräumen oder so). Die einzige Tagesaufgabe bestand darin, sich Gedanken um das Essen zu machen und die Schnecken zur Kita zu bringen, oder sie abzuholen. Bezüglich des Essens habe ich zwei Augen zugedrückt und nicht so viel Wert auf Paleo gelegt. Wir haben uns fast täglich den Mittagstisch vom Metzger um die Ecke besorgt und da waren auch mal Nudeln o.ä. dabei. Aber ich dachte mir einfach, dass zusätzliches Kochen und Gedanken um das Essen Stress bei mir verbreiten. Und den wollte ich einfach umgehen. Noch schläft der Schneckerich auch in seiner 2. Lebenswoche viel. So langsam werden zwar die Wachphasen etwas länger und er guckt dann deutlich „wacher“, …

1. Lebenswoche | 3. Kind

Zum Ende meiner Wochenberichte zur Schwangerschaft mit dem Schneckerich, habe ich auf Euren vielfachen Wunsch beschlossen, Euch auch an den ersten Wochen mit dem 3. Kind teilhaben zu lassen. Hierfür habe ich mir eine dreifache Unterteilung überlegt und werde jeweils 5 Fragen zum Schneckerich, zur veränderten Familiensituation und meiner Multiplen Sklerose beantworten und für Euch dokumentieren. Viel Spaß mit der 1. Lebenswoche <3 Schneckerich Wie war die vergangene 1. Lebenswoche? Turbulent, um es mit einem Wort auszudrücken. Darüber habe ich auch schon ausführlich geschrieben (hier geht es lang). Heute wurde beim Schneckerich noch ein Ultraschall gemacht, um zu schauen, ob sich eine sogenannte Fistel von der Blase oder dem Darm zum Bauchnabel gebildet hat. Das ist eine kleine Röhre, ein unnatürlicher Ausgang zur Körperoberfläche und muss im Falle des Falles operativ behoben werden. Aber, das ist beim Schneckerich zum Glück nicht der Fall. PUH! Insgesamt sieht der Bauchnabel so gut aus, dass wir wohl heute Abend nach Hause entlassen werden. Dann hat der Schneckerich 3 Tage lang Antibiotika bekommen. Nachdem mein Milcheinschuss etwas heftig war …