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Ausflugstipp: Bouldern mit Kindern

Am vergangenen Wochenende waren wir zum wiederholten Mal in der nahe gelegenen Boulderwelt zum Bouldern mit den Schnecken. Das macht Ihnen und ihren Freundinnen, die uns begleitet haben, so viel Spaß, dass ich beschlossen habe, Euch Bouldern mit Kindern als Ausflugstipp vorzustellen.

Bouldern mit Kindern

Bei einer Dienstreise im Februar berichtete mir ein Kollege aus München, dass er gerne Bouldern geht. Ich hatte erst einmal ein großes Fragezeichen im Gesicht, denn ich konnte mit dem Wort „Bouldern“ so gar nichts anfangen. Dann erklärte er mir: „Bouldern ist Klettern ohne Sicherung. Dafür klettert man nicht so hoch. Es kommt mehr darauf an, Parcours zu klettern. Es gibt spezielle Boulderhallen, die mit Gummimatten ausgelegt wird. Wenn man fällt, fällt man weich.“ Ich muss zugeben, auch wenn er Feuer und Flamme war, mich hat das Bouldern im ersten Moment gar nicht gereizt. Aber dann berichtete er mir, dass er die Erfahrung gemacht hat, dass insbesondere Kindern das Bouldern großen Spaß macht. Sie haben ja noch nicht so ein großes Gewicht, dass sie stemmen müssen. „Außerdem ist das Bouldern gut für ihr Selbstbewusstsein. Schnell können sie kleine Parcours klettern und haben alleine etwas geschafft. Das gibt ihnen einen unheimlichen Antrieb für ihr Selbstbewusstsein. Und es ist gut, um ihre Geschicklichkeit und Konzentration zu trainieren. Versuche es doch mal mit Deinen Töchtern. In Frankfurt gibt es eine von wenigen großen Boulderhallen in Deutschland. Jedes Mal, wenn ich auf Dienstreise am Main bin, gehe ich dorthin.“

Je mehr ich über das Bouldern mit Kindern nachdachte, desto mehr gefiel mir auch der Gedanke. Insbesondere die MaxiSchnecke hat oft viel zu viel im Kopf. Die Gedanken überschlagen sich und sie kann sich nur schwer konzentrieren. „Das könnte Ihr helfen, sich zu fokussieren!“, dachte ich mir. „Und die MiniSchnecke klettert doch so gerne am Spielplatz vielleicht gefällt Ihr auch das Bouldern. Außerdem: Sie wird oft von ihrer großen Schwester abgehängt, vielleicht ist das mal etwas, bei dem die Kleine wenigstens genau so gut ist, wie die Große. Das kann auch ihrem Selbstbewusstsein nicht schaden.“

Zunächst besuchte ich zunächst mit der MaxiSchnecke und ihrer Freundin die Boulderwelt Frankfurt. Das ergab sich einfach so und hatte keinen besonderen Grund. Maxi hatte zunächst etwas Respekt vorm Klettern. Sie tastete sich erst einmal heran und schaute den Anderen zu. Besonders hoch kletterte sie nicht und hatte auch etwas Angst. Aber ich ließ sie so machen, wie sie wollte. Schließlich wollte ich ihr nicht gleich die Lust am Bouldern nehmen. Außerdem kenne ich meine Große ja auch ein bisschen und ich weiß, dass sie sich oft erst einmal an neue und unbekannte Dinge herantasten muss. Zu schnell denkt sie über die Folgen („Da kann ich runterfallen!“, „Da tue ich mir weh!“) nach. Trotzdem erzählte sie abends ganz begeistert ihrem Papa und ihrer Schwester von ihrem neuen Erlebnis. Sofort war Mini Feuer und Flamme. Schnell war klar, ich muss bzw. wir müssen mit den Kindern noch mal in die Halle.

Also fuhren wir an einem der nächsten Wochenenden gemeinsam in die Boulderhalle. Und Mini kletterte, als hätte sie noch nie etwas anderes gemacht. Sie hatte von Anfang an überhaupt keine Angst, dabei war sie jedoch nicht halsbrecherisch unterwegs, sondern schätzte ihre Kräfte und ihr Können sehr gut ein. Das hat sowohl Papa Schulze und mich wirklich beeindruckt. Und Maxi fing an, sich immer mehr an den Griffen auszuprobieren und kletterte anstatt hoch einfach quer- was gar nicht mal so leicht ist.

Bouldern mit Kindern

Maxi beim Bouldern an Rapunzels Haar

Bouldern mit Kindern

Mini beim Bouldern

Am Sonntag war das Wetter bei uns unterirdisch: Es hat Sturzbäche geregnet. Eigentlich waren wir mit Freunden zu einem Sommerfest auf einem nahe gelegenen Bauernhof verabredet. Das sollte jedoch draußen stattfinden und fiel somit ins Wasser. Also entschieden wir: Das ist das perfekte Wetter, um Bouldern mit Kindern zu gehen. Natürlich hatten noch ein paar andere Leute diese Idee und es war etwas voller, aber die Kinder hatten riesigen Spaß. Dabei zeigt sich mehr und mehr, dass Mini ein echtes Naturtalent ist. Wohingegen Maxi schneller die Lust an einer schwierigen Stelle verliert und einen neuen Parcours ausprobiert, macht Mini so lange weiter, bis sie die Stelle zu klettern geschafft hat. Zur Not setzt sie sich etwas hin und schaut sich die Parcours an, bis sie es noch einmal versucht. Das heizt Maxi natürlich wiederum an, so dass sie sich ebenfalls viel ausprobiert. Dabei muss sie sich fokussieren und traut sich jedes Mal etwas mehr. Ich bin gespannt, wie es bei der Großen weitergeht.

Und auch Papa Schulze hat Gefallen am Bouldern gefunden: Er macht aktuell sogar einmal die Woche einen kleinen Einsteigerkurs. Mit seinem neuen Können konnte er am Sonntag natürlich die Schnecken mächtig beeindrucken 😉

Also, insgesamt kann ich Euch nur empfehlen, einmal Bouldern bzw. Klettern mit den Kindern zu gehen. Der Vorteil vom Bouldern zum Klettern ist einfach, dass die Kinder nicht aufwändig gesichert werden müssen. So können die Kinder einfach drauf losklettern. Denn das Sichern kann manchmal auch etwas Zeit auffressen. Kinder sind ja bekanntlich nicht so geduldig…

Hier könnt Ihr nachschauen, ob vielleicht eine Boulderhalle bei Euch in der Nähe ist.

Wir haben jetzt sogar unseren Spieleturm im Garten mit ein paar Boulder-Griffen ausgestattet. Auch hier klettern die Kinder gerne hoch.

Bouldern mit Kindern

Unsere kleine Boulderwand im Garten

Seid Ihr schon einmal zum Bouldern mit Kindern gewesen? Oder ward Ihr schon mal mit ihnen Klettern? Und, wie hat es Euch gefallen? Oder könnt Ihr Euch vorstellen, es einmal auszuprobieren? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare 😉

Übrigens, falls Euch interessiert, was wir genau vor einem Jahr gemacht haben, dann könnt Ihr das hier nachlesen.

1 Kommentare

  1. Nadine sagt

    Waaah, das klingt so toll :o)
    Mein Mann ist passionierter Kletterer, unserem Sohn wurde es praktisch in die Wiege gelegt und die Tochter hat dadurch natürlich das beste Vorbild ;o)
    Ich klettere eher gegen meine Höhenangst an und wenn dann bitte nur im Freien, wo man wenigstens hinterher eine schöne Aussicht genießen kann.
    So kam es dann auch, dass unser Sohn schon mit 3,5 Jahren das erste Mal richtig klettern war mit uns und Freunden in der Sächsischen Schweiz.

    Leider können wir das zu Hause nicht so ganz ausleben. Wir haben zwar ein nettes Klettergebiet in der Nähe, das ist allerdings recht anspruchsvoll und nicht so für die Kids geeignet. U die nächsten Kletterhallen sind alle mind. 1h Autostunde entfernt :o(
    Die Kids stört das jetzt weniger, die erklimmen dafür alle Bäume, Laternenpfahle und Co ;o)

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