Mama-Blog, Paleo, Rezept, Werbung
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Aus Resten ein Essen wie zum Feste

*Werbung: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit AO entstanden. Trotzdem wurden
Inhalt und meine Meinung nicht beeinflusst.*

Wie ja viele von Euch bereits wissen, habe ich mich dem Paleo-Prinzip verschrieben. Das bedeutet, dass ich auf gewisse Lebensmittel verzichte (Milchprodukte, Getreide, Zucker). Aber nicht nur das: Paleo bedeutet „Essen wie zur Steinzeit“. Und in der Steinzeit mussten alle Lebensmittel erbeutet oder gesammelt werden- da war nix groß mit Wegwerfen, nein, da wurde alles verbraucht, was Ötzi so zum Essen hatte. Daher schmeißen Paleoaner auch so wenig wie möglich Lebensmittel weg, sondern verwerten alles, was sie im Kühlschrank und im Vorratsschrank haben.

Und das ist in Anbetracht der vielen Tonnen Lebensmittel, die wir Deutsche pro Jahr wegwerfen doch eigentlich ein „Trend“, von dem wir alle ein wenig lernen könnten, oder? Lasst Euch die Zahlen einmal auf der Zunge zergehen:

  • Pro Jahr werfen wir Deutsche 11 (!) Tonnen Lebensmittel weg
  • Das sind für jeden von uns ca. 1,6 kg pro Woche

Das ist doch eigentlich der Wahnsinn, oder?

Weniger-Müll-Challenge

Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, hat AO die „Weniger-Müll-Challenge“ ausgelobt. Während dieser einwöchigen Challenge sollen sich die TeilnehmerInnen intensiv darüber Gedanken machen, was sie einkaufen und somit über die Woche essen möchten. So sparen sie Müll aus Nahrungsmitteln ein und werfen weniger weg. Habt Ihr Lust, das einmal auszuprobieren? Ich verspreche Euch, dass das super einfach geht!

Da ich für meine Familie ohnehin immer so viel wie möglich der Lebensmittel wiederverwerte, habe ich heute ein paar Tipps für Euch, wie Ihr einige Eurer täglichen Lebensmittel so einsetzen könnt, dass Ihr so wenig unnötigen Abfall wie möglich mit ihnen produziert.

Fett vom Braten

Ja, es kann so simpel sein: Fangt das letzte Fett von Eurem Sonntagsbraten aus Bräter und Co. auf. Für die nächsten Bratkartoffeln oder das Pfannen-/Ofengemüse könnt Ihr es wieder gebrauchen und habt gleich noch etwas mehr „Geschmack“ an den Kartoffeln & Co.

Bei uns gab es zum Beispiel zu Weihnachten Gänsekeulen. Das Fett habe ich gehalten und bewahre es seitdem im Kühlschrank auf (dort hält es sich ewig!) und kommt regelmäßig zum Einsatz.

Resten

Das aufgefangene Fett, das ich weiterverwende

Knochen von Kotelette, Keulen & Co.

Auch alle Knochen, die von Eurem Fleisch übrig bleiben, könnt Ihr wiederverwerten. Denn damit lässt sich eine Fleischbrühe kochen, die Ihr als Grundlage für Soßen oder zum Beispiel einen Eintopf nehmen könnt. Auch, wenn die Kinder die Knochen abgenagt haben, geht das. Denn alle Keime werden ja während des stundenlangen Köchelns ohnehin abgetötet.

Gemüsereste

Die Schale von Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln & Co., die unschönen Endstücke von Porree, roter Beete und Süßkartoffeln oder das Stück Sellerie, das dann doch einfach übrig geblieben ist: Alle diese „Abfälle“ sammele ich in einem Gefrierbeutel und friere sie ein, sobald der Beutel voll ist.

Resten

Ein Beutel voller Gemüsereste

Wenn ich dann wieder schnell eine Gemüsebrühe benötige, z.B. als Grundlage für eine Süßkartoffelsuppe (die Schale & Co. von den Süßkartoffeln sammele ich dann natürlich wieder für die nächste Gemüsebrühe), flitze ich zu unserer Gefriertruhe, schnappe mir einen Beutel mit den Gemüseresten, werfe diese in einen Topf mit Wasser und koche die Reste ca. 1h lang. Dann seie ich das Gemüse ab und – TATATATA – die Gemüsebrühe ist fertig.

Resten

Das Gemüse für die Suppe

Nüsse zum Trinken und zum Frühstücken

Aus Mandeln, Cashews, Hasel- oder Walnüssen stelle ich regelmäßig Milch her. Hierzu weiche ich die Nüsse über Nacht in Wasser ein. Am nächsten Morgen gieße ich das übriggebliebene Wasser ab und püriere die Nüsse mit frischem Wasser. Den flüssigen Pürree streiche ich dann durch einen Nussmilchbeutel (ein feines Sieb geht aber auch) und fertig ist schon die Nussmilch. Die Trester, also die Nussrückstände im Sieb oder Beutel, verzehre ich dann zum Frühstück mit frischen Früchten und der Nussmilch: *nomnomnom*

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Die eingeweichten Mandel, die ich für die Milch und fürs Frühstück verwende

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Die fertige Mandelmich und die Trester, die ich für mein morgendliches Müsli verwende

Frühstücksboxen der Kinder

Wer kennt das nicht von uns: Wir geben den Kindern tolle Frühstückspakete für Kita und Schule mit, aber die Hälfte kommt angematscht wieder nach Hause- so, dass wir sie selbst nicht mehr essen möchten, weil sie stundenlang ungekühlt im Rucksack steckten oder einfach nur noch Pürree sind. Ja, das gab es auch bei uns. Nun bin ich dazu übergegangen, mit meinen beiden Mädels zu besprechen, was in ihre Frühstücksboxen kommt. Sie wissen, dass ich keine Reste wegschmeißen möchte, weil es Verschwendung ist. Schließlich gibt es genug Menschen auf der Welt, die nicht so viel zum Essen haben wie wir. Und das klappt wirklich gut. Natürlich sind manchmal auch eine Traube oder ein Stück Paprika übrig. Aber es kommen nicht mehr solche Massen retour.

Weitere Anregungen, um weniger Müll aus Nahrungsmitteln zu produzieren, findet Ihr auch im folgenden Video von AO.de, dem Online-Händler, bei dem Ihr zum Beispiel Euren Kühlschrank kaufen könnt:

Das liest sich doch alles gar nicht so unlecker oder kompliziert, oder? Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr schon einmal versucht, weniger Küchenabfälle zu produzieren? Wie macht Ihr das? Oder habt Ihr vielleicht Lust auf die „Weniger-Müll-Challenge“ bekommen?

3 Kommentare

  1. Der Tipp mit den Bratenfett ist eigentlich so simple, da bin ich allerdings bis jetzt tatsächlich nicht drauf gekommen. Wird aber beim nächsten Braten auf jeden Fall beherzigt.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

  2. Pingback: Essensreste mit Kindern | Frieda Rat

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