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5. Lebenswoche | 3. Kind

Schneckerich

Wie war die vergangene 5. Lebenswoche?

Auch die vergangenen Lebenswoche hielt wieder einige Überraschungen rund um das Thema „Krankheit“ für uns bereit. Diesmal drehte es sich allerdings nicht um den Schneckerich, sondern um die beiden Schnecken. Maxi hat eine fette Mandelentzündung bekommen und auch bei Mini waren die Streptokokken eingezogen- auch, wenn sie sie gar nicht spürte, sondern nur ein Test bei der Kinderärztin sie nachwies. Infiziert ist infiziert. So brauchten beide Mädels Antibiotika und mussten sich zu Hause auskurieren.

Und auch mich hatte es erwischt: Ich hatte und habe immer noch eine Bronchitis. Begonnen hatte sie mit einem elendigen Reizhusten, der mich nachts nicht schlafen lassen hat. Oder den Schneckerich, denn ich habe ihn immer wieder wachgehustet, war er gerade beim Stillen oder Bäuerchen Machen eingeschlafen. Echt nervig!

Das war alles natürlich super anstrengend, aber ich habe es gewuppt. Wir haben es gewuppt. Wir haben einfach unsere Schlafanzüge nicht ausgezogen und ich habe die Schnecken gepflegt. Maxi ging es am ersten Tag richtig, richtig dreckig. Sie war nur noch ein Häufchen Elend. Aber ich habe es geschafft, mich um alle 3 Kinder zu kümmern. Die Mädels durften gegen ihre entzündeten Hälse Eis lutschen und waren glücklich. Und ich habe eine Extraportion Schokolade gegessen. Mit der nötigen Gelassenheit entspannte sich alles. Man muss einfach akzeptieren, keinen Schlaf zu bekommen. OHMMMM, OHMMMMMMM (fügt hier ein hysterisches Lachen ein). Nein, Spaß beiseite! Natürlich war ich anfangs genervt und hatte auch einen kleinen Hass auf das Universum. Aber, wie meinte Papa Schulze dann abends zu mir nach der Arbeit:

„Süße, Du machst das ganz wunderbar. Immer dann, wenn Du gar nicht weiter darüber nachdenkst und Dich der Situation einfach stellst und einen Schritt nach dem nächsten gehst, dann klappt es ganz entspannt und ohne großen Stress.“

Arztbesuche/ Untersuchungen

Keine. Nur mit Mini- und Maxi war ich beim Arzt wegen ihrer Streptokokken.

Das mag der Schneckerich

Mittlerweile hat er gemerkt, dass er mehr sehen kann, wenn er rumgetragen wird. Daher favorisiert er genau das.

Das mag der Schneckerich nicht

Eigentlich hat er in den vergangenen Wochen den Schnuller genommen. Jetzt mag er ihn plötzlich gar nicht mehr. Lieber Mamas Brust oder Papas Finger. *ts*

Das kann der Kleine schon

In seiner 5. Lebenswoche hat der Schneckerich angefangen, Geräusche zu machen. So gurrt er, wenn ich mit ihm rede. Und fängt an, zu jauchzen. Super süß!

5. Lebenswoche

Ein gemütlicher Platz im Zimmer vom Schneckerich

Familie

Wie ist das Leben zu 5t?

Wie oben schon erwähnt, bleibt es (halbwegs) entspannt, wenn ich mich entspanne bzw. wenn wir uns entspannen. Das überträgt sich direkt auf den Rest der Familie.

Ich hatte ja in der vergangenen Woche berichtet, dass Mini eine ausgesprochene Jammerwoche hatte. Das hat sich etwas gebessert, dafür schläft sie nun schlecht. Sie wird zwei, drei Mal wach nachts und ruft nach Papa Schulze. Ja, ich weiß, bei manchen Kindern ist das normal, aber bei der MiniSchnecke nicht. Vielleicht ein Mal pro Nacht, aber in der Regel nicht häufiger. Sie hat einfach mehr an der Veränderung zu knabbern, unsere Mini. Aber sie ist es ja auch, die von ihrem Thron „der Kleinen der Familie“ verstoßen wurde. Maxi ist einfach die Älteste geblieben. Bei Mini gab es die Veränderung. Dass sie das merkt, kann sie auch klar artikulieren:

Am Rückweg von der Kinderärztin ging es Maxi überhaupt nicht gut. Sie war müde, fiebrig, es schüttelte sie und sie wollte nur noch in ihr Bett. Daher versprach ich ihr im Auto, dass ich mich gleich um sie kümmere, sobald wir zu Hause sind: „Maxi, ich bringe Dich dann gleich ins Bett und koche Dir einen Tee. Ich verspreche es Dir.“ Da meinte Mini plötzlich: „Und was ist mit mir? Immer musst Du Dich um Maxi kümmern und dann schreit der Schneckerich und Du kümmerst Dich um ihn. Und wann kümmerst Du Dich um mich?“ Da war ich schon baff, dass sie das so sagen konnte!

Ich habe dann direkt ein Puzzle mit ihr gemacht, als Maxi im Bett lag…

Was hat sich verändert?

Weiterhin der Schlaf, der einfach weniger ist.

Was klappt gut?

Es hat gut funktioniert, sich um die beiden kranken Großen zu kümmern und um den Kleinen. Nein, alles habe ich dann nicht gewuppt. Ich hatte wirklich den ganzen Tag den Schlafanzug an. Für mehr hat es nicht gereicht. Und die Küche konnte ich auch nicht aufräumen, oder Wäsche waschen, oder so.

Was klappt weniger gut?

Trotzdem habe ich latent das Gefühl, ein Kind zu vergessen, ihm nicht gerecht zu werden. Musste der Schneckerich gerade nicht viel zu viel schreien, bis ich mich um ihn gekümmert habe? Habe ich Maxi nicht viel zu barsch angefahren, dass sie nun endlich hören soll. Und Mini? Was ist eigentlich mit Mini? Ist sie mir nicht schon wieder einfach „unter dem Radar durchgerutscht“? Hätte ich ihr nicht viel mehr Aufmerksamkeit schenken müssen?

Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich hier den richtigen Weg gefunden habe und mir nicht mehr ständig Vorwürfe mache.

Darüber mussten wir in der vergangenen Woche ganz schön lachen

Kennen Sie schon „GE-KA-UTES“? Ja, genau, mega alt der Witz. Aber die Schnecken finden es TOTAL LUSTIG. Und das Mädchenlachen ist einfach schön.

5. Lebenswoche

Holzperlenkette – Impression aus dem Zimmer vom Schneckerich

Mamas MS

Wie geht es mit dem Schlafentzug?

Joa, es geht. Gestern lag ich fast den ganzen Tag einfach im Bett. Es war ja Wochenende und Papa Schulze hat für mich den Tag gewuppt. (Das könnt Ihr hier nachlesen)

Das hat gut getan und war dringend nötig! Die Symptome haben sich mit dem Schlafentzug auch nicht verändert, das gibt mir ein wenig Ruhe.

Wie fühlt sich die MS an?

In der vergangenen 5. Lebenswoche hatte ich aufgrund der Krankheiten der Kinder fast überhaupt keine Zeit für meine MS. Daher war sie nur stiller Begleiter.

Gibt es neue Symptome?

Nein, nur die alten, die wieder da sind.

Gab es Arztbesuche oder Untersuchungen?

Nein

Was tut im Kampf gegen die Multiple Sklerose im Moment gut?

Ich habe wieder angefangen, mich mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen und zum Wochenende auch schon wieder angefangen, auf die Süßigkeiten zu verzichten. Ja, das tut mir gut, denn mir tut der Gedanke gut, selbst etwas gegen die MS ausrichten zu können. Ich glaube fest daran, dass ich mit der Ernährung die Krankheit positiv beeinflussen kann. Und ich brauche einfach das Gefühl, selbst etwas bewirken zu können. Das gibt mir Auftrieb.

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