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4 Wochen Tecfidera

Tecfidera

Fotocredits: Katrin Schander

Seit 4 Wochen nehme ich nun wieder mein Medikament Tecfidera gegen die Multiple Sklerose. Vor dem Start hatte ich etwas Bedenken, da wir kurz darauf in unseren Urlaub gefahren sind. Ich konnte mich noch an die Blutuntersuchungen vom letzten Mal erinnern.

Wie geht es mir nun wieder mit dem Tecfidera?

Kurz & knapp: Es geht mir – genau wie beim letzten Mal – wieder sehr gut mit dem Medikament. Auch diesmal sind meine Nebenwirkungen sehr gering. Bei den ersten beiden Einnahmen hatte ich etwas Magengrummeln. Danach nicht mehr. Auch hatte ich zu Beginn ca. 1 Stunde nach Einnahme des Tecfidera einen sogenannten „Flush“, das bedeutet, dass meine Haut (wie bei einem Sonnenbrand) rot geworden ist, heiß wurde & etwas brannte. Das dauerte ungefähr 40 Minuten und dann war der Spuk auch wieder vor.

Mittlerweile hatte ich jedoch seit 2 Wochen keinen solchen Flush mehr. Auch in der Sonne Italiens, während unseres Urlaubs am Gardasee, habe ich das Tecfidera wirklich gut vertragen und hatte keine stärkeren Nebenwirkungen.

Auch bei diesem Mal hat mir mein Kopf wieder einen kleinen Streich gespielt und ich fühlte mich nach den ersten Einnahmen quasi geheilt, denn ich hatte fast keine Symptome. Laut meines Ansprechpartners bei der Patienten-Hotline ist das aber unmöglich. Tjanun. Hahahaha: Ein Versuch war es wert 😉

Zur nächsten Blutuntersuchung muss ich in 2 Wochen. Es werden alle 6 Wochen die Werte gecheckt & am 13. Oktober stehen dann die nächsten MRTs an (vor denen ich, ehrlich gesagt, jetzt schon Bammel habe).

Das ist der aktuelle Stand. Alles in allem bin ich wirklich sehr zufrieden und glücklich damit.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Start Eures Medikaments? Und welches nehmt Ihr? Ich bin gespannt auf Eure Antworten!

7 Kommentare

  1. Ich nehme bekanntlich seit gut bald 5 Jahren jetzt nüscht mehr und habe demzufolge auch keine Nebenwirkungen oder sonstige Beschwerden.

    Als ich nach der Geburt des Sohnes wieder angefangen hatte, bekam mir das vorher immer gut vertragene Medi (obwohl ich damit regelmäßig Schübe bzw Entzündungen hatte und demzufolge jeweils mit Cortison behandelt wurde) gar nicht mehr.
    Ich habe dann etliches ähnlich gelagertes ausprobiert, aber mit nem kleinen Kind hatte ich keine Lust drauf, so eingeschränkt zu sein und dann selbstverantwortlich meine MS-Medis abgesetzt.

    Es geht mir seitdem gut und ich habe mir beim letzten MRT bzw beim „Hirn-TÜV“ wieder meinen Stempel abgeholt!
    Hirn vorhanden, keine Entzündungen, alles tutti

    Daher ist das meine Wahl!
    Wenn sich etwas ändert, kann ich wieder neu entscheiden. Denn kein Arzt sichert zu 100% zu, dass die Medikamente wirklich helfen – eine „Verringerung der Schubwahrscheinlichkeit um ein Drittel bei 80% der Patienten“ klingt für mich eher nach „wenn das Einhorn bei Vollmond tanzt, sehen Sie eine Sternschnuppe“..

    Ich bin da arg kritisch, hier sollte jeder und jede selbst auf die Signale des Körpers hören und den eigenen Weg finden!!

    Wem die Medikamente bekommen, bitte gerne weiter so.. Wie gesagt, die Entscheidung sollte nur der Patient selbst treffen – sicher in Absprache mit dem Arzt, Lebenspartner usw – aber letztlich ist das ganze eine individuelle Geschichte

    • Alex sagt

      Einmal Medikamente gekriegt im Krankenhaus (1g Kortison), danach abgesetzt, seit dem nix neues – „Hirn-TÜV“ bestätigt bisher, dass nix neues dabei ist – da bin ich schon heilfroh drum. Solange das so ist, werd ich wohl auch nach keinen Medikamenten greifen.

  2. Anja Schneider sagt

    Ich nehme seit 2009 Avonex (bis auf eineinhalb Jahre Schwangerschaft und Stillzeit) und vertrage es ganz gut. 🙂

  3. Julia schilling sagt

    Ich nehme dieses Medikament seit etwas über 3 Jahren nach 2 Jahren Hölle. Medis haben nicht angeschlagen, Schub eins war nach knapp 6 Wochen und 2g Kortison weg, Schub zwei erst nach knapp 3 Monaten inkl. Blutplasma und dann habe ich auch noch allergisch auf die angebliche MS Wunderwaffe Tysabri reagiert. Das hat nur mein Neurologe als die Allergie harmlos begonnen hat nicht geglaubt, weil es ja „DAS“ Medikament der Wahl ist, wenn auch nur für begrenzte Zeit . Es ist so weit gegangen, dass ich für eine weitere Woche in der HNO Klinik lag, weil ich nichts essen noch trinken konnte.
    Als mein Neurologe mir dann Tecfidera vorschlug, war ich entsprechend super ängstlich. Nachdem die Allergie ausgeheilt war und ich mich auch endlich wieder bewegen konnte, ging es mir gut. Kurz um, ich habe mich durchgerungen, nehme es jetzt seit knapp 3 Jahren und bin begeistert. Kein Schub, keine großen Nebenwirkungen, bis auf einen gelegentlichen Flush. Alle die es vertragen, unbedingt versuchen 🙂
    Als eine echt MS geplagte mit schweren Schüben, kann ich sagen, ich habe gelegentlich immer noch das Gefühl (und ja ich weiß das es Quatsch ist) das es mir das Leben gerettet hat!

    • Liebe Julia, das hört sich ja ganz fantastisch an! Ich wünsche Dir, dass es weiterhin so gut läuft. LG JuSu

  4. Tania F., München sagt

    Hey, bin MS Neuling (Jan. 2017) und habe direkt mit Tecfidera angefangen. Die Flushes waren auch bei mir nur am Anfang. Jetzt ist alles fein! Nur vergessen sollte man sie nicht. Ist mir bis jetzt einmal passiert und ich hatte am nächsten Tag prompt (fast) den ganzen Tag wieder Flushes 😉

    • Hallo Tania, ich wünsche Dir alles, alles Gute für Deinen weiteren Weg. Super, dass Du das Tecfidera auch so gut verträgst! LG JuSu

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