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4. Lebenswoche | 3. Kind

4. Lebenswoche

Schneckerich

Wie war die vergangene 4. Lebenswoche?

Zum Glück hat der Kleine sich schnell von seinem ersten Infekt wieder erholt. Es war nicht nötig, noch einmal bei der Kinderärztin oder sogar im Krankenhaus vorstellig zu werden.
Das war natürlich eine schöne Entwicklung.
Zwischendurch war der Schneckerich ganz schön unruhig und hat schlecht geschlafen. Da half dann nur, gestillt zu werden und mit Mama zu kuscheln. Zum Glück nimmt er auch das Fläschchen mit abgepumpter Milch, das Papa Schulze ihm geben kann, damit ich etwas Schlaf bekomme. Dafür habe ich ihn nun öfter im Tragetuch, wo er auch sofort einschläft. Wegen dieser Unruhe war ich nun auch beim Osteopathen- darüber berichte ich Euch weiter unten.

Arztbesuche/ Untersuchungen

In seiner 4. Lebenswoche war ich mit ihm beim Osteopathen. Das habe ich auch schon mit der Maxi- und der MiniSchnecke nach den Geburten gemacht, um zu schauen, ob sich unter der Geburt etwas bei Ihnen verschoben hat, oder es sonst irgendwelche körperlichen Sachen gibt, die behoben werden können. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.
Und, da der Schneckerich sehr unruhig war in den vergangenen Tagen, habe ich mir sehr viel erhofft. Und wurde auch nicht enttäuscht. Zum einen hat der Osteopath noch einige Dinge von der Geburt gerichtet, zum anderen hat er eine leichte Verschiebung an Bauchnabel & Darm festgestellt, was dem Kleinen Schmerzen bei der Verdauung bereitet und ihn sehr unruhig macht. Diese Verschiebung hatte er gelöst und danach ging es dem Kleinen schlagartig besser. Allerdings hatte diese sich dann kurz danach wieder gebildet. Plötzlich hatte er wieder Schmerzen und sich sehr gequält, weswegen ich dann noch einmal beim Osteopathen war. Nun hoffe ich, dass der Kleine länger Ruhe hat- insbesondere, weil der Osteopath mir gezeigt hat, wie ich meinem Schneckerich die Hand auflegen und das Bäuchlein massieren kann, um die Verschiebung wieder zu lösen.

Das mag der Schneckerich

Immer, wenn ich ihm die Wange streichele, lächelt er ganz selig und genießt die Berührung intensiv.

Das mag der Schneckerich nicht

Mittlerweile merkt er richtig, wenn er seine Windel vollge*ka*ckt hat. Das mag er überhaupt nicht gerne und macht sich dann auch lautstark bemerkbar.

Das kann der Kleine schon

Er hat angefangen, sein Köpfchen nach mir oder seinem Papa und den Schwestern zu drehen. Das läuft natürlich noch nicht ganz rund und etwas hakelig, sieht aber total süß aus. Und er hat angefangen, uns anzulächeln. Das ist wirklich wunderschön.

4. Lebenswoche

Der Schneckerich flirtet mit Papa Schulze

Familie

Wie ist das Leben zu 5t?

Schön! Es klappt wirklich gut. Dazu teilen Papa Schulze und ich uns aber auch wirklich gut auf- finde ich. Er unterstützt mich, wo es nur geht. Abends übernimmt er sofort den Schneckerich wenn er nach Hause kommt, die Nacht übernimmt er mit den Schnecken (Verlinkung) und morgens kümmert er sich auch um die Mädels. Das ist natürlich toll. Mini und Maxi finden sich immer mehr in ihrem neuen Leben zurecht und ich finde, dass es abends, wenn ich mit den 3 Kindern alleine bin, eigentlich ganz gut klappt bisher. Ich schaffe es sogar, den Mädels noch etwas vorzulesen. Maxi ist ganz die Große und geht mir sehr oft helfend zur Hand, Mini macht nicht mehr ganz so viel Quatsch wie in der 3. Lebenswoche, aber sie ist definitiv unruSie muss sich noch einfinden in ihrer neuen Familienrolle.

Papa Schulze war in der 4. Lebenswoche zum ersten Mal auf Dienstreise. Das war natürlich hart für uns alle. Zum Glück war meine Mutter für die beiden Nächte zur Unterstützung bei uns- sonst hätte ich es nicht geschafft. Denn die Dienstreise fiel genau in die unruhige Zeit des Schneckerichs, in der ich nachts nicht länger als 1,5 Stunden am Stück geschlafen habe.

Was hat sich verändert?

Der Schlaf. Er fehlt ganz einfach. Nun hatten wir zum ersten Mal so Tage, an denen es für mich einfach nicht geklappt hat, mich mit dem Kleinen hinzulegen. Immer gab es ein Kind, um das ich mich kümmern musste. Daher: Schlaf- I miss you!

Was klappt gut?

Abends bin ich mit den 3en alleine, d.h. das Abendbrot und das Zubettbringen liegt komplett in meinen Händen. Aber das klappt eigentlich ganz gut, ohne Drama und ohne nennenswerten Verzögerungen. (Wahrscheinlich wird es am kommenden Montag grandios in die Hose gehen, nur weil ich das hier geschrieben haben. Ihr wisst ja, eigentlich darf man so was gar nicht laut aussprechen. Genau so wenig, dass die Kinder aber lange nicht mehr krank waren…)

Was klappt weniger gut?

Wie oben schon angedeutet, muss Mini sich in der neuen Situation noch ein wenig mehr einfinden. Nachdem die 3. Lebenswoche bei ihr eine ausgesprochene Quatschwoche war, war die 4. Lebenswoche eine ausgeprägte Jammerwoche. Mini fängt wegen jedem M*ist an, zu weinen. Heute bin ich schon die Treppe zum Kinderzimmer hochgehehetz. Ein erbärmlicher Schrei durchhallte unser Haus gefolgt von bitterlichem Weinen. Vor meinem inneren Auge war Mini die Treppe runtergefallen, hatte sich einen Zahn ausgeschlagen oder hatte ein Loch im Kopf. Es war mindestens genau so schlimm: Sie bekam ihre Strumpfhose nicht ausgezogen. So geht es den lieben langen Tag.

Darüber mussten wir in der vergangenen Woche ganz schön lachen

An vielen Stellen. Seien es die Wortschöpfungen von Mini (z.B. Spischnat = Spinat),
seien es die „superschlauen“ Einwürfe von Maxi („Aber Mama, wir haben Dich gar nicht die GANZE Zeit geärgert. Wir haben Dich nur ein Bisschen geärgert. Dann war aber wieder Ruhe.“) Manchmal tut es einfach gut, gemeinsam eine Runde zu lachen!

Mamas MS

Wie geht es mit dem Schlafentzug?

In der 4. Lebenswoche hat mir der Schlafentzug ganz schön zu schaffen gemacht. Mein rechtes Bein wurde immer tauber, die Hände kribbelten und ich spürte die MS auf Schritt und Tritt. Spüre ich immer noch. Und damit begann das Kopfkino und die schlechte Stimmung. Natürlich begann ich mich zu fragen, ob das nun einfach vom Stress der vergangenen Wochen (Geburt, Milcheinschuss, Klinikaufenthalt, Erkältungen) kommt, oder ob das nun schon ein Schub ist. Und damit beginnt immer das akribische Abscannen des Körpers. Das kennen diejenigen mit MS unter Euch bestimmt auch: Man fühlt ständig in seinen Körper hinein. Fühlt sich etwas anders an als sonst? War das vorher schon da? Ist das Gefühl stärker geworden? Muss ich damit zum Arzt? Und dann beginnt die Psyche mit ihren Spielchen: Fragt Euch mal einen halben Tag lang, ob sich das linke Bein anders anfühlt als das rechte. Irgendwann FÜHLT es sich wirklich anders an- ob da eine Krankheit ist oder nicht. Grauenhaft!

Wie fühlt sich die MS an?

Mittlerweile geht es wieder und ich vertraue wieder mehr auf meinen Körper. Aber anfangs wurde sie echt etwas übermächtig und groß und bedrohlich.

Gibt es neue Symptome?

Nein, nur die alten, die wieder da sind.

Gab es Arztbesuche oder Untersuchungen?

Nein

Was tut im Kampf gegen die Multiple Sklerose im Moment gut?

Ruhe bewahren! Diesmal war es gut, einfach zu spüren, dass die MS zwar da ist, aber nicht schlimmer wird. Ja, das oben beschriebene Kopfkino war da. Ich habe es für mich angekommen und mich nicht ständig dafür gerügt. Parallel habe ich mich gezwungen zu registrieren, dass mein Zustand aber insgesamt nicht schlimmer wird. Auch nicht mit der nächsten durchwachten, schlaflosen Nacht.
Natürlich tat mir dabei eine Extraportion Ruhe & Entspannung obendrauf sehr gut.

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