Mama mit MS, Mama-Blog, Multiple Sklerose, Schwangerschaft
Kommentare 6

37. SSW I Kind 3

Da Mann, bzw. Frau, ja nie weiß, was die kommenden Tage so bringen, kommt heute schon – quasi im direkten Anschluss an meinen Bericht von der 36. Schwangerschaftswoche, derjenige von der 37. SSW.

Meine 37. SSW

Seele: Ich hatte es im letzten Bericht schon geschrieben: Bei uns ist es zurzeit etwas wiggelig. Die MaxiSchnecke tut sich zurzeit etwas schwer mit der anstehenden Veränderung. Sie fühlt sich vernachlässigt, zurückgesetzt und „vergessen“. Daher habe ich im ersten Schritt kleine „Exklusivzeiten“ mit Mama in den letzten Tagen eingeführt. Natürlich durfte sie jeweils bestimmen, was wir machen. Am Wochenende wollte sie malen, dann haben wir einfach mal nur geredet oder heute ein Spiel gespielt, während die MiniSchnecke bei einer Freundin zum Spielen war.

37. SSW

Maxi und ich spielen das Kartenspiel „Biber-Bande!

Diese Zeiten sind sehr schön mit meiner Großen. Ich genieße sie sehr. Trotzdem ändert das ihren Gemütszustand nicht von heute auf morgen radikal. Einmal am Tag „explodiert“ sie und lässt ihren ganzen Unmut bei mir heraus. Ich habe deswegen auch bereits ein Elterngespräch mit ihrer Erzieherin geführt, da mich natürlich ihr Verhalten in der Kita beschäftigt hat. Denn ich fragte mich, ob sie sich dort genau so verhält oder darüber spricht. Aber anscheinend lässt sie diese Gefühle nur bei mir zu Hause raus. In der Kita ist sie sehr friedliebend, hilfsbereit und zuvorkommend. Allerdings hat sie auch dort an Veränderungen zu knabbern, die sehr wahrscheinlich auf ihren allgemeinen Gemütszustand einzahlen.

Ich weiß mit bestimmten Situationen einfach nicht mehr umzugehen, bzw. bin am Ende mit meinem Latein. Denn ich möchte zeitgleich auch nicht die MiniSchnecke „vergessen“, kann mich aber eben auch nicht teilen. Und Maxi fordert derweil lautstark meine ganze Aufmerksamkeit ein.

Am Freitag habe ich daher einen Termin bei einer Beraterin in einem Familienzentrum, bei der ich in den vergangenen Jahren schon öfter war, um mir Rat einzuholen. Ich bin gespannt, was sie dazu sagen und, welche Tipps sie mir geben wird.

Insgesamt macht mich diese Situation gerade echt fertig. Ich mache mir Sorgen, wie es wohl wird, wenn der Schneckerich geschlüpft ist? Mute ich Maxi zu viel zu? Habe ich sie nicht richtig vorbereitet? Und was ist mit Mini? Wie wird sie auf die neue Situation reagieren? Kommen die Probleme noch?

Untersuchungen/ Arztbesuche: Am Montag war ich wieder bei der Frauenärztin. Ein CTG wurde geschrieben, bei dem alles bestens war. Dann wurde wieder geschallt, vermessen und ich untersucht. Auch hier soweit alles gut.

Als mich meine Frauenärztin sah, meinte sie jedoch: „Hoppla, da ist der Bauch ja noch mal gewachsen und eine Etage nach unten gerutscht!“

Und nach der Untersuchung stellte sie fest: „Das kann, muss aber nicht mehr drei Wochen bei Ihnen warten. Also, da steht schon alles bereit für die Geburt bei Ihnen.“

Tja, dann schauen wir einmal, ne? Wobei ich ehrlich gesagt die Fragen rund um Maxi geklärt haben möchte. Vorher fühle ich mich noch nicht bereit. Und dann ist Papa Schulze gerade auch noch auf Dienstreise- da muss es nun auch nicht heute oder morgen losgehen.

Bauch/ Busen: Beim Busen gibt es wieder keine spürbare Veränderung. Beim Bauch habe ich auch das Gefühl, dass da noch mal etwas passiert ist. Es fühlt sich so an, als würde ich nur noch aus Bauch bestehen. RIESIG! Hilfe! Ich wusste gar nicht, dass mein Körper zu so einer Dehnung fähig ist.

37. SSW

Bauchfoto No. 22 vom 6. Dezember 2016

Haut/ Haare/ Nägel: Hier gibt es keine Veränderungen.

Errungenschaften/ Aussortiert: Bei der MiniSchnecke habe ich nun mal den Kleiderschrank durchgeforstet und Kleidchen in Gr. 80 bis Gr. 98 ausgemistet. Also, da passt sie definitiv nicht mehr rein. Irgendwie ja auch schon ein bisschen schade, dass sie nun nicht an No. 3 wandern… Fähig, sie final wegzugeben, bin ich noch nicht…

Geht gar nicht: Dieser ganze Stress mit Maxi verleitet mich allzu oft dazu, zur Schokolade zu greifen. Natürlich begleite ich diese Gelüste fein säuberlich mit Blutzuckermessungen und achte darauf, dass mein Blutzucker nicht zu hoch ansteigt. Aber, es ist eigentlich zu viel Süßkram. Ich will ja gar nicht so viel Zucker aufgrund der MS zu mir nehmen. Das will mir nur im Moment überhaupt nicht gelingen. Und das ärgert mich.

Geht gut: Die letzten Abende haben Papa Schulze und ich nicht vor dem Fernseher verbracht, sondern einfach mal geredet und uns ausgetauscht. Wir genießen quasi die letzten ruhigen Minuten/ Stunden. Das sind schöne Zeiten und helfen mir, vom Alltag abzuschalten.

Must have:  Ich bin fleißig dabei, Tragetücher zu stöbern. Schon Maxi und Mini habe ich viel im Tuch und in der Trage getragen. Auch beim Schneckerich habe ich das vor. Da ich nach der Tragezeit bei Mini meine Tücher verkauft habe, bin ich nun am Gucken und Vergleichen. Habt Ihr Tipps für mich? Dann freue ich mich auf Euren Kommentar- danke :-*

Schwangerschaft & Multiple Sklerose:  Ich habe es in den vergangenen Tagen geschafft, insgesamt mehr zu schlafen. Das wirkt sich natürlich auch auf mein Befinden mit der MS aus. Mir geht es insgesamt besser als in der letzten Woche. Ich hoffe, dass das auch so bleibt. Drückt mir die Daumen, ja?

Hier geht es zu meinen übrigen Wochenberichten:

Bauchfoto No. 1 (16. Woche)

Bauchfoto No. 2 (17. Woche)

Bauchfoto No. 3 & 4 (18. & 19. Woche)

Bauchfoto No. 5 (20. Woche)

Bauchfoto No. 6 (21. Woche)

Bauchfoto No. 7  & 8 (22. & 23. Woche)

Bauchfoto No. 9 (24. Woche)

Bauchfoto No. 10 (25. Woche)

Bauchfoto No. 11 & 12 (26. & 27. Woche)

Bauchfoto No. 13 (28. Woche)

Bauchfoto No. 14 (29. Woche)

Bauchfoto No. 15 (30. Woche)

Bauchfoto No. 16 (31. Woche)

Bauchfoto No. 17 (32. Woche)

Bauchfoto No. 18 (33. Woche)

Bauchfoto No. 19 (34. Woche)

Bauchfoto No. 20 (35. Woche)

Bauchfoto No. 21 (36. Woche)

6 Kommentare

  1. Hallo,
    mit Spannung lese ich jede Woche deine Berichte aus der SS 🙂
    Wir haben gerade (nach 10 Jahren Pause) unsere zweite Tochter bekommen und sind jetzt 4 Wochen zu viert. Diese „Gefühlsausbrüche“ kenne ich. Unsere Große ist Asperger Autistin und kanbbert teils schon an der Veränderung durch die kleine Erbse. Das macht sie aber konstant überall…also auch in der Schule und nicht nur zu Hause. Ich sitz hier auch manchmal und denke: „oh ha ich mute ihr zuviel zu“. Auf der anderen Seite hat sie in meiner SS und auch jetzt so riesige Entwicklungsschübe gemacht, das ich nur staunen kann. Sie ist nochmal viel selbstständiger geworden, versucht mehr auf ihre Umgebung zu achten (was ihr wegen der Lagerung echt schwer fällt), ist hilfsbereiter, packt hier auf unserem Bauernhof viel mehr mit an und hat Freude daran, geht mehr raus und nutzt den Freiraum hier auf dem Land intensiver aus. Ich denke, das ist durchweg positiv zu sehen und so atmen wir bei den Gefühlsausbrüchen tief durch, lassen die kleine Erbse auch mal ein paar Minuten quaken, nehmen uns ganz bewusst Zeit für die Große (so wie du das auch machst) und schauen, das wir alle bei uns bleiben und uns wohl fühlen.

    Getragen hab ich die Große schon ein komplettes Jahr und dann nochmal fast ein Jahr, wenn sie nicht mehr laufen wollte. Wir hatten gar keinen Kinderwagen. Den haben wir jetzt auch nicht und ich trage wieder. Zum einen mit einem 5,20 m Tuch von Didymos und zum anderen mit einer Trage der Firma Fräulein Hübsch. Die Trage ist wirklich super. Geht ganz einfach und schnell vorne und hinten zu binden, lässt sich super verstellen so das Papa die Maus auch mal eben nehmen kann und ist sehr bequem.

    Ich wünsche dir für den Rest deiner Kugelzeit alles erdenklich Gute 🙂

    Viele liebe Grüße
    Lena

  2. Hui, bei euch ist ja ganz schön was los. Ich wünsche euch, dass es der Maxischnecke bald besser geht und ihr entspannt in das neue Leben zu fünft starten könnt!
    Bei uns ist auch einiges los gewesen…unsere Tochter wollte scheinbar nicht mehr warten und ist schon vor einer Woche in der 34. SSW geboren. Nach sechs Tagen auf der Neonatologie durften wir nach Hause und versuchen nun das Chaos zu ignorieren und es einfach zu genießen, dass das alles trotz vorzeitigem Blasensprung und Frühchen so wunderbar geklappt hat und es uns so gut geht 🙂
    Ich habe mich dann heute auch mal mit dem Thema Tragen befasst. Ich finde ja Madame Jordan total toll. Das ist ein kleiner Laden in Berlin, der viele schöne Tücher hat und auch Tragen fertigt. Mein Tuch vom Sohn habe ich noch und nun werde ich erstmal mit einer Leihtrage (MeiTei) für Minis einsteigen. Bei so einem winzigen 2kg-Baby ist das ja doch alles noch mal ganz anders.

    Viele liebe Grüße
    Karo

  3. Schau mal hier:
    schlingelshop.ch
    …wir hatten die Sportversion bei Nr.2 und haben das Teil geliebt

  4. Kerstin sagt

    Liebe JuSu!
    Ich denke, dass bei der Maxischnecke einiges zusammen kommt und es nicht vorrangig nur um den Schneckerich geht bzw ist der Schneckerich nicht das Orobkem, sondern nur ein weiterer Auslöser. 😉
    Du hast da jetzt ein Vorschulkind Zuhause und glaube es mir : die sind komisch:-).
    Es weht auch für sie, selbst wenn es noch etwas dauert, ein Hauch vom Wehmut und Abschied durch den Kindergarten und sie beginnen such neu zu definieren. Das wird ab Januar , wenn das Vorschulprogramm richtig los geht (zumindest war das in unserer Einrichtung so) noch mehr spürbar, auch wenn sie nicht immer drüber reden oder es selber vielleicht nicht ganz verstehen. Deine kleine grosse Madam wird in den nächsten Monaten einen riesigen Entwucklungsschub nachen, der ihnen Angst macht und sie oft erstmal noch einmal klammern lassen um sich rückzuversichern, dass alles ok ist und sie weiter umsorgt werden. Wenn sie doch schon ausserhalb plötzlich soviel alleine können sollen und müssen. Dazu kommt die Weihnachtszeit, die trotz aller Vorfreude meine Kinder auch immer ein Stück überfordern und wenn es nur die eigenen überzogenen Erwartungen sibd. Und klar: der Schneckerich kommt: das ist schön, aber natürlich auch nochmal Konkurrenz und das nimmt man als Vorschulkind anders wahr wie mit 4.
    Um die Mini würde ich mir an deiner Stelle keine grossen Sorgen machen. Wahrscheinlich kommt da das Konkurrenzdenken erst, wenn der Schneckerich in etwa ein Jahr alt ist und der Welpenschutz vorbei ist. Ist so meine Erfahrung.
    Und die Maxi braucht vermutlich einfach nur die Gewissheit, dass sie zwar die Grosse ist, aber immer noch kuscheln, knuddeln und blödeln kommen darf.
    Jetzt aber erst einmal gute Besserung an euch alle!
    LG Kerstin

  5. Jules sagt

    Liebe JuSu,
    erst einmal möchte ich Dir Mut zusprechen, daß nach der Ankunft vom Schneckerich schon alles an seinen Platz fallen wird!
    Und daß es normal ist, daß Du Dir so kurz vor der Geburt und dem neuen Leben zu fünft (nicht nur für Eure Kinder, sondern auch für Dich und Deinen Mann eine völlig neue Situation, die Du ja auch noch gar nicht so richtig einschätzen kannst) noch viel mehr Sorgen um alles machst als sonst (war bei mir zumindest so, vielleicht die Hormone?).
    Deine Beiträge klingen nach einer sehr liebevollen Mutter und ich glaube, Du hast Deine Schneckchen schon gut im Blick mit ihren Bedürfnissen und gehst sehr sensibel auf sie ein.
    Versuch, die Ausbrüche von Maxi nicht auf Dich zu beziehen, in dem Sinne, daß Du irgendwas falsch gemacht, vergessen, verpaßt etc. hast.
    Ich hoffe, so oder ähnlich wird Dich auch die Erziehungsberaterin bestärken.
    Wir haben das Abenteuer vor mittlerweile 20 Monaten gewagt und noch eine Mikro-Schnecke bekommen. Sie hat sich von Anfang an sehr gut eingefügt (nicht so wie unsere Mini damals, die sich subtil zum Boss der Familie entwickelt hat), so daß die Großen auf relativ wenig verzichten müssen. Mit offener oder versteckter Eifersucht wechselten sich unsere Maxi und Mini anfangs ab, aber einer war immer friedlich. Das Baby sowieso – das hat das unauffällig-sein anscheinend als ökologische Nische erkannt.
    Auch ich hatte große Angst davor, daß unser vertrautes Vierergespann (die Damen waren damals 4 1/2 und 6 1/2) durch den Neuankömmling aus dem Gleichgewicht geworfen würde („wir hatten’s doch so schön!“). Aber es nützt ja nix – jetzt kommt das Baby bald und es wird alles gut werden!
    Und mach Dir bloß keine Vorwürfe wegen der Schokolade! Nicht noch mehr Vorwürfe! Dein Körper will jetzt anscheinend Schokolade. Und es ist ja auch nur eine Phase. Mein Mann und ich haben in den ersten 2 Mikroschneckenlebenswochen stapelweise Nussbeis*er inhaliert und das hat einfach geholfen (seelisch, meine ich – den ernährungsphysiologischen Wert will ich hier absichtlich mal außen vor lassen, obwohl ich sogar Arzt bin ;-)).
    Irgendwann hatte sich alles eingespielt und auch wenn ich manchmal noch mehr als früher wünschte, ich könnte mich teilen (2 Arme – 3 Kinder –> bleiben noch die Knie!), ist es einfach wunderschön, meine 3 Mädels so miteinander zu sehen!

    Trage: Tücher finde ich super (Hoppediz z.B.), Babytragen aber irgendwie auf lange Sicht praktischer. Ich habe auf einem Workshop (Outdoorfitness für Mütter) neulich die ErgoBaby Adapt kennen- und liebengelernt. Falls Schneckerich auch mal nach vorn schauen soll (später), gibt es auch noch ein 360 Grad-Modell (mittlerweile viel ergonomischer als die alten BabyBjörne).

    Liebe JuSu, alles Gute für Dich und Euch und eine zauberhafte Zeit mit dem neuen Schneckerich (vielleicht ja sogar ein paar Stunden/Tage so exklusiv wie damals mit Maxi)!

    Jules

  6. Birgit sagt

    Liebe Julia,

    Ich fand Boba Wrap, ein elastisches Babytragetuch, klasse. Großes Plus: man kann es vorbinden und das Baby dann reinsetzen – enorm praktisch, wenn man die Großen durch die Gegend chauffiert und man kein Wickelchaos haben möchte…

    Ich wünsch Dir für die Geburt alles Gute und einen schönen Babyzauber zu fünft!

    Liebe Grüße,
    Birgit

    ps: das dritte Kind ist zum genießen*

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.