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35. SSW I Kind 3

Meine 35. SSW mit Kind 3

Es ist schon wieder Donnerstag und die vergangene 35. SSW verging wie im Flug. Am letzten Wochenende sind Papa Schulze und ich halb verschnupft endlich einmal dazu gekommen, etwas aufzuräumen, auszumisten und mit unserer Zimmerumverteilung weiter zu machen.

Zimmertetris

Mit dem dritten Kind in unserem Hause, spielen wir nämlich quasi mal wieder Tetris und gestalten die Zimmerverteilung neu. Die Schnecken haben das zweite Obergeschoss erst einmal weiterhin für sich alleine. Dort teilen sie sich bisher (auf eigenen Wunsch) ein Zimmer, in dem sie auch zusammen schlafen. Daneben liegen ihr Spiel- und Bastelzimmer und ein kleines Badezimmer, unser „Schneckenbad“. Im ersten Obergeschoss haben Papa Schulze und ich unser Schlafzimmer und Badezimmer, daneben befand sich bisher unser Büro/ Arbeitszimmer/ Gästezimmer. Dieses lösen wir auf. Den Schreibtisch und den Bürostuhl haben wir verkauft. Dafür ist in unser Schlafzimmer eine Arbeitsecke eingezogen, sodass das ehemalige Büro zum Zimmer des Schneckerich wird. Die ersten Wochen und Monate wird er aber bei uns im Schlafzimmer schlafen. Wie die Zimmerverteilung in ein, zwei Jahren sein wird, schauen wir dann- da dürfen alle Schnecken in unserem Hause mitsprechen. Im Keller haben wir ein weiteres Zimmer eingebaut, das nun unser Gästezimmer ist.

Sobald in allen diesen Zimmern nicht mehr heilloses Durcheinander herrscht, werde ich Euch die neu gestalteten Zimmer einmal in einer „Homestory“ präsentieren. Aber, es wird so langsam aber sicher…

Seele: Ich komme gerade von meiner wöchentlichen Doppler-Untersuchung in der Uniklinik, die mich etwas mitgenommen hat. Insgesamt musste ich 3,5 Stunden warten, was auch schon mal etwas nervig ist. Dann hat die Assistenzärztin gemessen, dass der Schneckerich zu viel Fruchtwasser und einen zu großen Bauch hat (im Verhältnis zum restlichen Körper). „Ein typisches Diabetes-Kind!“, urteilte sie und wurde still. Dann erklärte sie mir, dass ich so auf gar keinen Fall meine gewünschte ambulante Geburt erleben könne, da bisher alles darauf hinweise, dass der Schneckerich nach der Geburt, Probleme mit seinem Blutzucker haben werde. Das hat mich sehr traurig gemacht, da ich sowohl die Maxi- als auch die MiniSchnecke ambulant entbunden habe und das als sehr schön und entspannt empfunden habe. Ich mag Krankenhäuser nicht so und habe mich jeweils nach der Geburt nach der Ruhe und Gelassenheit unseres Heims gesehnt. Außerdem war dieses direkte Ankomme

Am Ende entschied sie, noch einmal die Oberärztin auf die Ergebnisse schauen zu lassen, weil sie sich eine zweite Meinung einholen müsse. Auf die Frage, was das alles zu bedeuten hätte, gab sie mir keine Antwort, sondern schwieg. Und bei mir begann das Kopfkino. Natürlich machte ich mir unglaubliche Sorgen um den Schneckerich. Zu viel Fruchtwasser und zu großer Bauch- ich sah mich schon mit einem geplanten Kaiserschnitt zum Ende dieser Woche im Krankenhaus liegen.

35. SSW

Warten auf die Oberärztin – Stillleben Krankenhaus

Dann kam nach einer gefühlten Ewigkeit die Oberärztin und prüfte und vermaß noch einmal alles. Und am Ende? Sagte sie, dass sie das aber überhaupt gar nicht so sehe, wie ihre Kollegin. Da sei weder zu viel Fruchtwasser, noch ein zu großer Bauch. Der Schneckerich sei zwar groß, aber nicht unverhältnismäßig. Und schon gar kein typisches Diabetes-Baby. Puh!

Ganz ehrlich, ich kann diese ganzen Einschätzungen der Ärzte einfach nicht mehr hören. Ich spreche mit drei Ärzten und bekomme fünf Meinungen. Das stresst mich und raubt mir unglaublich viel Unbeschwertheit in dieser Schwangerschaft. Ich bin ja eh schon drei Mal die Woche bei Untersuchungen. Wenn dann bei jeder zweiten Untersuchung irgendeine Hiobsbotschaft winkt, bringt das ganz schön viel Unruhe.

Untersuchungen/ Arztbesuche: Laut heutigem CTG habe ich eine leichte Wehentätigkeit, aber ansonsten ist alles in Ordnung. Die Größe vom Schneckerich laut Doppler weiß ich nicht, aber er ist nun 2.990 gr schwer.

Gestern Abend waren da aber schon ganz regelmäßige Wehen, die schön hinten in den Rücken gezogen haben. Ganz so, wie in der letzten Woche, während meines Infekts. Es war wirklich so, dass ich kurzfristig mal nicht wusste, wie ich sie einschätzen soll. Und daher habe ich kurzerhand schon mal die Sachen für die Kliniktasche herausgelegt. Man bzw. frau weiß ja nie, ne?! Und Papa Schulze hat die ganzen Sachen dann noch schnell in seine Reisetasche gepackt, damit wir entspannt schlafen können. Süß, oder?

35. SSW

Mein Inhalt für die Kliniktasche


35. SSW

Die Kliniktasche dann fertig gepackt

Bauch/ Busen: Beim Busen gibt es wieder keine spürbare Veränderung. Der Bauch ist noch einmal etwas runder geworden und man kann langsam sehen, dass es in den Endspurt geht.

35. SSW

Bauchfoto No. 20 vom 23. November 2016

Haut/ Haare/ Nägel: Mittlerweile habe ich ein paar Hautunreinheiten am Mund bekommen.

Errungenschaften/ Aussortiert: Als wir am Wochenende ausgemistet und umgeräumt haben, haben es uns die Schnecken gleich getan. Sie haben zahlreiche Bücher und Kuscheltiere für den Schneckerich aussortiert. Und fragten unentwegt: „Mama, Papa, kann ein Junge auch damit spielen?“ Das fand ich richtig süß, wie sie extra für ihn Sachen rausgesucht haben.

35. SSW

Der Haufen an Spielsachen und Büchern für den Schneckerich

Geht gar nicht: Die Würstchen, die ich eigentlich wegen meines Blutzuckers gut vertragen habe, vertrage ich nun vom Magen her nicht mehr. Ich bekomme richtig dolle Sodbrennen von ihnen und esse sie daher nicht mehr.

Insgesamt geht es meinem Blutzucker nun besser, wenn ich komplexe Kohlenhydrate einbaue, also Haferflocken, Vollkorngetreide, usw. Das widerspricht sich ja eigentlich total mit meiner Paleo-Ernährung. Aber insgesamt kann ich beobachten, dass mein Blutzucker dann nicht so schnell ansteigt. Dann kann ich besser ein Mittelmaß halten.

Geht gut: Ich habe genau wie in der letzten Zeit immer noch total Lust auf Süßigkeiten. Grmpf.

Must have: Dinge für das Zimmer vom Schneckerich. So langsam weiß ich, in welche Richtung es gehen soll und shoppe los 😉 So viel kann ich schon mal verraten: Die marke Done by Deer hat es mir sehr angetan 😉

Schwangerschaft & Multiple Sklerose: Auch hier kann ich wieder nur berichten, dass mich meine Begleiterin weitestgehend in Ruhe lässt. Abends spüre ich das altbekannte Kribbeln oder Taubheitsgefühl, aber es ist bisher nix neues dazugekommen.

Hier geht es zu meinen übrigen Wochenberichten:

 

Bauchfoto No. 1 (16. Woche)

Bauchfoto No. 2 (17. Woche)

Bauchfoto No. 3 & 4 (18. & 19. Woche)

Bauchfoto No. 5 (20. Woche)

Bauchfoto No. 6 (21. Woche)

Bauchfoto No. 7  & 8 (22. & 23. Woche)

Bauchfoto No. 9 (24. Woche)

Bauchfoto No. 10 (25. Woche)

Bauchfoto No. 11 & 12 (26. & 27. Woche)

Bauchfoto No. 13 (28. Woche)

Bauchfoto No. 14 (29. Woche)

Bauchfoto No. 15 (30. Woche)

Bauchfoto No. 16 (31. Woche)

Bauchfoto No. 17 (32. Woche)

Bauchfoto No. 18 (33. Woche)

Bauchfoto No. 19 (34. Woche)

 

2 Kommentare

  1. Servus!
    Kann mich gut erinnern hatte auch bei beiden kindern dezent erhöhte werte mußte aber nie spritzn oder messen.
    Beim Moritz bei einer Untersuchung war eine Ärztin ganz aufgebracht weil das kind so gross ist und mein bauch so groß ist und warum ich keine diabetesschulung gemacht hab.
    Mein Einwand das Lena (mein etstes kind) auch gross war/ist und mein bauch schon vor der Schwangerschaft gross lies sie nicht gelten und das ich mich als Krankenschwester mit diabetes auskenn hats mir auch nicht geglaubt.
    Hat dann den oberarzt geholt so nach dem motto uneinsichtige patientin.
    Der oberarzt hat mich dann mit servus karin begrüßt und zur Ärztin gemeint die pat. Is krankenschwester die kennt sich aus.
    Hat auf den zwerg geschaut und gemeint es passt alles.
    Der kam dann 11 tage vorm termin mit 54 vm u 4240g und der zucker war in Ordnung.
    Jetzt ist er fast 10 und trägt Schuhgröße 40. Meine Kinder sind einfach groß (meine große wir 13 und so gross wie ich und der vom plan das sie mit 18 meine hohen schuhe anzieht hab ich verworfenals die 8 war. Die kleinste Füße hab jetzt ich.
    Dir alles liebe weiterhin und eine wunderschöne geburt.

  2. Liebe JuSu!

    Diese vielen verschiedenen Arztmeinungen finde ich auch sehr anstrengend! Vor zwei Wochen meinte die Ärztin, das Bauchkind wäre an der unteren Gewichtsgrenze. Puh. Fand ich nicht so toll. Meine Zuckerwerte sind in Ordnung, die Ernährungsumstellung hat bei mir gut funktioniert, aber damit habe ich dann doch nicht gerechnet…und gestern der Diabetologe fand das Gewicht total in Ordnung (was es ja eigentlich auch noch ist). Heute wird noch mal kontrolliert, mal sehn was dabei rauskommt 😉
    Die Kliniktasche muss ich hier übrigens auch bald mal packen, der Mann besteht darauf ^^ Dabei habe ich nicht das Gefühl, dass es so dringend ist und auch noch einiges zu erledigen, bevor das Baby kommt 😉

    Liebe Grüße und alles Gute für dich!
    Karo

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