Mama mit MS, Mama-Blog, Multiple Sklerose, Schwangerschaft
Kommentare 2

34. SSW I Kind 3

Meine 34. SSW mit Kind 3

Eine turbulente 34. SSW liegt hinter mir. Am vergangenen Wochenende schwappte die Krankheitswelle über uns. Zunächst erwischte der umgehende Magen-Darm-Virus die MiniSchnecke und sie musste von Freitag auf Samstag drölfzig Mal spucken.

Am Samstag begann Maxi dann mit einem höchst ungewohnten Husten. Irgendwann bellte sie nur noch und das kam mir komisch vor. Also rief ich in der Kinderklinik an und die Ärztin empfahl mir, sofort mit Maxi vorbeizukommen. Gesagt, getan. Diagnose: Pseudokrupp. Wir wurden mit Kortisonsaft und Notfallzäpfchen für einen Anfall in der Nacht ausgestattet und Maxi ging es schnell wieder besser. Zum Glück!

Am Sonntag Abend ging es mir zunehmend schlechter und mir schwante, dass mich der Magen-Darm-Virus der MiniSchnecke erwischt hatte. Und ja, der Virus schlug voll zu und hielt mich die ganze Nacht auf Trab. Irgendwann kauerte ich nur noch auf dem Badvorleger vor unserer Toilette und tat mir selbst leid.

Dementsprechend mies ging es mir am Montag in der Früh. Ich konnte einfach nichts bei mir behalten. Kein Tee, kein Wasser und an Zwieback war nicht zu denken. Parallel begann auch Maxi morgens zu spucken und Mini aus Solidarität gleich noch einmal mit. Papa Schulze wusste gar nicht, wo er zuerst helfen sollte. Zum Glück waren Oma und Opa in der Stadt und konnten sofort vorbei kommen, um zu helfen.

Als ich halb schwindelig gegen 9 Uhr bei meiner Frauenärztin anrief, um zu fragen, ob es irgendein Medikament gibt, dass ich in der Schwangerschaft gegen die Übelkeit nehmen darf, entschied sie sogleich, dass ich bitte in die Klinik fahren sollte. Schließlich hatte ich seit ca. 12 Stunden keine Flüssigkeit mehr in mir behalten. Also fuhr mich mein Vater in die Uniklinik und meine Mama passte auf die Schnecken auf, während Papa Schulze zu einem Kundentermin eilte.

34. SSW

Verkabelt

In der Uniklinik wurde zuerst einmal ein CTG geschrieben. Hier zeigte sich, dass auch der Schneckerich mittlerweile wegen des Flüssigkeitsdefizits ganz schläfrig war und ich darüber hinaus regelmäßige Wehen hatte- die ich allerdings noch gar nicht wahrnahm. Daher bekam ich erst einmal Infusionen und es wurde sofort eine Doppleruntersuchung vom Schneckerich gemacht (da war aber alles OK) sowie geschaut, ob mein Muttermund sich schon verkürzt hatte (hatte er nicht- zum Glück). Direkt nach den Infusionen ging es mir schon wieder besser und auch der Schneckerich wurde wieder mobiler. Das fand ich ganz schön erschreckend, diese unmittelbare Auswirkung so spüren und auf dem Monitor sehen zu können!

34. SSW

Meine Infusion

Dann musste ich liegen, um zu prüfen, ob die Wehen wieder aufhören- und sie wurden auch wirklich weniger. Ich muss sagen, dass mich das wirklich sehr erleichtert hat, denn zwischenzeitlich hatte ich schon etwas Angst, dass „es“ jetzt lost geht in diesem ganzen Durcheinander. Mal abgesehen davon, dass ich mich überhaupt nicht fit für eine Geburt fühlte.

Wegen der Wehentätigkeit und meinem Flüssigkeitsverlust entschied die Frauenärztin dann, dass ich über Nacht in der Klinik bleiben sollte. Glück im Unglück: Wegen der Ansteckungsgefahr bekam ich auf der Neugeborenen-Station ein Einzelzimmer. Natürlich sollte ich die kleinen Würmer nicht anstecken. Und so hielt ich mich natürlich auch fern und schaute in keinen der Wagen mit den Würmchen, der an mir vorbei geschoben wurde.

Mir ging es dann zum Glück Stück für Stück besser und abends konnte ich sogar schon wieder etwas Weißbrot essen.

Insulin wegen meines Gestationsdiabetes durfte ich seit der Spuckerei übrigens gar nicht spritzen, da hier die Gefahr zu groß ist, dass der Körper unterzuckert. Das ist gefährlicher, als einen hohen Blutzucker zu haben.

Am nächsten Tag waren meine Werte dann auch schon wieder besser und das CTG zeigte überhaupt keine Wehentätigkeit mehr an. So durfte ich nachmittags wieder nach Hause gehen. Und was haben sich die Schnecken gefreut, mich abends wieder zu sehen! Ich hatte sie aber auch ganz schön vermisst. Getrennt von der Familie ist wirklich ganz schön sch****. Auch der MaxiSchnecke ging es mittlerweile besser- PUH! Nun sind wir alle etwas erkältet, aber zum Glück hat es nicht auch noch Papa Schulze mit dem Magen-Darm-Virus erwischt!

Natürlich spüre ich den Infekt immer noch ganz schön in den Knochen. Ich habe überhaupt keine Kondition mehr und bin einfach total müde.

Seele: In der vergangenen Woche bin ich wirklich an meine Grenzen gekommen. Zum einen habe ich mich des Öfteren gefragt, wie ich wohl solche Situationen wuppen soll, wenn da noch ein kleines Baby bei uns ist. Und nicht nur ich habe mich das gefragt. Auch Maxi hat sich Sorgen gemacht und mich während der Spuckerei gefragt: „Mama, wie machen wir das bloß, wenn wir alle krank sind und dann noch der Schneckerich bei uns ist?“ Jaa, das macht mir auch Angst. Ich weiß, irgendwie werden wir das schaffen. Das habe ich auch der Maxi erklärt. Aber, wie?

Zum anderen ist mir bewusst geworden, dass es jetzt mit der Geburt auch unvorhergesehen schnell gehen kann. Und dafür fühle ich mich noch nicht bereit.

Untersuchungen/ Arztbesuche: s.o. Zusätzlich musste ich gestern auch noch einmal zu meiner Frauenärztin vor Ort, bei der auch noch einmal die ganze Klaviatur durchgespielt wurde. Und auch mein Blut wird noch einmal untersucht, da hier noch ein paar Werte nicht ganz so toll waren- aber das kann immer noch mit dem Magen-Darm-Infekt zusammenhängen.

Beim CTG war alles in Ordnung, ebenfalls beim Doppler. Der Schneckerich ist nun nicht mehr so viel gewachsen, sonden nur noch im oberen Drittel, und 2.770 gr schwer. Mal schauen, ob das dann auch wirklich stimmt, ne?!

Zusätzlich habe ich nun auch noch Wasser in die Beine bekommen- das hatte ich bei den anderen beiden Schnecken nicht. Aber diese Woche habe ich mich natürlich auch herzlich wenig bewegt. Zur Sicherheit habe ich nun auch noch entsprechende Thrombose-Strümpfe verschrieben bekommen. Mann, Mann, Mann, in dieser Schwangerschaft nehme ich aber auch wirklich alles mit! Am Montag habe ich dann einen Termin zum Vermessen meiner Beine.

Bauch/ Busen: Beim Busen gibt es wieder keine spürbare Veränderung. Der Bauch ist laut den anderen Mamas in der Kita noch einmal gewachsen. Schaut selbst:

34. SSW

Bauchfoto No. 19 vom 16. November 2016

34. SSW

Aussicht/ Ansicht von oben

Haut/ Haare/ Nägel: Ich habe immer noch raue Haut, aber ansonsten habe ich keine Besonderheiten feststellen können.

Errungenschaften/ Aussortiert: Heute habe ich bei dm die ersten Schnuller für den Schneckerich und Stilleinfüalgen für mich gekauft.

Geht gar nicht: Die Wäscheberge, die sich hier noch aufgrund der letzten Tage türmen… und ich habe keine Lust, mich ihnen zu stellen.

Geht gut: Ich würde am liebsten einfach nur rumliegen, Serien gucken und essen.

Must have: Queen beim Autofahren hören.

Schwangerschaft & Multiple Sklerose: Natürlich habe ich die MS während des Magen-Darm-Infekts stärker gespürt. Da war es wieder da, das Kribbeln und die Schwere auf meinem rechten Knie. Aber, sobald es mir wieder besser ging, gingen auch diese beiden Symptome wieder weg. Seitdem lässt mich meine Dauerbegleiterin wieder in Ruhe.

So langsam mache ich mir aber etwas Sorgen, wie es mir wohl im Wochenbett gehen wird. Einfach, weil ich in dieser Schwangerschaft so viele Beschwerden habe, die ich bei den Schnecken nicht hatte. Wird es mir dann auch im Wochenbett bezüglich der MS schlechter gehen? Aber auf der anderen Seite, geht es mir diesbezüglich diesmal ja nicht schlechter als bei den beiden anderen Schwangerschaften. Das sind ja alles Schwangerschaftsbeschwerden und keine Auswirkungen meiner MS.

Hier geht es zu meinen übrigen Wochenberichten:

Bauchfoto No. 1 (16. Woche)

Bauchfoto No. 2 (17. Woche)

Bauchfoto No. 3 & 4 (18. & 19. Woche)

Bauchfoto No. 5 (20. Woche)

Bauchfoto No. 6 (21. Woche)

Bauchfoto No. 7  & 8 (22. & 23. Woche)

Bauchfoto No. 9 (24. Woche)

Bauchfoto No. 10 (25. Woche)

Bauchfoto No. 11 & 12 (26. & 27. Woche)

Bauchfoto No. 13 (28. Woche)

Bauchfoto No. 14 (29. Woche)

Bauchfoto No. 15 (30. Woche)

Bauchfoto No. 16 (31. Woche)

Bauchfoto No. 17 (32. Woche)

Bauchfoto No. 18 (33. Woche)

2 Kommentare

  1. Diese Angst habe ich auch und dann schlägt sich k2 den Kopf an und k3 hat Fieber und irgendwie geht das dann alles doch irgendwie, auch wenn man ganz schön müde ist. Pass auf euch auf. Alu

  2. Oh je. What a stress. Ich bin erst mit K2 schwanger, aber ich glaube die Frage oder Befürchtung vor der neuen Situation ist irgendwie auch normal. Du machst das super. Und viel wichtiger, es geht wieder alles gut.
    Schönen Sonntag euch, Sabine

Kommentar verfassen