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3. Lebenswoche | 3. Kind

Schneckerich

Wie war die vergangene 3. Lebenswoche?

Leider war die Woche schon wieder von Krankheit geprägt: Der Schneckerich hat sich bei der Erkältung der MiniSchnecke angesteckt. Ich hatte im Vorfeld schon mit einer frühen Erkältung gerechnet, da die Minischnecke schon mit drei Wochen damals erkältet war. Trotzdem war es natürlich doof, dass der Schneckerich schon zugegriffen hat. Noch doofer: er hatte gleich auch noch erhöhte Temperatur (38,2 Grad). Und ich habe gelernt: unter drei Monaten sollten Babys keine erhöhte Temperatur haben. Daher mussten wir direkt wieder zur Kinderärztib. Hier wurden dann direkt auch die Blutwerte gecheckt. Und so eine Blut ab Name bei einem Neugeborenen tut ja im Herzen weh. Während ich den Schneckerich zur Beruhigung gestellt habe, wurde ihm Blut aus dem Finger entnommen- und das hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert und ich hätte am liebsten mein Blut zu untersuchen bereitgestellt. Zum Glück waren aber die Blutwerte vom kleinen Ordnung und und wir durften wieder nach Hause gehen. Wäre das nicht so gewesen hätten wir sofort wieder ins Krankenhaus gemusst. Ich musste den den Schneckerich dann weiterhin beobachten und schauen, wie es ihm geht. Zum Glück sank die Temperatur wieder. Aber wäre sie noch einmal angestiegen, hätte er die Brust verweigert oder wäre er teilnahmslos geworden, hätten wir mit ihm wieder ins Krankenhaus fahren müssen. Aber zum Glück ist ja alles gut gegangen und heute ist er nur noch minimal erkältet.

3. Lebenswoche

Hier war der Schneckerich noch dolle erkältet und lag fix und fertig im Kinderwagen

Arztbesuche/ Untersuchungen

In seiner 3. Lebenswoche war ich darüber hinaus mit dem Schneckerich bei meiner Heilpraktikerin, um zu schauen, ob er die Antibiose wegen seines Bauchnabels gut vertragen hat. Denn oft schlägt eine solche Behandlung ja auf den Darm. Ich gebe ihm nun zusätzlich Darmbakterien, aber ansonsten Hat er die Behandlung gut vertragen.
Das mag der Schneckerich
Er ist so unglaublich kuschelig. Oft nehme ich ihn in der Nacht nach dem stillen zu mir zum schlafen und dann kuschelt er sich so niedlich an mich. Das ist einfach nur wunderschön. Und dann kann ich auch wie ein Baby wieder einschlafen.

Das mag der Schneckerich nicht

Wenn er Hunger hat, dann hat er Hunger. Und dann versteht er auch keinen Spaß. Dann muss sofort die Milch her. Das war während seines Infekts natürlich besonders schlimm. Mal schauen, ob es sich auch wieder etwas entspannt. Denn zeitweise war bzw. bin ich nur am Rennen, wenn er Hunger hat…

3. Lebenswoche

Am Schlafen: Wie konnten wir nur jemals ohne ihn leben?

Das kann der Kleine schon

wir können richtig merken, wir uns alle erkennt. An der Stimme, am Geruch, oder an den Berührungen. Dann wird er ganz ruhig und versucht ,uns anzuschauen.
Familie

Familie

Wie ist das Leben zu 5t?

Auch in der dritten Lebenswoche vom Schneckerich ist von jeder Stimmung etwas dabei. Es ist stressig, es ist manchmal nervig, wir bekommen Streit, aber es ist genauso schön, herzig und entspannt.
Insgesamt habe ich lange nicht mehr so viel Schokolade gegessen, wie in dieser Woche. Es ging einfach nicht ohne. Das war das einzige Mittel zum Entspannen zeitweise. Denn manchmal nimmt so ein Leben mit 3 Kindern ganz schön viel Geschwindigkeit auf. Da hat hat der Schneckerich Hunger und macht sich mehr als laut bemerkbar, Maxi will was erzählen und Mini macht irgendeinen Quatsch. Überhaupt: Mini hat in dieser 3. Lebenswoche begonnen, besonders viel Quatsch zu veranstalten. Darüber holt sie sich zurzeit meine bzw. unsere Aufmerksamkeit. Hier ein kleiner Auszug:
Sie hat ihr Bettzeug angemalt. „Aus versehen“ (mich interessiert übrigens brennend, wie man aus versehen das eigene Bettzeug anmalen kann)… Sie hat ihre Hose gestempelt. Akribisch gestempelt. Und ratet mal? Genau: „Aus versehen.“ (Ts ts ts…) Und das heiß geliebte Kuschenherz der Maxi von Frozen wurde ebenfalls von ihr angemalt. Jaaaa: „Aus versehen.“ (Ohne Worte!) Dann hat sie wirklich andauernd ihr Glas bei Tisch verschüttet . Oder sie ist haarscharf an gefährlichen Dingen vorbeigeschlittert: die Treppe runtergefallen, aber sich in letzter Minute noch am Geländer abgefangen, gegen eine Wand gerannt, aber irgendwie den Aufprall noch abgefedert, beim Rennen über ihre eigene Füße gestolpert, in hohem Bogen geflogen, aber irgendwie dann doch auf dem Popo gelandet. Und so weiter und so fort…
Darüber hinaus wird sie zurzeit auch mindestens ein Mal pro Nacht wach. Dann träumt sie schlecht, Ihr tut was weh, oder es ist sonst irgendwas. Gerne unterhält sie sich dann auch mit glockenklarer Stimme.
Himmel- da hilft doch echt nur Schokolade, oder? Oder Alkohol. Aber der ist wegen des Stillens natürlich tabu.
Und Maxi? Die ist beständig damit beschäftigt, mir zu sagen, was Mini gerade für einen Bockmist anstellt. Mir. Rauchen. Die. Ohren.
Und Papa Schulze? Ist bei der Arbeit und traut seinen Augen nicht. Denn ich brauche ein Ventil und versorge ihn mit Nachrichten.

Was hat sich verändert?

Irgendwie alles. Mini und Maxi sind noch selbständiger geworden. Sie versorgen sich zeitweise komplett selbst. Am Freitag waren beide nicht in der Kita, da Mini total erkältet war und Maxi lieber bei ihr bleiben wollte. Da sind sie fast gar nicht aus ihrem Zimmer rausgekommen, so beschäftigt waren sie mit sich selbst.
Papa Schulze und ich haben – wie erwartet kaum Zeit füreinander. Nachts schläft er meist neben den Schnecken. Er geht schließlich arbeiten und muss halbwegs fit sein. Daher haben wir beschlossen, uns Nachts aufzuteilen: Ich versorge den Schneckerich, er kümmert sich um die Schnecken- also meist um Mini (s.o.). So ist es für uns beide erträglicher, als wenn wir beide beides mitkriegen und wir bekommen beide etwas mehr Schlaf, als wenn wir zusammen in einem Bett schlafen würden.

Was klappt gut?

Insgesamt klappt es ganz gut, sich nicht zu stressen. Uns war von vornherein klar, dass wir gar nicht versuchen brauchen, Termine einzuhalten, oder uns irgendwas vorzunehmen. Damit fahren wir ganz gut. Und die paar Mal, bei der wir die Uhr im Auge hatten (z.B. Morgens auf dem Weg zur Kita, weil wir wirklich viel zu spät dran waren), gingen wirklich auch grandios in die Hose. Dann sind wir plötzlich nur noch mit den Schnecken am Schimpfen. Dann klappt gar nix. Und wir fühlen uns echt schlecht hinterher. Denn, wofür ist der ganze Stress eigentlich gut? Genau: für nix!

Was klappt weniger gut?

S.o. Ein zu straffer Zeitplan: forget it!

Darüber mussten wir in der vergangenen Woche ganz schön lachen

Papa Schulze war mit den Schnecken in der vergangenen Woche im Musical. Und die Schnecken hatten jede Menge Spaß, sind voll abgegangen, auf die Stühle geklettert, haben geklatscht und mitgesungen. Davon hat Papa Schulze jede Menge Videos gedreht, von denen ich sehr gerührt war. Als wir sie uns noch mal gemeinsam mit den Schnecken angeschaut haben, waren sie direkt wieder Feuer & Flamme, sind hier zu Hause auf Stühle geklettert & haben Party gemacht. Da mussten wir ganz schön lachen 🙂

3. Lebenswoche

Ich liebe diese süßen Ohren

Mamas MS

Wie geht es mit dem Schlafentzug?

Ich versuche, weiterhin so viel Schlaf zu bekommen, wie es geht. Daher lege ich mich öfter mit zum Schlafen, wenn der Schneckerich schläft und hole Schlaf nach. Das klappt ganz gut. Aber, an den Tagen, an denen es nicht klappt, merke ich die MS dann schon sehr.

Wie fühlt sich die MS an?

Bisher weiterhin nur als Begleiterin. Sie ist da, ich registriere sie. Sie ist mein Seismograph und zeigt mir, wann ich ruhiger machen muss. Aber mehr auch nicht.

Gibt es neue Symptome?

Nein, nur die alten, die wieder da sind.

Gab es Arztbesuche oder Untersuchungen?

Nein

Was tut im Kampf gegen die Multiple Sklerose im Moment gut?

Schlafen & Gelassenheit

Hier könnt Ihr die vergangenen Lebenswochen nachlesen:

1. Lebenwoche

2. Lebenswoche

4 Kommentare

  1. Yvonne sagt

    Da kommt mir sooo viel bekannt vor…
    Aber es wird wieder besser(unser kleinster ist inzwischen fast 8 Monate alt). Inzwischen teilen wir Eltern uns wieder 1 Bett …mit den 3 Kindern

  2. Sabine E. sagt

    Liebe JuSu,
    ganz ganz herzlichen Glückwunsch zum kleinen goldigen Schneckerich!
    Bei uns ist auch ein neuer Erdenbürger angekommen, ich wurde am vergangenen Mittwoch Omi. Der kleine Knopf wohnt mit seinen Eltern bei uns und ich kann die Geschwindigkeit gut nachvollziehen, es ist mit MS nicht so einfach, zumal meine Tochter erst 18 ist. Ihr wuppt das grandios, ich kann nur hoffen, dass es sich bei uns ähnlich gut einpendelt. Alles Liebe und viel Gesundheit
    Sabine

  3. Tany sagt

    Ich lese so gerne hier und freue mich über deinen Wochenbericht. Hoffentlich wird die neue Woche gesünder.

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