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2. Lebenswoche | 3. Kind

Schneckerich

Wie war die vergangene 2. Lebenswoche?

Viel, viel ruhiger als die 1. Lebenswoche. Papa Schulze hatte noch Urlaub (ab morgen geht er leider wieder arbeiten- ach, ich hätte ihn am liebsten die ganze Zeit zu Hause…), die Schnecken waren vormittags in der Kita und der Schneckerich hatte Zeit, hier zu Hause anzukommen. Dafür hatten wir uns bewusst nichts vorgenommen- keine Termine, keine Verabredungen, keine Pläne (Aufräumen oder so). Die einzige Tagesaufgabe bestand darin, sich Gedanken um das Essen zu machen und die Schnecken zur Kita zu bringen, oder sie abzuholen.

Bezüglich des Essens habe ich zwei Augen zugedrückt und nicht so viel Wert auf Paleo gelegt. Wir haben uns fast täglich den Mittagstisch vom Metzger um die Ecke besorgt und da waren auch mal Nudeln o.ä. dabei. Aber ich dachte mir einfach, dass zusätzliches Kochen und Gedanken um das Essen Stress bei mir verbreiten. Und den wollte ich einfach umgehen.

Noch schläft der Schneckerich auch in seiner 2. Lebenswoche viel. So langsam werden zwar die Wachphasen etwas länger und er guckt dann deutlich „wacher“, aber dann fällt er auch schon wieder in den Tiefschlaf.

Die Nächte sind noch etwas durchwachsen, weil er dann längere Trinphasen an der Milchstation einlegt und sich dann den Bauch dermaßen voll schlägt, dass er ganz viel aufstoßen und hicksen muss. Das zehrt um 3 Uhr morgens etwas an den Nerven, aber ist normal. Schließlich muss sich alles noch einspielen. Ich habe etwas Respekt vor der nächsten Woche, wenn Papa Schulze wieder bei der Arbeit ist und mir tagsüber nicht mehr so den Rücken frei halten kann, wie in der vergangenen Woche. Fakt ist, dass ich mir dann defintiv nicht zu viel vornehmen darf für die Zeit, in der die Schnecken in der Kita sind.

2. Lebenswoche

Das mag der Schneckerich

Weiterhin: Kuscheln und Muttermilch. Ist es das, was mir alle im Vorfeld gesagt haben? Jungs seien was für die Mama? Hach, er schmiegt sich richtig an mich an und das ist soo schön! Aber auch Papa Schulze kommt auf seine Kosten- der Kleine weiß ganz genau, wer sein Papa ist und liebt ihn schon sehr.

In der vergangenen Woche haben wir das Babyblubbern für den kleinen Mann entdeckt, was er wirklich sehr genießt. Und gestern Abend haben wir ihn zum ersten Mal gebadet. Erst schaute er noch etwas skeptisch, dann hat er es aber sehr genossen, mit seinem Papa in der Badewanne zu sein. Das war schön!

Oft, wenn die Schnecken aus der Kita zurück sind, setzen sie sich erst mal an den Küchentisch und malen. Quasi zum Runterkommen von dem Trubel. Sehr gerne sitzt der Kleine dann bei ihnen und genießt die entspannte Stimmung. Es sieht dann fast so aus, als würde er ihnen zuschauen- auch, wenn er ja noch gar nicht so scharf sehen kann. Aber, das mag er definitiv sehr gerne.

Das mag der Schneckerich nicht

Hunger zu haben. Ist er eigentlich den ganzen Tag ein recht entspannter Vertreter, versteht er diesbezüglich keinen Spaß und schreit quasi „das ganze Hause zusammen“. Und auch die Schnecken finden, dass er dann viel zu lange darauf warten muss, dass ich ihn stille *lach*.

Und, wenn die Schnecken um ihn herum sehr laut werden- dann beschwert er sich ebenfalls.

Das kann der Kleine schon

Er kuschelt schon etwas selbständiger. Dann streckt er uns etwas sein kleines Näschen entgegen. Das finden die Schnecken natürlich ebenfalls total knorke.

Familie

Wie war das Leben zu 5t in der 2. Lebenswoche?

Ein bunter Misch-Masch: Natürlich gab es Situationen, die anstrengend waren. Die Schnecken müssen noch lernen, dass der Schneckerich keine Puppe ist. Dass sie seinen Kopf stützen müssen, wenn sie ihn halten möchten. Dass Mama und Papa mit aufpassen, wenn sie ihn am Schoß halten („Mama, lass los, ich kann das alleine!“). Dass sie nicht so aufgeregt auf ihn zustürzen und ihn vollquatschen und anfassen. Denn das mag er nicht so gerne (s.oben). Dass Mama das Tragetuch besser alleine bindet und, dass es einfach Situationen mit dem Schneckerich gibt, in denen sie SOFORT hören müssen, denn sonst wird es gefährlich.

Auf der anderen Seite hatten wir bisher wenige bis null Momente, in denen das Thema Eifersucht eine Rolle gespielt hat. Das ist wirklich schön. Und wir hatten viele sehr entspannte, positive  Momente (am Tisch nach der Kita, s. oben; beim Frühstück und Abendessen zum Beispiel). Jetzt gerade zum Beispiel, während ich diese Zeilen tippe, sitzen die Schnecken am Esstisch und malen entspannt, Papa Schulze liegt mit dem Schneckerich auf dem Sofa und schläft und ich genieße nebenher die Stimmung.

Um den beiden Mädchen zusätzlich etwas Aufmerksamkeit zu widmen in dieser Zeit der Veränderung, waren jeweils Papa Schulze und ich mit einer Schnecke abends eine Pizza essen. Zum Glück haben wir eine kleine Pizzeria in fünf Minuten Fußweg Entfernung. Das hat auch mit den Stillzeiten des Schneckerichs gut geklappt. Und sie Mädels haben die kleine Auszeit mit Mama oder Papa sehr genossen.

2. Lebenswoche

Was hat sich verändert?

Nun ja, wir haben nun halt jetzt 3 Kinder. Das bedeutet, dass wir weniger Zeit haben. Für uns persönlich und für die einzelnen Kinder. Daher haben wir jeweils wie oben beschrieben, eine kleine Pizza-Auszeit mit den Mädels verbracht. Das wird sich sicherlich entspannen, je größer der Kleine wird. Und dann gibt es auch wieder mehr Zeit für Papa Schulze und mich. Auf die jetzige Situation waren wir vorbereitet und daher ist sie  auch OK für uns.

Was klappte gut?

Ich hatte vor der Geburt etwas Bedenken, da Maxi sehr unruhig war, zeitweise auch sehr gefrustet und es oft zu Streit zwischen uns beiden kam. Es gab wirklich zahlreiche Konfliktsituationen. Und diese haben – Gott sei Dank, *klopf auf Holz*, *wirf das Hufeisen* – abgenommen. Da bin ich wirklich stolz auf meine Große- sie macht das wirklich wunderbar.

Was klappte weniger gut?

Dafür testet Mini nun öfter ihre Grenzen aus und will so gar nicht hören. Das bin ich wiederum von ihr gar nicht gewohnt. Aber, auch das bekommen wir eigentlich ganz gut gewuppt.

Darüber mussten wir in der vergangenen Woche ganz schön lachen

Dass Mama immer noch nicht realisiert hat, dass sie nun einen Jungen wickelt. Dabei muss sie Vorkehrungen treffen, damit sie nicht ange*pink*elt wird. Das Learning hat da noch nicht bei mir eingesetzt, was zu zahlreichen Lachern führt.

Mamas MS

Wie geht es mit dem Schlafentzug?

In der vergangenen Woche hatte ich ein, zwei Nächte, in denen ich nicht wirklich viel Schlaf abbekommen habe- und diese habe ich dann körperlich doch ganz schön stark gemerkt. Der ganze Körper kribbelte, das rechte Bein wurde taub. Die MS war sehr präsent.

Zum Glück ging es mit einem Mehr an Schlaf dann direkt wieder besser.

Wie fühlte sich die MS in der 2. Lebenswoche vom Schneckerich an?

Ich muss zugeben, dass ich mir dann doch schon wieder viele Gedanken um die MS gemacht habe, als es mir zwei Tage lang nicht so gut ging. Bei den beiden Schnecken war das anders nach der Geburt, da habe ich die MS fast gar nicht gespürt in den ersten Wochen. Das ist nun anders. Aber ich habe nun auch schon zwei Kinder- und nicht keines oder nur eines. Und bei den Schnecken war ich auch nicht noch einmal zusätzlich im Krankenhaus. Ich denke, dass es nur normal ist, dass ich die MS nun so spüre, wie ich sie spüre. Ich versuche, mich diesem Gefühl einfach nicht zu sehr hinzugeben- also dem negativen Gefühl. Und mich zu hegen und zu pflegen und auf meine Auszeiten zu nehmen.

Gab es neue Symptome?

Nein, keine neuen. Die alten flackern nur einfach wieder auf.

Gab es Arztbesuche oder Untersuchungen?

Nein, bisher keine.

Was hat im Kampf gegen die Multiple Sklerose gut getan?

Schokolade. Normalerweise verzichte ich ja auf Zucker- weil dieser erwiesenermaßen bei Nervenerkrankungen schädlich ist. Aber in der vergangenen Woche habe ich die Schoki einfach gebraucht. Quasi als „Nervennahrung“. Und sie hat mich sehr entspannt. Daher habe ich einfach versucht, diese Entspannung zu genießen.

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