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10 ultimative Vorteile, wenn das 2. schnell auf das 1. Kind folgt

Kurz vor Weihnachten „unterhielten“ wir uns, d.h. einige Twitter-Blogger-Mamis, auf Twitter darüber, wie das so ist, wenn man 2 kleine Kinder hat. Auslöser war ein wunderbarer Blogpost von Marsha auf ihrem Blog Mutter & Söhnchen: Und dann kam Nummer zwei, in dem sie beschreibt, was sich alles verändert hat, seitdem Sohnemann Nr. 2 eingezogen ist. Schnell waren wir uns einig: Ja, zwei Kinder sind doppelt soviel Arbeit, doppelt anstrengend, produzieren doppelt Müll und Lärm, ABER sie sind auch doppelt wunderbar. Daher haben wir beschlossen, daraus eine Reihe zu machen. Thema: Welche Vorteile gibt es bei 2 oder mehr Kindern?
Genau als meine große Tochter MaxiSchnecke 1 Jahr alt war, bin ich wieder mit meiner zweiten Tochter MiniSchnecke schwanger gewesen. Das erste Lebensjahr zu viert war sehr anstrengend, aber es gibt 10 ultimative Vorteile (meine ganz persönliche Meinung), insbesondere wenn das 2. schnell auf das 1. Kind folgt:

MaxiSchnecke und MiniSchnecke vereint am Esstisch

1. Kleidung
Kommt die Kleidung sehr schnell wieder zum Einsatz, ist sie auch noch nicht aus der Mode. Das wird noch getoppt durch das gleiche Geschlecht, denn dann kann wirklich alles, was noch nicht durch Löcher und Schürfspuren zerstört ist, wieder zum Einsatz kommen. Ein weiteres Highlight ist es, wenn die Kinder zur selben Jahreszeit geboren wurden. Dann braucht man beim 2. Kind wirklich nie neue Kleidung kaufen.

2. Spielpartner
Sind die Kinder nah beieinander, ist immer ein Spielpartner vorhanden. MaxiSchnecke und MiniSchnecke können wunderbar miteinander spielen (natürlich können sie auch wunderbar miteinander streiten). Aber sie haben zumindest zweitweise die gleichen Interessen.

3. Frühförderung
Auch ist die Frühförderung für das jüngere Geschwisterkind durch das ältere immer gegeben. Zumindest habe ich mir den Pekip-Kurs beim zweiten Kind gespart. Das zweite Kind lernt dadurch zum Beispiel schneller laufen und schneller sprechen. Vor allem die ‚tollen‘ Wörter, also ’scheiße‘ oder ‚Penis‘. Zumindest war es bei uns so.

Gemeinsamer Spaß ist doppelter Spaß

4. Gleiche Kita, gleiche Schule
Gehen beide Kinder in die gleichen Einrichtungen, also in Kita, Kiga oder Schule, hat man (zumindest größtenteils) dieselben Wege für beide. Das bedeutet erhebliche Zeiteinsparungen für Mama und Papa. Dieser Vorteil ist bei Zwillingen sogar noch größer!

5. Angeberei
Zugegeben manchmal nervig, aber es ist immens hilfreich: Die Kinder geben voreinander an, was sie schon ganz selbständig und alleine können. Wenn die eine Schnecke bockt, findet die andere ihre Erfüllung darin, zu zeigen, wie folgsam und lieb sie sein kann. Das wird dann zwar auch lautstark verkündet und ist etwas nervig, aber ich will ja mal nicht undankbar sein, ne?!

6. Gegenseitige Hilfe
Meine Töchter helfen sich gegenseitig, zum Beispiel, wenn die Kleine den Schuh nicht alleine angezogen bekommt. Dann hilft die Ältere. Auch, wenn MiniSchnecke an die verbotene Schoki nicht dran kommt, dann holt MaxiSchnecke sie (zur Not mit Hilfe des Stuhls) für sie runter 😉

7. Streit
Durch den schwesterlichen Streit ums Spielzeug, Essen und Co. lernen sie fürs Leben. Sie sind gewappnet für all die Streitigkeiten, die da noch kommen werden. Übrigens können sie sich gerade die Haare ausreißen, aber wenn eine 3. Person dazu kommt, gehen sie gemeinsam dann auf diese los…

8. Trost
Sie spenden einander Trost. Schimpfen Papa Schulze und ich mit einer von beiden, eilt ihr die Schwester zur Seite und nimmt sie in den Arm. Das ist zwar hart für uns, aber auf jeden Fall ein Vorteil für sie!

9. Verbundenheit
MaxiSchnecke kann sich gar nicht mehr daran erinnern, wie es war als sie noch alleine mit uns war. MiniSchnecke kennt es natürlich gar nicht ohne die Schwester. So war (bisher) nie große Eifersucht bei uns im Spiel. Natürlich gibt’s das auch bei uns, ganz klassisch, wenn MaxiSchnecke bei mir auf dem Schoß sitzt, will MiniSchnecke das auch. Aber es war nie ein Grundproblem. Sie kennen es nicht anders. Ähnlich wie bei Zwillingen (so stelle ich es mir zumindest vor). Sie sind eng miteinander verbunden, passen aufeinander auf, denken immer aneinander und kuscheln. Das rührt Papa Schulze und mich manchmal wirklich zu Tränen. *Seufz*

10. Doppelte Liebe
Das darf hier natürlich auch nicht fehlen: „Aber wenn sie Dich dann einmal ansehen“, ja, genau so ist es, dann zerfließt man vor Liebe, und zwar vor doppelter Liebe. Sie treiben mich zur Weißglut, manchmal verziehe ich mich auf die Toilette, um endlich 2 Minuten Ruhe zu haben oder ich schreie vor Verzweiflung, aber, wenn beide mir dann um den Hals fallen, um mich um die Wette zu drücken, ist der ganze Ärger und Stress verflogen. Nein, vorstellen konnte ich es mir vorher nicht. Aber es geht: Mann kann zwei kleine Geschöpfe (und mit Sicherheit auch drei oder vier oder mehr) gleich viel lieben. Und das ist ganz wunderbar!

Sitzt die Eine bei mir in der Küche und schaut zu, darf die Andere natürlich nicht fehlen

Also, liebe Mamas & Papas, worin seht Ihr die Vorteile von 2 oder mehr Kindern? Habt Ihr lustige Geschichten zu erzählen, die Mut machen und zeigen, dass 2 oder mehr Kindern nicht nur mehr Arbeit, Müll und Lärm bedeuten? Meldet Euch doch bei den Kommentaren zu Wort. Vielleicht habt Ihr auch Lust, dazu zu bloggen und zu twittern? Ihr könnt hier verlinken ( bei „Add your link“) sowie auch bei Mama on the rocks, die die Blogparade gleichzeitig startet. Hashtag bei Twitter ist #mehralschaos.

18 Kommentare

  1. Anonymous sagt

    Volle 10 Punkte hier – bei fast allen Deinen Beschreibungen musste ich grinsen.
    Hier auch 19 Monate Unterschied, auch zwei Mädels, jetzt 6 und 7,5 Jahre. Klar war es am Anfang anstrengend und auch das gefühlte Dauerwickeln 5 Jahre lang ist jetzt nicht etwas, was ich vermisse – aber für uns ist der Abstand super, die Vorteile überwiegen absolut. Ich fand es auch toll, dass Eifersucht hier kein Thema war, sondern beide das Gefühl haben, die andere war schon immer da. Manchmal erzählen sie auch, wie sie schon zusammen in meinem Bauch gespielt haben 🙂
    Herzlichen Dank fürs Aufschreiben und liebe Grüße
    Lia

  2. Hallo Lia, das ist wirklich lustig. Frida erzählt auch manchmal, dass Hedy bei ihr im Bauch war… Ich weiß dann immer nicht, ob ich es lustig finde oder mich erschrecken soll 🙂
    Interessant wird es auf jeden Fall dann noch mal in der Pubertät, oder?! OMG!
    LG

  3. Liebe Mama Schulze,

    als Mutter zweier Mädchen kann ich Eure Diskussion gut nachvollziehen, alle Mütter führen sie irgendwann – im Freundeskreis, in der Verwandtschaft, in der Nachbarschaft. Deinen Ansatz, zehn „ultimative Vorteile für zwei Kinder unmittelbar hintereinander“, kann ich jedoch leider nicht teilen. Ich will gerne erklären, warum:

    Viele Dinge, die Du hier als Vorteil herausarbeitest, sind Deine persönliche Erfahrungen, aber m.E. nicht vorauszusetzen bzw. verallgemeinerbar. Das mit der Kleidung funktioniert ja nur bei gleichgeschlechtlichen Geschwistern, und auch dort nur bedingt. Mein K2 ist zum Beispiel deutlich größer als K1 im gleichen Alter. Hätten die beiden den Abstand wie bei Dir, würden sie die gleiche Größe tragen – und dann?
    Auch dass die Kinder einander immer die besten Spielpartner sind, kannst Du vorher nicht wissen, ich kenne genügend Fälle, da das nicht funktioniert. Meine Kinder besuchen auch nicht die gleiche Schule, was in diesem Fall an ihrem Altersunterschied liegt; aber ob K2 auf die gleiche weiterführende Schule wie K1 geht, ist völlig offen, sie hat ganz andere Stärken und ist anderswo vielleicht besser aufgehoben. K1 hat einige Kinder in ihrer Klasse, deren Geschwister auf anderen Schulen sind.
    Angeberei und Streiterei sind aus meiner Sicht klare Nachteile von zwei Kindern – diesen Ärger hätte ich mit einem Einzelkind nicht. Und übrigens: Deine Kinder bleiben nicht immer klein. Zwei gleichzeitig (!) pubertierende Mädchen um sich zu haben, stelle ich mir als große Herausforderung vor – mir fällt es mit einer schon nicht immer leicht. Also wieder ein Nachteil für den kurzen Abstand. Ich selbst bin übrigens Einzelkind und fand den von Dir erwähnten Trost auch – nur eben bei meiner Mutter. Das war völlig okay.

    Ich hätte mir übrigens nie im Leben zwei Kinder in so kurzem Abstand vorstellen können. Ich hatte zu dem Zeitpunkt die erste schlimme Schwangerschaft noch gar nicht verarbeitet, wäre körperlich null dazu in der Lage gewesen. K1 war als Säugling ein Schreikind, und das Ganze dann gleich noch mal? Diese Schlaflosigkeit? Und dann wegen zweier Kinder wach sein? Der mütterliche Organismus braucht Zeit für die Regeneration, und ich denke, dass das Bedürfnis dafür sehr individuell ist. Es gibt aus meiner Sicht daher viele Gründe, die gegen die kurze Reihenfolge sprechen (man könnte auch sagen: Es gibt auch Gründe, die gegen ein zweites Kind sprechen).
    In meinem Umfeld beispielsweise liegt der Abstand von K1 zu K2 zwischen 3 und 5 Jahren. Solche Abstände haben aus meiner (völlig subjektiven) Mütterperspektive deutlich mehr Entspannungspotenzial als die Variante mit dem kurzen Abstand. Denn wie Mama on the Rocks schrieb, gilt hier: Man kennt das alles, man ist schon einmal durch (evtl sogar schon bis zur Windelfreiheit). Ist in vielem geübter, cooler und nachsichtiger. Dieser Faktor steigt übrigens mit jedem Kind – frag mal Mehrfachmütter. Die belächeln die übereifrigen und ahnungslosen Erstmütter, die wir ja alle mal waren, milde.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Es gibt nicht den ultimativ besten Altersabstand. Es gibt auch nicht die ultimativ beste Anzahl von Kindern. Ganz abgesehen davon, dass sich das auch nicht immer so steuern lässt. In meinem Freundeskreis gibt es nicht eine (!), die nicht schon mal eine Fehlgeburt erlebt hätte. Ob man Kinder bekommt, wie viele es sind und in welchem Abstand sie auf die Welt kommen, ist eine ganz individuelle Geschichte. Was zu einer Frau passt, muss zu einer anderen noch lange nicht passen.

    Wenn es darum geht, frisch gebackenen Zweit-Mamis Mut zuzusprechen, kann ich nur empfehlen, alles gelassen anzugehen. Anfangs ist „alles nur eine Phase“, später halten wir Muttis das einfach aus. Und wenn die Grundeinstellung immer positiv ist, die Familie zusammenhält und sich eher auf das Abenteuer freut als es fürchtet, ist alles wunderbar.

    MrsCgn

  4. Liebe MrsCgn,
    wow, Du hättest einen eigenen Blogpost schreiben können zu diesem Thema!
    Ich möchte auf ein, zwei Punkte eingehen:
    Ich lese heraus, dass Du Dich an dem Wort „ultimativ“ störst. Aber ich habe auch dazu geschrieben, dass es „meine ganz persönliche Meinung“ ist. Ja, zugegeben, der Titel ist reißerisch. Manchmal greift Mama zu solchen Mitteln, damit ihre Posts mehr gelesen werden 😉
    Und ich schreibe auch nicht, dass ich nur diesen Altersabstand am besten finde. An keiner Stelle stehtt: 10 ultimative Gründe, Kinder ausschließlich in geringem Altersabstand zu bekommen. Es ging mir viel mehr darum, positive Dinge über den Altersabstand zu schreiben, den ich ja nun nicht mehr ändern kann und der zugegebenermaßen super anstrengend ist. Denn, wie ich am Anfang des Blogposts auch schreibe, aus diesem Gedanken heraus sind die Texte von Mama on the rocks und mir ja entstanden: Es ist super anstrengend, aber gibt es denn nicht auch positive Dinge?

    • Ich habe dazu gebloggt, wenn Du schauen möchtest: http://mrscgn.wordpress.com/2014/12/29/das-leben-mit-kindern-ist-veranderung/

      Zu Deinen Anmerkungen:
      Ich kann mit diesem „heftig.co-Style“, der in „ultimative Vorteile“ drin steckt, einfach wenig anfangen. Da werden Erwartungen geweckt, die Du ja gar nicht einlösen willst. Als Leserin irritiert mich das sehr.
      Du wolltest positive Dinge darüber schreiben, Kinder in kurzem Abstand zu bekommen. Das ist bei mir so nicht angekommen, das hat mich nicht überzeugt.

  5. Ich finde es super, dass du die einmal die Vorteile eines geringen Altersabstandes zusammenträgst. Klar ist das eine subjektive Sichtweise, die aus deiner persönlichen Erfahrung heraus entstanden ist. Aber wir sind hier ja auch auf einem Blog und nicht auf der Seite einer wissenschaftlichen Studie 😉

    Es ist eben nicht immer alles nur Anstrengend. Auch bei einem kleinen Altersunterschied. Man ließt in dem Zusammenhang ja eher Negatives (anstrengend, Stress) und das, obwohl so viele Paare ihre Kinder in kurzen Abständen bekommen. Ich bin in meinem Freundeskreis mit den knapp 4 Jahren Unterschied eine Exotin 😉 Meine KInder werden nie auf dem gleichen „Spiellevel“ sein oder die gleichen Freunde haben. Jendefalls nicht in den ersten 20 Jahren. Das ist schon etwas schade.

  6. Oah, ist das süß, Geschwisterliebe! Nervlich könnte ich mir das persönlich nicht vorstellen, einen kurzen Abstand zu haben, aber man wächst mit seinen Aufgaben, stimmt’s?
    Es gibt immer Vor- und Nachteile: ohne Kind, mit Kind, Einzelkind, Geschwisterkind…
    Ich freue mich auf die Geschwisterplüschzeit, sofern es die bei zwei Jungs überhaupt gibt. Wenn nicht erfreue ich mich an den kleinen Mädchen meiner Freundinnen. Hihi.
    Liebe Grüße
    Sarah

  7. Bei uns sind es auch 2 Mädchen, auch 19 Monate Abstand. 🙂 Als Einzelkind war es mir wichtig, zwei Kinder mit geringem Altersunterschied zu bekommen. Natürlich weiß man vorher nicht, ob die beiden sich verstehen, ob die Kinder Schreikinder, gesund oder krank sind. Das weiß man aber schon bei Nummer 1 nicht.
    Ich freue mich über die beiden, die so schön miteinander spielen, aber auch genauso miteinander streiten. Wo die Kleine mit 2 Jahren Mama und Papa schimpft, wenn wir die Große schimpfen. Ich sehe bislang nur Vorteile.
    Klar weiß ich nicht, was im Teenageralter wird. Darüber mache ich mir aber erst Gedanken, wenn es soweit ist. Für den Moment ist unser Altersabstand super. Wären die Umstände oder auch Kind 1 anders gewesen, hätten wir vielleicht auch einen größeren Altersabstand gewählt.

    • Liebe Mama Z, ich bin auch Einzelkind und mir hat ein Geschwisterkind mit dem ich alles teilen kann irgendwie immer gefehlt. Deshalb wollte ich das für mein Kind nicht und so ist es ganz schnell eine große Schwester geworden.
      Und der geringe Altersabstand resultiert bei uns auch daraus, dass Kind 1 nach knapp 10 Monaten ganz wunderbar geschlafen hat. Das war bei Kind 2 nach dieser Zeit nicht der Fall. Daher kann ich auch nicht sagen, wie es gewesen wäre, wenn Kind 1 sich anders verhalten hätte…
      LG

  8. Hallo Mama Schulze, auf unserer Väter-Magazin habe ich einen Beitrag zur Blogparade beigesteuert. Ich habe zwar nur ein eigenes Kind, aber eine große Patchwork-Familie. Daher passt der Weg dahin aus meiner Sicht auch ganz gut zum Thema. Schönes Wochenende, VG Kai

  9. Liebe Mama Schulz,
    ich hoffe, ich habe mit meiner Contra-2.Kind-Liste keinen verschreckt? Bin eben nun mal realistisch, aber ich denke, dass jedem diese Punkte klar sind und sich glücklicherweise trotzdem sehr viele für weitere Kinder entscheiden 🙂
    Viele Grüße aus London,
    Uta

  10. Pingback: Auswertung Blogparade #MehralsChaos - Mama Schulze

  11. Schön zu lesen. Wir (WauPapa und WauMama) überlegen auch gerade, ob wir uns und unsere Mini (5 Monate) zeitnah mit weiterem Nachwuchs beglücken wollen oder doch lieber noch ein bisschen warten. Schlauer bin ich jetzt zwar (vielen Dank dafür, aber immer noch unentschlossen. Es ist jetzt gerade alles so schön. Die Frage ist ja, wird es schöner oder endet es im Chaos? :p Aber die kann mir wohl keiner beantworten… Hut ab vor dir übrigens. Ich lese seit kurzem fleißig mit.

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