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10 Tipps für berufstätige Mamas für einen entspannteren Tagesablauf

Schon oft bin ich gefragt worden, wie es mit der Arbeit und den beiden Schnecken klappt?! Eigentlich ganz gut, das Arbeiten an sich stellt kein Problem dar. Die Probleme bzw. Hürden gibt es drum herum, insbesondere morgens rechtzeitig zur Kita los zu kommen, ohne Flecken an der Arbeitskleidung das Haus zu verlassen oder die Kinder ohne größere Ausfälle in die Kita zu bringen. Nun sind knapp 4 Monate für mich rum als berufstätige Mama und daher wollte ich mit Euch meine ultimativen 10 Tipps für einen reibungslosen Tagesablauf teilen. Der Fokus liegt dabei hauptsächlich auf morgens, denn es hat sich bei uns herausgestellt, dass das die stressigste Phase des Tages ist. Mama und Papa wollen zu einer bestimmten Uhrzeit bei der Arbeit sein, den Nachwuchs interessiert das aber nicht die Bohne. Natürlich beanspruche ich nicht für mich, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, sprich, zu erwarten, dass nur meine Tipps die richtigen sind. Für uns passen sie und sie erleichtern uns das Leben.
Und ich freue mich, wenn ich der einen oder anderen Mama im Job das Leben mit einem Tipp von mir etwas erleichtern kann.

Ich freue mich auch darüber, wenn Ihr Eure Tipps mit mir in Form eines Kommentars oder einer Nachricht an mama.schulze@gmx.de teilt. Und falls Ihr Kritik habt, scheut Euch nicht, diese kund zu tun. Auch ich wachse jeden Tag ein Stückchen und lerne permanent dazu.

Hier meine 10 Tipps:

1. Geplante Arbeitsteilung
Entweder tage-, wochenweise oder fest, es ist hilfreich, zu planen, wer aus der Elterneinheit sich wann um die Kinder kümmert. Damit meine ich: Wer bringt die Kinder zur Betreuung, wer holt sie ab, wann gibt es Termine? Dazu gehört auch: Wer kann sich kümmern, wenn das oder die Kinder krank ist/sind, wie lange und zu welchen Bedingungen? Und, wenn sich herausstellt, dass sich immer nur der/die eine von beiden kümmern kann/will, ist es entspannter, wenn Mann/Frau das besprochen haben. Denn sonst ‚meinen‘ beide Dinge, die der/die andere aber anders ‚meint‘, weil das doch beim letzten Mal schon so war…Ihr wisst, was ich meine, oder? Bei uns ist es so, dass Papa Schulze die Schnecken morgens in die Kita bringt, bis auf freitags (da arbeite ich nicht). Oder, wenn er auf Dienstreise ist. Da bringe ich die Mädels natürlich in die Kita. Nachmittags hole ich die beiden ab.

2. Frühstücksboxen und etc. soweit möglich schon abends vorbereiten
Beiden Mädels gebe ich ein Frühstück und einen sogenannten ‚Kaffeklatsch‘ (Snack nach dem Mittagsschlaf) in die Kita mit. Bei uns hat es sich herauskristallisiert, dass es entspannter ist, wenn ich die Frühstücksboxen und Kaffeeklatsch schon am Abend vorher vorbereite- bis auf kühlpflichtige Produkte, die ich dann erst morgens dazu tue. Die Frühstücksboxen sind mein Terrain im Hause Schulze. Ich mache auch meist den Wocheneinkauf, daher weiß ich, was ich den Kindern mitgeben kann. Zudem hole ich die Kinder nachmittags ab und sehe, was aus den Boxen übrig geblieben ist, was also gut und was weniger gut ankommt.

3. Die Kleidung des Kindes/der Kinder schon abends raussuchen
Da ich die Kinder meistens abends ins Bett bringe (die Schnecken gehen noch verhältnismäßig früh zu Bett und Papa Schulze schafft es nicht immer, rechtzeitig von der Arbeit zu Hause zu sein), lege ich auch schon die Kleidung für beide für den nächsten Tag heraus. Ich finde es entspannter, wenn ich nicht morgens das Outfit des Tages zusammenstellen muss, während ich selbst noch am Aufwachen bin und quengelige Mädels um mich rumrennen, die Hunger haben.

4. Kleiderstraßen für kleine Diven und Miniprinzen
Streng genommen, handelt es sich hierbei nicht um einen Tipp von mir, sondern von einer anderen Mutter. Falls Eure Kinder kleine Diven oder Miniprinzen sind, die nicht alles anziehen, was Mama oder  Papa ihnen herausgesucht haben, könnt Ihr es mal ausprobieren, am Abend gemeinsam das Outfit für den nächsten Tag zusammenzustellen. Und damit die Brut am nächsten Morgen nicht auf die grandiose Idee kommt, doch etwas anderes anziehen zu wollen, macht ihr aus Unterhose, Unterhemd, Socken, Shirt und Hose eine ‚Kleiderstraße‘ oder ‚Kleiderschlange‘ und legt alles hintereinander auf den Boden. Dann kann das Kind eines nach dem anderen selbst anziehen. Daraus kann man auch einen kleinen Wettbewerb machen, also, wie schnell sind die Kleider angezogen oder welches Geschwisterkind ist zuerst mit Anziehen fertig.

Kurze Kleiderstraße bei heißem Wetter
Längere Kleiderstraße für ca. 20 Grad

5. Früher aufstehen
Zugegeben, ein doofer Tipp, aber er hilft: Wenn wir nicht massig Nächte mit wenig Schlaf hinter uns und dadurch ein massives Schlafdefizit haben, stehen wir vor den Kindern auf, Duschen schon mal, machen Tee, oder was sonst so unser Programm am Morgen ist. Für uns ist es entspannter, dass wir uns erst einmal um uns selbst kümmern können und nicht gleich Mama und Papa sein müssen.

6. Zeit lassen – Druck rausnehmen
Wenn nichts, aber auch gar nichts klappen will, die Schnecken zicken, ein Trotzanfall in der Früh den nächsten jagt, ist es am besten, wenn ich mir Zeit lasse. Es bringt gar nichts, in solchen Situationen auf die Uhr zu schauen. Den Stress riechen die Mädels gegen den Wind und reagieren mit totaler Verweigerung. Ich schaffe es zwar auch nicht immer, aus solchen Situationen gelassen heraus zu kommen, aber es hilft wirklich, dann nicht mehr die Zeit vor Augen zu haben und einfach so langsam zu machen, wie es eben nötig ist. Komme ich dadurch später zur Arbeit, bleibe ich dann eben etwas länger und hole die Schnecken 20 oder 30 Minuten später ab. Das verkraften sie in der Regel besser als Hetze am Morgen. Zurzeit ist Papa Schulze auf Dienstreise und ich wuppe den Morgen alleine. Normalerweise bin ich zwischen 7.40 und 8.00 Uhr auf dem Weg zur Arbeit. Nun habe ich mich mit einer anderen Mama für 8.30 Uhr an der Kita verabredet. Sie hat den gleichen Arbeitgeber wie ich und nimmt mich mit dem Auto mit (normalerweise fahre ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder fahre ab und zu selbst). Ich fahre dann nachmittags auch wieder mit ihr mit, etwas später als ich normalerweise zu Kind und Kegel unterwegs bin. Das ist wirklich eine große Erleichterung. Ich habe morgens mehr Luft, muss nicht selbst Auto fahren, habe ein nettes Gespräch und genieße meinen Morgenkaffee als Beifahrerin.

7. Mama erst zum Schluss … und Papa auch
Soll heißen: Ich ziehe mich möglichst erst final an, wenn wir kurz davor sind, das Haus zu verlassen. Ich trage Businesskleidung (Papa Schulze auch) und da ist es natürlich nicht so toll, wenn Rotzfahnen oder Klebefinger am Anzug oder Hemd/Bluse und Kostüm sind. Natürlich schaffen es die beiden Dreckspatzen ab und an trotzdem, morgens ihre DNA auf unserer Arbeitskleidung zu verteilen, aber eben nur ab und zu. Papa Schulze zieht sein Hemd meistens auch erst an, wenn er die Schnecken in die Kita gebracht hat. Er hängt sich das frische Hemd dann einfach ins Auto und geht im T-Shirt zum Anzug. Denn es bricht einem ja auch das Herz, wenn die Kleinen einem um den Hals fallen wollen und man die Berührung abwehrt, weil man nicht will, dass die Kleidung dreckig wird.
…gestern hat MiniSchnecke kurz vor Verlassen des Hauses meinen Rock in ihre Hände genommen und sich genüsslich die Nase geputzt…ich war sprachlos…er war zum Glück gemustert und der Schnodder viel nicht auf…

8. Festen Ablauf einhalten 
Ob morgens nach dem Aufstehen oder beim Bringen in die Betreuung: Bei uns läuft es am besten, wenn wir stets den gleichen Ablauf einhalten. Nach dem Aufstehen werden die Mädels angezogen, danach gibt es Frühstück, während Mama und Papa sich weiter fertig machen, dann frühstücken Mama und Papa, danach werden die Zähne geputzt (und zurzeit die Kinder mit Sonnencreme eingecremt), Schuhe angezogen und wir verlassen das Haus. Wir haben gemerkt, dass es auch einfacher läuft, wenn wir den identischen Rhythmus in der Kita beibehalten, also, dass einer von uns die Mädels bringt, erst hängen wir MaxiSchneckes Jacke und ihren Rucksack an ihren Haken und dann gehen wir zusammen zu MiniSchneckes Haken, hängen dort die Sachen auf und dann gehen beide Schnecken gemeinsam in die Morgen-Sammel-Gruppe. Bringen wir die Schnecken zusammen in die Kita oder lassen wir uns mehr Zeit als gewöhnlich, reagiert MaxiSchnecke zurzeit sehr sensibel darauf und weint ganz untypisch beim Abschied.

9. Backup organisieren
Wir leben ohne Familie vor Ort, die nächste Oma ist über 200km entfernt. Wenn die Kinder krank sind, müssen Papa Schulze oder ich einspringen, die Arbeit Arbeit sein lassen und die Kleinen gesund pflegen. Da ich halbtags arbeite und es bisher nicht ganz so wichtig war, haben wir das so geregelt, dass Papa Schulze seine Termine und To Do’s bei der Arbeit vormittags geklärt hat und ich dann nachmittags ins Büro zum Arbeiten gegangen bin. Auch habe ich mit Oma Schulze vereinbart, dass sie kommt, wenn die Kinder krank sind oder generell Not am Mann ist. Aber da sie nicht um die Ecke wohnt, kann das auch schon einmal einen halben oder ganzen Tag dauern bis sie da ist. Wenn MiniSchnecke etwas älter ist, werde ich mich dann auch darum kümmern, ein Backup vor Ort für solche Fälle zu haben, also einen zuverlässigen Babysitter oder eine Kinderfrau, der/die auch morgens einspringen kann. Aber es ist ja nicht immer so, dass die Kinder krank sind, sondern dass man selbst mal im Stau steht und nicht rechtzeitig zur Kita kommt. Auch habe ich es schon geschafft, unglücklich bei der Arbeit umzuknicken und nicht mehr laufen zu können. Dann ist es hilfreich, ein Muttinetzwerk zu haben, also andere Mamas mit Kindern in der gleichen Einrichtung, die die Kinder mit nach Hause nehmen können. Es kann natürlich auch die nette Nachbarin sein, die die Kinder schon kennt, etc. Oder, oder, oder. Aber so treue Hilfen vor Ort sind unerlässlich.

10. Hilfe im Haushalt oder Mut zum Chaos

Ich habe es schön ordentlich und ich sorge lieber selbst für Ordnung und Sauberkeit in unserem Heim, um den Überblick zu behalten. Denn ich habe schon schlechte Erfahrungen mit Putzhilfen gemacht. Trotzdem komme ich hinten und vorne nicht nach. Auch Papa Schulze hilft gerne, arbeitet aber viel. Da bleibt natürlich einiges liegen. Da hilft es nur, gelassener zu werden, was das Thema Haushalt angeht. Darin übe ich mich noch. Es fällt mir vor allem schwer, wenn ich in zig Krümmel gepaart mit Sandkörnern trete. Ich habe mir nun überlegt, eine Hauselfe zu engagieren, die sich um unsere Badezimmer kümmert. Denn mit dem Aufräumen, Staubwischen und Staubsaugen komme ich halbwegs nach. Aber die Bäder werden total vernachlässigt. In einem Hotel würde ich den Zustand reklamieren.
Ich weiß, der Tipp ist kein Neuer und nicht jeder kann sich eine Hilfe leisten. Viele scheuen sich aber auch, z.B. eine Putzhilfe zu engagieren, da das Umfeld dann ja denken könnte, man hätte den Haushalt nicht im Griff. Und das ist völliger Unsinn! Das Leben mit Kindern ist anstrengend, ob man nun zusätzlich arbeiten geht oder nicht. Und Mann/Frau hat das Recht, für sich selbst zu entscheiden, wo er/sie Hilfe hinzuzieht. Keine/r sollte sich dafür rechtfertigen müssen. Stress ist Gift für die Seele und für Beziehungen. Dann lieber mit Hilfe und entspannter mit dem Partner und den Kindern, oder?

Wie meistert Ihr den Alltag mit Kindern? Habt Ihr auch ein paar Tipps? Kommentiert diesen Post oder schreibt mir an mama.schulze@gmx.de!

3 Kommentare

  1. Deine Tipps sind schon super – die Kleiderstraße werd ich mir merken. 😉 Was bei uns immer noch gut hilft ist das Wettanziehen – wer als erster fertig ist. Danach beeilt sich in der Regel der feine Herr und gibt etwas Gas. Er will ja Sieger sein!

  2. Pingback: Zwischen Kind & Beruf am Morgen: 11 Tipps - Mama Schulze

  3. Kathleen Große sagt

    Super Ideen. Was aber wenn man sich die Purzhilfe nicht leisten kann?

    Auch kann ich leider nicht vor den Kids aufstehen. Mein Kleinster wird morgens 5 Uhr wach wenn Papa auf Arbeit fährt. Das war es dann mit der gemütlichen Dusche oder dem Kaffee in Ruhe.

    Ich ziehe die Kids und mich vor dem Frühstück an. Erst Zähne Putzen dann eincremen dann Anziehen. Sonst landet Sonnencreme an der Kleidung. Wenn ich mich erst nach dem Frühstück anziehen würde, würden es die Kids auch wollen. Das hab ich mal getestet. Da haben wir morgens eine halbe Stu de länger gebraucht. Erst hat es gedauert bis sie wieder oben waren und dann bis ich sie wieder unten hatte.

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